When the Lights Went Out (1)

When The Lights Went Out (2012)

: Kate Ashfield, Steven Waddington, Craig Parkinson
: Pat Holden
: Pat Holden
: ca. 96 min
: ab 16
: 05.11.2012 (DVD+BD Verleih) 20.11.2012 (DVD+BD Verkauf)
: Ascot Elite Home Entertainment
: Großbritannien
: Fantasy Filmfest 2012
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
5 votes
5.8

When The Lights Went Out (2012)

Wer sich eine Zeit ohne Smartphones, Onlinemobbing und Privatfernsehen wünscht, ist in den 70ern gut aufgehoben. Wer sich das Zeitalter von okkultem Horror, Exorzisten und Geisterhäusern zurückwünscht, auch.
Glücklicherweise spielt WHEN THE LIGHTS WENT OUT im Jahr 1974 und bringt alle diese Zutaten mit, die man sich als Zeitreisender erträumt.

Zwischen psychedelischen Tapeten und fiesen Oberlippenbärten zieht Familie Maynard, in ein einfaches Häuschen, von dem Tochter Sally von Anfang an nicht angetan ist. Doch auch die Eltern beginnen an der Wohnungswahl zu zweifeln, als sich Gegenstände bewegen und sich eine düstere Präsenz spüren lässt.

Soweit ist die Story natürlich bekannt aus POLTERGEIST, INSIDIOUS oder AMITYVILLE HORROR. Recht interessant gestaltet Regisseur/Autor Pat Holden aber die Frage wie man in der Nachbarschaft mit dem Problem umgeht.
Während Vater Maynard Eintritt verlangt, um Schauertouristen durchs Haus zu führen und Sallys Freundin der Besuch des Hauses verboten wird, knüpft die Heranwachsende eine Art Freundschaft mit einem unsichtbaren Bewohner. Gleichzeitig stellt sie Nachforschungen an und findet dabei Schreckliches heraus.

Man kann wirklich behaupten, dass die erste Filmhälfte den Geist der 70er atmet. Die Optik stimmt, aber vor allem wird langsam Spannung ausgebaut ohne die Charaktere aus den Augen zu lassen.
Erst nach und nach schleichen sich simple, aber deswegen nicht uneffektive Effekte in den ruhigen Film und mit zunehmender Zeit wächst der Gruselfaktor und sowohl Geisterjäger als auch Exorzisten werden Gäste bei den Maynards.

Was sich für Traditionalisten und Retro-Fans zunächst gut anhören mag, wird leider nicht konsequent durchgezogen. Die herrlich altmodische Fassade wird spätestens mit einem völlig deplatzierten CGI-Popcorn-Finale abgerissen, aber auch schon früher wirkt der Film nicht immer wie aus einem Guss.
Während man interessante Nebenfiguren wie ein inkontinentes Nachbarkind und einen erpressbaren Priester einbaut, bleiben die Maynards selbst nicht nur blass, sondern scheinen ihr Schicksal in einem Geisterhaus zu wohnen auch vergleichsweise locker zu ertragen.
Mal ist ein Anflug von gutem britischen Humor zu erahnen, mal erleben wir Szenen, die durchaus spannend sind, nur recht zueinander passen, will das nicht immer.

Während Pat Holden als Regisseur schon einige Filme abgedreht hat, ist er als Autor Debütant, was man dem Drehbuch, das jeden bedienen will, aber niemanden glücklich macht, leider anmerkt.
Potential hat der Film durchaus, man hätte aber gut daran getan die Atmosphäre der 70er durchgängig hochleben zu lassen.

Übrigens: WHEN THE LIGHTS WENT OUT beansprucht wie viele Horrorfilme für sich auf wahren Tatsachen zu beruhen, man kann aber getrost davon ausgehen, dass es nie ein Haus gab, das von einem computergenerierten Gespenst heimgesucht wurde.


When The Lights Went Out (2012), 5.8 out of 10 based on 5 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar