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Unsere Wertung
6.5
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War of the dead (2011)

Der Anhang „of the dead“ verrät es bereits. Auch in WAR OF THE DEAD stehen Zombies (oder wie auch immer man sie nennen mag) im Mittelpunkt.
Ungewöhnlicher ist schon, dass die Geschichte dazu in Finnland zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt.

Dort kämpfen die Finnen zusammen mit amerikanischer Unterstützung gegen die russische Armee, sehen sich aber bald einem unerwarteten Feind gegenüber, der sich nicht um die Flagge und Landesgrenzen schert und fast die gesamte Truppe aufreibt.
Nur ein paar Überlebende wollen die wachsende Übermacht der Zombies stoppen.

Bei Zombies in Uniform denkt man schnell an OUTPOST oder DEAD SNOW, letztlich kann man aber nicht behaupten, dass WAR OF THE DEAD mit dem einen oder anderen übertrieben viel gemein hätte.

2 Dinge fallen hingegen auf. Zum einen ist der Film eine echte internationale Zusammenarbeit.
Nicht nur, dass in der Story Amerikaner, Finnen, Russen und Deutsche aufeinanderprallen, auch an der Entstehung waren einige Nationen beteiligt. Regisseur Marko Mäkilaakso ist, wie viele Schauspieler Finne. Die Produktion ist Italien, Litauen und den USA zugeordnet und Drehort war ebenfalls Litauen.

Die zweite Auffälligkeit ist die dynamische Kameraarbeit. Während anfangs der Eindruck entsteht, hier einen günstig produzierten B-Film vorzufinden, sorgt die Optik für eine ansprechende Verpackung. Die Kamera ist fast immer in Bewegung und liefert auch einige aufwändigere Blickwinkel.

Dazu passen die schnellen Infizierten, die sich zudem eine Restintelligenz bewahrt haben und nicht immer den direkten Angriff suchen, sondern sich z.B. in einer Szene in Bäumen verstecken. Außerdem gibt es eine Art „Oberzombie“ oder „Endgegner“.

Ob einem das als Zuschauer gefällt oder man die tumben, langsamen Romero-Untoten bevorzugt, ist freilich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Anständig in Szene gesetzt ist es allemal, auch wenn Marko Mäkilaakso schwer verbergen kann, dass Actionfilme offenbar eher sein Ding sind als Horrorfilme. Etwas zu beliebig kommt der Schrecken daher, etwas zu schnell akzeptieren die Soldaten, was um sie herum passiert, etwas zu austauschbar kommen die meisten Figuren daher und auch wenn es schwer ist, den Makel zu benennen, erscheint auch der ganze Film rasant, gutaussehend, aber ohne echte Liebe fürs Detail. So darf man sich unter anderem auch wundern, warum die USA 1941 die mit den deutschen verbündeten Finnen unterstützen…

Dass man WAR OF THE DEAD schnell wieder vergisst, soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es mit einer professionellen Produktion zu tun haben, die sich keine großen Schnitzer erlaubt und zumindest für die Dauer des Films gut unterhält.


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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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