villa captive cover

Villa Captive (2011)

: Liza Del Sierra, Dario Lado and Shalim Ortiz
: Emmanuel Silvestre
: 80 min
: ab 18
: 30. März 2012
: I-On New Media
: Frankreich
Unsere Wertung
4.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
1 vote
3.0

Villa Captive (2011)

Das dumme an Rape&Revenge-Filmen ist, dass die Nennung des Genres schon als Spoiler zu verstehen ist. Wundert euch also bitte nicht, wenn es während dem französischen VILLA CAPTIVE zu unerwünschtem Sex und daraus resultierenden Gewalttaten kommt.

Sex ist dem Film ohnehin in die Wiege gelegt, da sowohl Hauptdarstellerin (Liza Del Sierra) als auch ihre Filmfigur (Lucy Lust) Pornodarstellerin ist. In der Realität wollte die Dame wohl etwas Abstand vom horizontalen Film-Biz bekommen und das will auch Lucy im Film. Gelangweilt von der Branche mietet sie sich ein Haus in Florida und will eigentlich nur relaxen, doch es dauert nicht lange, bis ein paar Einheimische herausfinden wer sie ist und in der Hoffnung, auf größere Mengen Geld zu stoßen, bei ihr einbrechen.
Doch dann geraten die Dinge außer Kontrolle…

Wie Liza Del Sierra entstammt Regisseur Emmanuel Silvestre der XXX-Branche, der Verfasser der Dialoge offensichtlich auch.
Zudem fehlt es an neuen Ideen. Das Quartett, das bei Lucy Lust einbricht und sie dort gefangen hält, erinnert gewaltig an I SPIT ON YOUR GRAVE, selbst den geistig zurückgebliebenen hat man nicht vergessen. Hier sind die vier Männer aber so denkbar unorganisiert und stümperhaft, dass nicht einmal ein gemeinsames Motiv erkennbar ist. Während ihr Anführer immer wieder (erfolglos) mit Lucy zur Bank fährt um ihr Konto zu plündern, wollen sich seine Kumpane lieber mit der Frau vergnügen.
Aufgelockert wird die Handlung mit Freunden und Nachbarn, die mal nach dem Rechten sehen und selbst gefangen oder getötet werden sowie mehreren fruchtlosen Fluchtversuchen.


Hardcore-Szenen, wie etwa beim französischen Kollegen BAISE-MOI finden sich trotz der sonst freizügigenDarstellerin nicht. Und insgesamt ist der „Rape“-Aspekt im Vergleich zu I SPIT ON YOUR GRAVE untergeordnet und nimmt nicht nur zeitlich eine kleinere Rolle ein, sondern scheint Lucy auch weit weniger mitzunehmen als die Figur der Jennifer Hills im Vorbild. Dafür wirkt hier der „Revenge“-Teil weniger konstruiert und organischer, bleibt aber durchaus brutal.

Auch wenn Del Sierra sich in ihrer Rolle größtenteils selbst spielt, macht sie als ungeschminktes Opfer keine üble Figur und wirkt wie Nachbarsjunge Jeremy sympathisch, großes Kino ist VILLA CAPTIVE deswegen aber noch lange nicht. Da helfen auch an den Haaren herbeigezogene Vergleiche auf dem DVD-Cover nichts. Wer den Satz „I SPIT ON YOUR GRAVE trifft auf MARTYRS“ verfasst hat, beweist nur, dass er entweder MARTYRS oder VILLA CAPTIVE nicht gesehen hat.

Villa Captive (2011), 3.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Port Ellen
    17 Apr 2012, 11:50 am

    Fazit – Ein planloses Drehbuch, schafft keine Räume für Terror, Rape, Dramatik oder der gewünschten Schlüpfrigkeit von Pornostar Liza del Sierra, die sich gleich selber parodiert. Verschwendung von Munition in Sachen Unterhaltungswert. Der Showdown legt dann noch einen Fingerhut Splatter nach, aber davon wird die Sause auch nicht genüsslicher. Terrorfilm mit Hinterhof Flair und angezogenr Handbremse.
    3/10

  2. uncut
    17 Apr 2012, 3:51 pm

    für sonntag morgen nach einem katerfrühstück ist der ok.die alte ist auch nicht schlecht anzuschauen.

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