triangle

Triangle (2009)

: Melissa George,
: Christopher Smith
: 90 min
: 16
: 06.05.2010 (DVD+BD)
: Ascot Elite Home Entertainment
: Großbritannien
Unsere Wertung
8.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
32 votes
6.9

Triangle (2009)

Der 2009 gedrehte TRIANGLE ist nicht mehr brandneu, lief auch schon im TV, aber wenn es euch ähnlich geht, wie dem Verfasser dieser Zeilen, habt ihr den Film zu lange verpasst und solltet das ändern.

Was aber sagt man, ohne zu viel zu sagen? Ohne zu spoilern, vielleicht nur das:
Melissa George, die als Scream Queen noch unterbewertet ist, obwohl sie in Filmen wie AMITYVILLY HORROR, 30 DAYS OF NIGHT oder A LONELY PLACE TO DIE zu sehen war, spielt die Hauptrolle.
Christopher Smith, der nach dem noch blassen CREEP bei SEVERANCE und BLACK DEATH Regie führte, war auch für TRIANGLE in der Verantwortung.

Inhaltlich begleiten wir eine Gruppe von Freunden bei einem Segeltrip. Als ein ungewöhnlich plötzliches Unwetter das Boot zum Kentern bringt, retten sich Jess und die anderen Überlebenden auf ein vorbeiziehendes Kreuzfahrtschiff. Doch dieses scheint menschenverlassen.

Wenn man den Film noch nicht kennt, belässt man es am besten hierbei und lässt sich überraschen.
Wer mehr wissen will, sei gewarnt, ab hier diverse leichte und schwere SPOILER:

Zeitreisen und -schleifen, Parallelwelten und die Möglichkeit seinem eigenen Ich zu begegnen stehen bei TRIANGLE im Mittelpunkt.
Das kann auch den Zuschauer schon mal verwirren und anders als z.B. im Fantasyklassiker ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT reisen die Protagonisten nicht bewusst durch die Jahre, sondern sehen sich unvermittelt mit etlichen Fragen konfrontiert.

Der Betrachter bleibt dabei stets bei Jess, genauer gesagt, bei der Jess, die man eingangs kennenlernt, denn auch sie taucht mehr als einmal auf.
Große Erklärungen werden nicht geliefert, bestenfalls in Details angedeutet (z.B. durch den Namen des Schiffs), wer also Wert auf vollständige Aufklärung legt, wird womöglich enttäuscht sein.

Die Tatsache, dass man eigentlich permanent damit beschäftigt ist, den Überblick zu behalten, verbirgt ziemlich gut verschiedene Löcher in der Logik, die dadurch erst beim wiederholten Genuss auffallen.
Ansonsten ist der Film aber handwerklich nicht zu bemängeln. Spannung ist durch die ungewöhnliche Situation per se gegeben, die Schauspieler liefern gute Arbeit und verschiedene Ideen sorgen immer wieder für  interessante Farbtupfer.
Dadurch dass die gesamte Handlung ein Kreislauf ist, wodurch letztlich das Ende gleichzeitig der Anfang ist, gelingt TRIANGLE ein besonderer Kniff.

Fazit: Ungewöhnliche Idee, stark umgesetzt.

Triangle (2009), 6.9 out of 10 based on 32 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

5 Kommentare

  1. Colemarie
    01 Feb 2012, 6:53 pm

    Ich finde die Idee zur Story recht spannend,auch wenns betrefflich des Bermudadreiecks schon eher ein alt bewehrtes Schema aufweist, wie das verweiste Schiff das seid Jahrzehnten dort seelenlos herumtuckert. Allerdings fand ich auch auf Dauer die Wiederholungen etwas belastend, auch wenn sie streckenweise notwendig gewesen sind für die Handlung und letztlich den Anfang und das Ende verbindend erklären, nur ganz überzeugt hat mich dasjetzt nicht.
    Kein Film der Kategorie Horror in meinen Augen, eher eine Art Mystery-Thriller mit Bluteinlagen.

    Ein doch eher guter Zeitschleifenfilm den man sich gönnen kann.

  2. Wachsoldat
    08 Feb 2012, 7:46 pm

    Hallo.

    Ich find die Idee für die Story richtig geil! Ist mal was anderes! Kann ich nur empfehlen.

    Gruss

  3. Derya
    19 Feb 2012, 3:03 am

    Ist ein super Film aber immer noch voll mit Fragezeichen???
    Wieso fängt alles wieder von vor was ist die Uhr Sache dafür ?????
    Klärt mich bitte auf :)……

  4. Colemarie
    19 Feb 2012, 10:31 am

    @ Derya

    Ursache: das Bermudadreieck das sich von Florida zu den Bermudainseln und nach Puerto Rico erstereckt. Interessanter Weise heißt das Boot ja auch Triangle (Dreieck) 😉
    Und er fängt von Vorne an weil Jess das mehr oder weniger so will.

    VORSICHT SPOILER!!

    Da ihr Sohn, wie man am Ende sieht- was allerdings zu Beginn des Filmes ihre geistige Abwesenheit erklärt, da diese Situation da bereits geschehen war, durch ihre Fahrlässigkeit stirbt, versucht sie die Chance wahrzunehmen und geht wieder auf das Boot weil sie weiß, das Ganze wird sich wiederholen undsie hat eine Chance den Fehler zu korrigieren.
    Das ist allerdings auch der Punkt an dem beimir der Gedanke aufgekommen wäre, auf die kleinen Zettel im Umkleideraum statt töte sie alle Infos zu hinterlassen, wie sie die Tragödie mit ihrem SOhn verhindern könnte oder dergleichen.

    Hoffe hilft dir weiter.

  5. Norfen
    12 Mrz 2013, 6:42 pm

    Tolle Idee, Umsetzung ist auch super.
    Allerdings ging bei mir nach der Hälfte des Films etwa die Spannung vollkommen verloren, als sich heraustellt wer wen jagt.
    Trotz der wirklich großartigen Grundidee kommen gerade im späteren Verlauf eine Menge der schon im Review angesprochenen Logiklöcher auf, die den Film für mich persönlich wirklich stark abgewertet haben.
    Als der Film dann zum Ende kommt und versucht, das zu erklären, wird das ganze Konstrukt völlig absurd und unlogisch.

    SPOILER

    Scheinbar hat die Hauptfigur eine Art Amnesie (?). Ob diese jetzt durch den Schiffbruch oder den Autounfall kommen soll, blieb für mich offen. Vielleicht kann mich ja jemand erleuchten.
    Weiter verwirrte mich der Haufen toter Vögel in der Gegenwart. Sicher nur ein Hilfsmittel um zu zeigen, dass diese Szene schon einige Male vorher passierte, aber es ergibt einfach keinen Sinn.
    Davon abgesehen verstehe ich den Hintergrund der – für mich völlig sinnfreien – Morde auf dem Schiff nicht. Irgendwann schrieb jemand, der gar nicht wissen kann, wie die Sache endet (o.g. Amnesie) einen Hinweis “Töte alle deine lieben Freunde!”. Munter folgt die Hauptfigur den Anweisungen….

    ENDE

    Der Film hat mich nach dem Ansehen noch lange beschäftigt, leider nicht positiv.
    Ich bin sonst ein großer Freund der Mindfuck-Abteilung, aber hier wird das enorme Potential durch völlig offensichtliche Fehler verspielt. Schade!

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