The Walking Dead Season 4 Preview + Video

walkEine der derzeit am heftigsten gefeierten und Preise en masse einheimsenden TV-Serien wird im Oktober auf AMC zurückkehren, die Dreharbeiten laufen bereits seit gut einem Monat. Und doch gibt es, gerade bei erstklassigen Serien mit top Viewer-Ratings wie The Walking Dead, immer schon im Vorfeld Leaks bezüglich Hintergrund- und Handlungs-Infos. Für all jene, die wie ich Fans seit der ersten Stunde oder auch erst seit dem deutschen Release sind oder sich gar erst jetzt für die Serie interessieren, werde ich hier nun alle bisher bekannten Fakten erläutern, um schon mal einen Vorgeschmack auf die neue Season zu geben. Wer Story-Spoiling hasst oder gerne einfach ins kalte Wasser springt, sollte jetzt aufhören zu lesen.


Greg Nicotero – Produzent, Regisseur und Makeup-Artist – kündigt an, dass bereits die Staffelpremiere ein pralleres Script haben wird als jede andere Episode bisher.


Der neue Haupt-Storychef Scott Gimble, der schon in Season 3 den aus der Anfangsepisode bekannten Charakter Morgan wieder ins Spiel gebracht hatte, möchte eigenen Angaben zufolge die Stammbesetzung um einige neue und wichtige Figuren erweitern.


Einer der wohl bekanntesten neuen Charaktere dürfte durchaus der ehemalige Militärarzt Bob Stookey (Larry Gilliard, Jr.) sein, der Lesern der Comic-Serie bereits bekannt sein dürfte. In selbiger war eben jener Stookey bereits von Beginn an in Woodbury anwesend, der engste Verbündete des Governor und auch der, welcher seinem Boss nach der Attacke von Michonne das Leben gerettet hatte. Der permanent mit seinen Problemen zu kämpfende Säufer könnte frischen Wind in die angeknackste Beziehung zwischen den Woodbury-Outcasts und ihrem Führer bringen.


Der eben erwähnte Governor wird natürlich auch in der neuen Staffel wieder mit dabei sein, genauso wie Hershel’s Tochter Beth und die beiden schwarzen Geschwister Tyreese/Coleman und Sasha, die in der vergangenen Season aus Woodbury geflohen sind und letztendlich doch noch zum Prison-Team stoßen durften. Diese drei Charaktere wurden sozusagen befördert und dürften von nun an dem Main-Cast angehören.


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Eine der markantesten und zugleich interessantesten Entwicklungen wird der heimliche Hauptcharakter Rick (Grimes) durchmachen. Laut Serienchef Robert Kirkman soll dieser, wie bereits in der letzten Episode, in der ihm nach der Rettung der Frauen und Kinder aus Woodbury seine verstorbene Frau Laurie nicht mehr als Geist erschienen war, angedeutet, diese Einstellung noch vertiefen und weiter entwickeln. Aus dem gefühlskalt und erbarmungslos gewordenen Teamleader, der sprichwörtlich über Leichen ging, ist ein müdes, rastloses Wrack geworden, das an den Erlebnissen und vor allem dem Tod der Ehefrau zugrunde gehen drohte. Beinahe philanthropisch will Rick sich nun auf die Gemeinschaft als Heilmittel gegen den Wahnsinn und all die Bedrohungen beziehen, selbstlos Überlebende retten und allem voran die Beziehung zu seinem ihm zu entgleiten drohenden Sohn Carl wieder kitten.


Eben angesprochener Carl, der sich getreu der Comic-Vorlage immer mehr vom Kind ohne wirkliche Kindheit zum kalten Killer entwickelt hat, wird wohl auch in der neuen Staffel wieder mit seinem Vater zu kämpfen haben. Als schwieriger Charakter, der genau wie seine Mutter enorm die Zuschauerschaft gespalten hat, steht ihm natürlich eine Transformation. Doch wenn man bedenkt, dass seit dem Outbreak gerade einmal ein knappes Jahr vergangen ist, ist selbst bei einem Kind, das einschneidende Erlebnisse viel schneller und härter beeinflussen als einen Erwachsenen, eine solche 180°-Drehung mehr als unrealistisch und dem ansonsten über weite Strecken hervorragenden Storytelling der Serie nicht gerade zuträglich.


Fans und Leser der Comicserie werden, wie bereits an dieser Stelle bekannt, einiges wieder erkannt haben – trotz allem soll die TV-Show eigenständig bleiben und nur Fragmente übernehmen, um die Spannung zu halten und beide Lager zufrieden zu stellen.


In Anlehnung daran wurde auch bereits angedeutet, dass die neue Season zwar im Gefängnis beginnen wird, jedoch ein Wechsel in eine andere Hauptlokalität nicht unrealistisch sein könnte. Betrachtet man sich die vergangenen Staffeln, liegt dies sehr nahe, jedoch können meines Erachtens sowohl das Festhalten an einem bestimmten Zufluchtsort  als auch der immer neue Wechsel an einen neuen, “sichereren” Ort irgendwann ein gewisses Schema erahnen und das komplette Setting marginal stagnieren lassen.


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