the thing

The Thing (2011)

: Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Ulrich Thomsen
: Matthijs van Heijningen Jr.
: Eric Heisserer
: ca. 99 min
: ab 16
: 21.03.2012
: Universal
: USA
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
15 votes
6.1

The Thing (2011)

Als die Nachricht die Runde machte, dass man beabsichtige THE THING – DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT (1982) neu zu verfilmen, war der Schrecken groß. Nicht nur bei imdb.com ist er in der Liste der besten Horrorfilme weit oben, sondern genießt bei jedem Horrorfan mit etwas Sachverstand einen ausgezeichneten Ruf. Nun muss man aber einräumen, dass auch John Carpenters Interpretation nur ein Remake des Films von 1951 war. Vielleicht macht es also alle 30 Jahre Sinn, den Film neu aufzulegen. Gemüterberuhigend wirkte auch die Tatsache, dass es sich bei dem aktuellen Film nicht um eine reine Neuverfilmung, sondern ein Prequel handeln soll.

Und tatsächlich setzt THE THING (2011) vor den Ereignissen aus Carpenters Film an und beginnt mit der Entdeckung des außerirdischen Raumschiffs durch die Mitarbeiter einer norwegischen Forschungsstation in der Antarktis. Nicht weit entfernt findet sich auch ein im Eis gefangenes Wesen, dass die Forscher mit ins Camp bringen. Wie sich schnell zeigt, ein großer Fehler, denn der Außerirdische erwacht nicht nur zum Leben, sondern ist auch gefährlich und kann die Gestalt der Menschen annehmen. Bald vertraut keiner mehr dem anderen.

Nein, neu klingt das nicht, sondern erinnert in fast allen Belangen an den 1982er Film.
Logisch, denn das Monster ist das Gleiche, die daraus entstehenden Effekte und die Paranoia untereinander vergleichbar und die Forschungsstationen, die frostige Umgebung und das dortige Equipment ähnlich. Wieder kommen Flammenwerfer zum Einsatz, wieder gibt es einen Test, die gesunde von befallenen Menschen unterscheiden sollen.
Kurz: Die Unterschiede liegen im Detail und eines davon sind die Spezialeffekte. Die FX von 1982 mögen heutzutage vereinzelt nicht mehr State of the Art sein, sind aber immer noch höllisch effektiv. 2011 setzt man vermehrt auf Computereffekte und scheitert wie so oft. Technisch gesehen sicher sauber, wirken die Tricks zu selten gefährlich.

Dass der Film trotzdem nicht lieblos erscheint, liegt daran, dass sich Regisseur  Matthijs van Heijningen Jr. offenbar bewusst war, dass die Ausgabe von 1982 nicht verbessert, sondern nur ergänzt werden konnte und genau das tut er. Während John Carpenter wie schon bei HALLOWEEN viele Fragen offen liess, erklärt uns van Heijningen was in dem norwegischen Camp vorfiel, das Kurt Russell und seine Männer in den 80ern zerstört vorfanden.  Kennt man den alten Film nicht, wird man diese Fragmente kaum bemerken, falls doch, erinnert man sich sicher an Feinheiten wie den gesprengten Eisblock, die Feueraxt oder den Mann mit der aufgeschnittenen Kehle.

Schön zu sehen ist auch, dass man im norwegischen Camp tatsächlich Norweger platziert hat. Das zwingt den Beobachter zwar hier und da zum Lesen von Untertiteln, bringt aber ein paar neue Gesichter ins Spiel und und wirkt insgesamt authentisch. Die Hauptfigur ist aber dennoch Amerikanerin. Auch das ist ein Novum, denn 1982 bestand der Cast ausschließlich aus Männern. Natürlich kann keine Frau gegen Außerirdische kämpfen, ohne sich mit Ripley vergleichen lassen zu müssen, Mary Elizabeth Winstead (ABRAHAM LINCOLN: VAMPIRE HUNTER, FINAL DESTINATION 3) löst die Aufgabe aber ordentlich.

Fazit: THE THING ist zu 75% (modernisiertes) Remake, zu 25% echtes Sequel und vielleicht kein Film, auf den man gewartet hat, der aber spielerisch die eine oder andere Wissenslücke stopft.

 

The Thing (2011), 6.1 out of 10 based on 15 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Steffen
    13 Okt 2012, 10:55 am

    Remake ? Der Film kommt mir doch sehr bekannt vor 🙂

  2. Mick
    13 Okt 2012, 12:40 pm

    @Steffen: siehe Text des Reviews 🙂

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