The-Shrine

The Shrine (2010)

Darsteller: Aaron Ashmore, Cindy Sampson, Trevor Matthews
Regie: Jon Knautz
Länge: ca. 81 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 27.01.2012 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: I-On New Media
Land: Kanada
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
18 votes
5.3

Dass es in Osteuropa gefährlich werden kann, weiß man seit Opa zerschossen vom Russlandfeldzug heimkehrte und die Collegekids aus HOSTEL in Einzelteilen aus der Slowakei abreisten.
In THE SHRINE verschlägt es die Protagonisten ins ländliche Polen, wo Journalistin Carmen, die nach einem kontroversen Artikel wieder auf Praktikanten-Status herabgesetzt wurde, eine große Geschichte vermutet. Diverse Touristen sollen in den letzen Jahren in einer bestimmten Gegend verschwunden sein, ohne dass klar ist, warum und wohin. Zusammen mit Freund Marcus und Kollegin Sara macht sie sich auf die Reise.

THE SHRINE ist ein Film, der mit den ersten Infos nicht wirklich klarstellen konnte, in welche Ecke er gehört. Daran änderte auch der Trailer nichts und selbst nach der Hälfte des kompletten Films ist die Richtung nicht ganz klar. Da gibt es die üblich verstimmten Landbewohner, eine Art Sekte, eine seltsame Nebelwolke im Wald und immer wieder kurze Monstereinlagen.
Nun sollte man sich gar nicht unbedingt die Mühe machen, zu früh zu viel verstehen zu wollen, denn am Ende löst sich alles auf vernünftige Weise auf.
Andererseits kann man eines sagen – und das auch schon früh im Film: Wir haben es mit einem lupenreinen Horrorfilm zu tun, einer der ein paar hübsche Schocks ebenso zu schätzen weiß wie einige deftige Blutbäder.

Dieser Umstand hindert Autor/Regisseur Jon Knautz (JACK BROOKS: MONSTER SLAYER)  aber nicht daran, seinen Charakteren eine Mindesttiefe mit auf den Weg zu geben und sich anfangs etwas Zeit zu lassen, um eine Story ins Rollen zu bringen.
Es muss aber auch gesagt werden, dass die Darstellung Polens in dem Film mehr als klischeebeladen ist. Gedreht wurde komplett in Kanada und es ist zu bezweifeln, dass irgendwer im Filmteam Polen näher als mit Google Earth betrachtet hat. So wirkt die Gegend in der sich Marcus, Carmen und Sara umsehen, so fortschrittlich wie eine Amish-Siedlung. Wenn dann sogar eine uralte Armbrust zum Einsatz kommt, während eines der wenigen Autos ein alter amerikanischer Pickup ist, ist klar, dass an dieser Stelle auf Nähe zum Bezugsort gespart wurde.

Gespart wurde wohl auch anderenorts, denn nach High End – Produktion sieht THE SHRINE nicht aus.
Muss auch nicht sein, denn insgesamt nutzt er die zur Verfügung stehenden Ressourcen doch effektiv. Auch wenn die Effekte teilweise etwas altbacken wirken und damit ein gewisses 80er-Jahre-Feeling vermitteln, muss das nicht zwingend schlecht sein, denn der Horror kommt nicht abhanden (obwohl der Mensch-dreht-sich-um-und-ist-plötzlich-ein-Monster-Trick überstrapaziert wird).

Während die handwerkliche Seite also noch im grünen Bereich ist, sollte man sich über gewisse logische Aspekte lieber keine Gedanken machen. ACHTUNG SPOILER: Oder wäre es etwa nicht sinnvoll, um die unheilvolle Wolke einen verflucht hohen Zaun zu bauen? SPOILERENDE

Wenn einen solche Details aber ohnehin nicht jucken, wird es auch nicht weiter stören, dass auch am Ende nicht alle Fragen abschließend geklärt wurden. Vielleicht genau deswegen kann man mit THE SHRINE ansehnliche 80 min verleben.

 

The Shrine (2010), 5.3 out of 10 based on 18 ratings

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Geschrieben von Mick | 10 Feb 2012 | Reviews (Filme)

5 Kommentare

  1. Colemarie
    10 Feb 2012, 5:50 pm

    hab hierzu schonmal zu ner Review oder dergleichen den Film kommentiert, kurzes erneutes Fazit: Guckt was anderes….

  2. Dovahkiin
    10 Feb 2012, 8:48 pm

    Super Film, mit einem unerwartetem Twist am Ende.

  3. Pseudonym
    11 Feb 2012, 10:35 am

    Aaron Ashmore hat auch schon in Smallville den Fotografen gespielt :D

  4. Fuzzi
    12 Apr 2012, 4:33 am

    Selten so einen schlechten Film gesehen…am schluss wirkt es wie bei Der Exorzist…nur um einige stufen schlechter…gucken sich die Regesieure ihre Filme eigentlich noch einmal an?Ich weiß im Genre Horror gibt es viele neben Sparten aber diese gehört nicht zudem was ich mag.Wer es mag soll es gerne mögen….für mich zu plump,zu schlecht getrickst,die Handlung gleich völlig daneben…

  5. leo from panar
    03 Nov 2012, 1:30 am

    Fand den Film gelungen, soll heißen ich habe sehr viele schlechtere Filme des Horrorgenres gesehen, aber besonders viele die ich als besser bewerte fallen mir nicht ein. Aber manche erwarten von einem Horrorfilm natürlich auch nur stupide Slasheraktion, ich kann solchen Filmen jedoch weniger abgewinnen. Schön fände ich es, wenn jemand der zu diesem Film so etwas schreibt wie: “Selten so einen schlechten Film gesehen” oder ” Guckt was anderes”, einen seiner Meinung nach besseren Horrorstreifen empfiehlt, schon allein, dass Horrorfans die an dem kommentierten Film interessiert sind, wissen, wie sie diese Kritik an dem Streifen in etwa einzuordnen haben. Natürlich gibt es genug gute Horrorfilme, aber wenn man auf das Genre steht, dann kennt man wahrscheinlich die Bekannteren bereits und freut sich wenn man mal wieder über einen einem zuvor Unbekannten und trotzdem Ansehnlichen stolpert und so ging es mir bei diesem Film oder auch bei “Beneath” (2007), der auch nicht gerade mit guter Kritik überhäuft wurde. Man sollte sich nicht immer von solch vernichtender Kritik leiten lassen, da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind.

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