Ghostmaker (2)

The Ghostmaker (2011)

: Aaron Dean Eisenberg, Liz Fenning, J. Walter Holland
: Mauro Borrelli
: Mauro Borrelli, Scott Svatos
: 91 min.
: ab 16
: 29.11.2012 (Kino)
: LBFilms
: USA
: erscheint in der deutschen After Dark-Reihe
Unsere Wertung
5.5
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6.0

The Ghostmaker (2011)

Es gibt etwas, das man über seltsame Gegenstände, die man im Keller, auf dem Dachboden oder auf seltsamen Flohmärkten entdeckt, weiß: sie bringen nix als Ärger. Es ist also egal ob ihr einen lange verschollenen Picasso beim Garagenverkauf ersteht oder Aladins Wunderlampe auf ebay ersteigert, ihr seid so gut wie tot.

Besondere Vorsicht wäre wohl bei dem uralter Sarg geboten, den Kyle beim Entrümpeln eines Kellers findet. Statt ihn zu entsorgen, nimmt er ihn mit nach Hause und findet heraus, dass sich darin ein Mechanismus befindet, der dem der sich hineinlegt erlaubt für eine kurze Zeit als Geist unter den Lebenden umher zu wandeln. Zusammen mit seinen Freunden Sutton, der an den Rollstuhl gefesselt ist und dem intellektuellen Pratt nutzt er die neu gewonnenen Möglichkeiten, doch während Pratt schnell erkennt, dass mit dem Totenreich nicht zu spaßen ist, wollen Kyle und Sutton das Gerät für ihre eigenen Bedürfnisse ausnutzen.

Es ist wohl kaum möglich GHOSTMAKER zu sehen, ohne einige Male an Kiefer Sutherland, Julia Roberts oder Kevin Bacon zu denken, die sich darin überbieten, wer länger „tot“ sein kann, bevor die anderen ihn ins Leben zurückholen. Auch nach über 20 Jahren ist Joel Schumachers FLATLINERS aufgrund seiner Nahtod-Thematik, aber auch wegen einer gelungenen Atmosphäre ein besonderer Film, der aber zumindest aus Sicht manches Horrorfans sein Potential nicht recht ausschöpfte.
Angst und Schrecken will aber auch GHOSTMAKER nicht recht verbreiten, sondern bestenfalls leichten Grusel.

Wenn die Protagonisten als bläulich schimmernde Geister durch unsere Welt tappern, sieht das keineswegs bedrohlich oder auch nur unheimlich aus, sondern allenfalls comichaft.
Auch Gevatter Tod ist als computererzeugte Schemengestalt mit Taschenuhr als Auge wenig ernst zu nehmen.

Andererseits muss man sagen, dass der Film auch nicht versucht den harten Hund zu spielen, sondern auf eine Story setzt, die vielleicht manchmal vorhersehbar sein mag, aber an vielen Stellen vor allem durch seine Charakterentwicklungen überrascht und dadurch insgesamt unterhaltsam bleibt. Auch mit dem von den FINAL DESTINATION-Filmen mit auf den Weg gegebenen Wissen, dass man dem Tod nicht so einfach von der Schippe springt, will man erfahren wie es weitergeht. Zu einladend wirkt die Idee selbst einmal für eine kleine Weile diese Welt zu verlassen und unsichtbar ein paar Geheimnisse auszuspähen, jemandem heimlich zuzuhören oder sich auch nur in die Damenumkleide zu schleichen. Dass der Film im Grunde zwei Handlungsstränge verfolgt und so zwei Bedrohungen aufbaut, aber stets überschaubar bleibt, schadet ebenfalls nicht.

Da Regisseur Mauro Borelli bisher vorrangig als Illustrator für große Produktionen wie DAS GEISTERSCHLOSS, WOLFMAN und HINTER DEM HORIZONT in Erscheinung trat, hätte man trotz überschaubarem Budget von etwa 1 Mio$, mehr fürs Auge erwartet. Stattdessen wirkt GHOSTMAKER in seiner Aufmachung eher wie eine Straight-to-video-Produktion als ein Kinofilm.

Fazit: FLATLINERS ist und bleibt der besserbesetzte, hochklassigere und stimmungsvollere und ernsthaftere Film, GHOSTMAKER ist aber eine recht kurzweilige Variante des Themas und vor allem für Einsteiger geeignet, die mit Übernatürlichem etwas anfangen können, aber den ganz großen Terror nicht brauchen.

The Ghostmaker (2011), 6.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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