The Echo (2)

The Echo (2008)

: Jesse Bradford, Amelia Warner, Carlos Leon
: Yam Laranas
: Eric Bernt, Shintaro Shimosawa
: ca. 92 min
: ab 18
: 10.01.2013 (DVD+BD)
: Studiocanal
: USA
Unsere Wertung
5.0
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User Score:
9 votes
6.8

The Echo (2008)

The Echo (2)Viele Gruselfilme aus der ganzen Welt erfahren früher oder später ein Remake in Hollywood. Dazu gesellt sich nun auch der philippinische SIGAW, der im Remake auf den Namen THE ECHO hört und wie beispielsweise auch JU-ON/THE GRUDGE oder NIGHTWATCH/FREEZE von seinem ursprünglichen Regisseur neuverfilmt wurde. Der hört auf den Namen Yam Laranas und gab mit THE ECHO nach diversen Horrorstreifen in der Heimat sein US-Debüt.

Inhaltlich beschäftigt sich THE ECHO mit dem Ex-Sträfling Bobby, der nach seiner Rückkehr aus dem Knast in das alte Apartment seiner verstorbenen Mutter zieht, die dort verhungerte. Während er noch versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen, muss er sich mit seltsamen Geräuschen aus der Nachbarwohnung, seltsamen Fundstücken im eigenen Apartment und verängstigenden Visionen auseinandersetzen. Gab es einen Grund, warum sich seine Mutter verschanzte und wer ist der brutale Cop von nebenan? Was wissen die anderen Nachbarn?

The Echo (3)

 

Jeder, der in einem Mehrfamilienhaus wohnt, kennt die seltsame Familie über/unten/neben sich. Jedes Haus hat sie (manchmal ist man es sogar selbst) und man will gar nicht so recht wissen, was sie in ihren eigenen vier Wänden treiben, doch manchmal ist Wegsehen auch schlichtweg falsch.
Der Film setzt sich an verschiedenen Stellen mit dieser Frage auseinander und verleiht der Story damit einen ansatzweise sozialkritischen Touch, ist ansonsten aber typischer Geistergrusel auf den Spuren von Filmen wie THE GRUDGE, DER FLUCH DER ZWEI SCHWESTERN oder DARK WATER.

The Echo (4)

Dass Hauptdarsteller Jesse Bradford eine gewisse Ähnlichkeit zu Colin Farrell aufweist, kann man ihm schwer vorwerfen, dass der Film aber eine gewisse Ähnlichkeit zu anderen Werken aufweist, sehr wohl. Unheimliche Kinder, lange und dunkle Flure, gruslige Visionen und (ACHTUNG SPOILER) ein schreckliches Familiendrama.

Einige Aspekte werden im Laufe der Handlung nie ganz aufgeklärt und während man sich manches dennoch leicht zusammenreimen kann (teilweise gar zu früh), scheint es für andere Szenen keine logische Erklärung zu geben. So ist das Verhalten der Geister jedem gegenüber anders und während sie Bobby auch nach längerer Zeit nur belästigen, werden andere Personen schon nach Kurzem „entsorgt“, wieder andere bleiben unbehelligt.

The Echo (1)

Hier liegt der Verdacht nahe, dass man gerne etwas Logik geopfert hat, um den Film mit mehr Grusel- und Schreckelemten auszustatten. Grundsätzlich verzeihlich, da man gleichzeitig aber recht viel Zeit auf Bobbys Resozialisierung (Kontakt zur Ex-Freundin, Jobsuche) verwendet, doch auch nicht ganz konsequent.

Das Drehbuch versucht sich auch an einer Charakterzeichnung, die aber reichlich nach Schablone aussieht. Natürlich gab es einen vernünftigen Grund, warum der gutherzige Bobby im Knast war. Sein Arbeitgeber ist ein feiner Kerl, der selbst mal eine unfeine Vergangenheit hatte und Ex-Freundin Alyssa verzeiht ihm gerne alles…

Bei aller Kritik muss man aber sagen, dass der Eindruck, den THE ECHO bei jedem einzelnen hinterlässt wohl dadurch bestimmt wird, wie viel Bedeutung man diesen Plattitüden und Ungereimtheiten beimisst. Stellt man hübschen Grusel über anspruchsvolle Story, wird man zwar auch dort viele Momente finden, die einem bekannt vorkommen, aber dank anständiger Umsetzung dennoch für Gänsehaut gut sind.

The Echo (2008), 6.8 out of 10 based on 9 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. rueya
    28 Jan 2013, 10:27 pm

    Hab ich letztens gesehen und muss sagen, wirklich gut! Also die Story ist eine ganz gewöhnliche und hat nicht viel mit dem Geschehen zu tun, finde ich. Aber der Film ist sehenswert und erschreckend 🙂

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