Texas Killing Fields (4)

Texas Killing Fields (2011)

Darsteller: Sam Worthington, Jeffrey Dean Morgan, Chloë Grace Moretz
Regie: Ami Canaan Mann
Drehbuch: Don Ferrarone
Länge: ca. 105 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 07.05.2012 (DVD+BD Verleih); 10.07.2012 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Anolis
Land: USA
Unsere Wertung
4.5
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6.0

Der Titel TEXAS KILLING FIELDS erinnert zunächst an das Kriegsdrama THE KILLING FIELDS (1984). Da das bei der Übersetzung wohl auch auffiel, hat man den deutschen Untertitel SCHREIENDES LAND gleich mit übernommen.
Davon sollte man sich aber nicht in die Irre führen lassen; TEXAS KILLING FIELDS ist kein Kriegsfilm, allerdings auch kein Horrorfilm, sondern düsterer Thriller.

Behandelt werden die angeblich auf Tatsachen beruhenden Serienmorde an jungen Frauen in einer texanischen Öl-Stadt. Die Leichen werden im umliegenden Sumpfland gefunden.
Obwohl das Gebiet außerhalb der dienstlichen Reichweite der Polizei liegt, gehen 2 Ermittler den Ereignissen nach und ziehen damit die Aufmerksamkeit des Mörders auf sich, der bald telefonisch Kontakt zu den Cops aufnimmt.

Die gute Nachricht zuerst: TEXAS KILLING FIELDS ist nicht nur namhaft besetzt, sondern die Akteure halten auch was ihre Namen versprechen. Neben Sam Worthington (TERMINATOR 4, KAMPF/ZORN DER TITANEN) und Jeffrey Dean Morgan (WATCHMEN, THE RESIDENT) ist die inzwischen vielbeschäftigte Chloe Grace Moretz (LET ME IN, demnächst CARRIE) im Cast.

Ebenfalls positiv ist die Optik und die daraus resultierende Atmosphäre des Films. Texas City ist ein Ort, an dem man weder leben noch sterben möchte. Zwischen stinkenden Sümpfen und dreckigen Ölförderanlagen gibt es dort wenig zu lachen. Der Eindruck wirkt authentisch.

Und das ist gleichzeitig das Problem des Films: Auch wenn die angeblich wahre Geschichte nur lose auf realen Begebenheiten beruht, könnte man sich vorstellen, dass sich vieles tatsächlich so zugetragen hat, was aber leider auch bedeutet, dass die Figuren und ihre Beziehungen untereinander teilweise in wenig spannenden Momenten beobachtet werden. Man hat zusätzlich das Gefühl als Fremder bei den Protagonisten im Raum zu sitzen, ohne ihnen vorgestellt worden zu sein.

Die Aufgabe des einander bekannt Machens würde im Normalfall dem Drehbuchautor oder dem Regisseur zufallen, doch während Skriptschreiber Don Ferrarone hier sein Debut in dieser Funktion gibt, wurde der ursprünglich vorgesehene Regisseur Danny Boyle (28 DAYS LATER, TRAINSPOTTING) durch Ami Canaan Mann ersetzt, die bislang keine Highlights in ihrer Regiekarriere führt. Vater Michael Mann war hier übrigens Produzent.

Das alles ist bedauernswert, weil die Möglichkeiten des Films für den Betrachter spürbar sind, man aber immer darauf wartet, dass der Knoten platzt…leider vergeblich. Und so ist TEXAS KILLING FIELDS nur für diejenigen interessant, die Fans der genannten Schauspieler sind oder die Atmosphäre aufsaugen wollen.

Texas Killing Fields (2011), 6.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | 24 Mai 2012 | Reviews (Filme)

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