Tales from the Darkside

Tales from the Darkside – Geschichten aus der Schattenwelt (1990)

: Deborah Harry, David Forrester, Matthew Lawrence, Christian Slater, Steve Buscemi, Julianne Moore, David Johansen, Rae Dawn Chong
: John Harrison
: Michael McDowell, Stephen King, Arthur Conan Doyle, George Romero
: ca. 90 min
: ab 16
: 15.09.2005
: e-m-s
: USA
Unsere Wertung
7.0
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Tales from the Darkside – Geschichten aus der Schattenwelt (1990)

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

heute kommt mal zur Abwechslung ein Horrorfilm aus dem Jahre 1990, es handelt sich um “Tales from the Darkside – Geschichten aus der Schattenwelt”. Davon gibt es auch eine Serie, aber ich werde mich hier auf den Film beziehen. George A. Romero hatte übrigens hier auch seine Finger im Spiel und eine der Kurzgeschichten beruht auf einem Werk von Stephen King.

Zum Inhalt:
Die Hauptgeschichte ist simpel: Der kleine Timmy wird von einer Frau in einem Käfig gefangen gehalten und gemästet, um später in den Ofen geschoben zu werden. Ja, ich weiß, das klingt relativ albern :P, aber um nicht als Hauptgericht zu enden bzw. es hinauszuzögern, erzählt Timmy der Frau 3 Horrorgeschichten aus einem alten Buch:

Die 1. Geschichte: Ein Student erweckt eine alte Mumie, um sich an seinen Kommilitonen zu rächen.

Die 2. Geschichte: Ein alter reicher Mann heuert einen Profikiller an, um eine schwarze Katze zu töten.

Die 3. Geschichte: Ein Mann entkommt nachts nur knapp den Fängen eines Monsters und lernt kurz danach die Liebe seines Lebens kennen.

Meine Meinung:
Da ich mir im Vorfeld überhaupt keine Meinung darüber bilden konnte, bin ich ganz neutral an den Film rangegangen und wurde positiv überrascht, denn dieser Film übertrifft allein durch seine geniale Atmosphäre und seinen Gruselfaktor viele aktuelle Filme. Die meiste Zeit sind die Kurzgeschichten sehr düster gehalten und erzeugen so eine recht gute Spannung. Bei der Geschichte mit der Katze wäre erwähnenswert, dass der Zuschauer öfters das Geschehen aus dem Blickwinkel der Katze betrachtet, was den Spannungsfaktor noch ein wenig erhöht. Die Schockeffekte sind ebenfalls effizient gesetzt. Was die schauspielerische Leistung angelangt, also die Darsteller waren gut ausgewählt, ich fand nicht, dass irgendjemand in seiner Rolle falsch besetzt war. Ein paar Albernheiten (siehe ende der ersten Geschichte) waren vorhanden, aber lassen wir das einfach mal so stehen. Was die Maskerade angeht (Beispiel: Monster aus der dritten Geschichte), konnte ich mich nicht beschweren, da gibt es in aktuelleren Streifen noch schlechtere.

Den Gewaltgrad des Films stufe ich mittelmäßig ein, also wer abgetrennte Köpfe, 100 Liter Blut und herumfliegende Innereien erwartet ist hier falsch. Manche “Gewalttaten” kann man deutlich sehen, manche werden ausgeblendet und manchmal hat auch die ein oder andere einfach gefehlt.

Die Schwächen des Films müssen auch erwähnt werden. Manche Handlungen seitens der Schauspieler fand ich dann leider doch recht unfreiwillig komisch. Auch ist mir bekannt, dass die Grafikverhältnisse für das Jahr 1990 nicht so berauschend sind wie heute, so dass manche Leute den Film als zu alt abstempeln.

Ich möchte hier auch erwähnen, dass ich hier zur Abwechslung mal nicht das Gefühl hatte, dass man hier hätte mehr draus machen können etc. Der Film gefällt mir gut wie er ist und mit seiner Laufzeit von rund 86 Minuten gut bedient.

Ich will nicht sagen, dass der Film jeden ansprechen wird, viele werden auch sagen, sie haben sich kaputtgelacht, sind eingeschlafen und was ich nicht schon alles gehört hab, aber ich fand den Film insgesamt sehr überzeugend. Man darf auch nicht vergessen, dass er von 1990 ist.

Fazit:
Wenn man keine Lust mehr auf diverse Wiederholungsstreifen hat (sprich: 5 Leute fahren irgendwo hin und nur einer überlebt, wie sie schon 100 fach existieren, kann man hier gerne darauf zurückgreifen. Für Horrorfans wirklich sehenswert, aber auch hier bitte ungeschnitten…

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Birdman
    29 Sep 2010, 10:34 am

    ui, den hab ich vor ewigkeiten mal gesehen, die geschichte mit der katze beruht übrigens ursprünglich auf einem werk von edgar allan poe, wurde aber von stephen king geschrieben.

    alles in allem kann ich mich dem Piloten nur anscließen, ein wirklich sehenswerter film.

  2. Cryptkeeper
    17 Sep 2013, 12:02 pm

    Ja kann mich dem auch nur anschließen. Ich habe den Fim vor einigen Wochen gesehen und war auch sehr begeistert. Das ich eh ein Fan der Serie “Geschichten aus der Gruft” bin, war es ein reiner Genuss =). Die letzte Episode “Der Schwur der Liebenden” hat mir am besten gefallen. Für Horrorfans der alten Schule definitiv ein muss.

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