Swerve (2)

Swerve (2011)

: Jason Clarke, Emma Booth, David Lyons, Travis McMahon, Vince Colosimo, Roy Billing
: Craig Lahiff
: Craig Lahiff
: ca. 83 min
: ab 16
: 03.12.12 (DVD+BD Verleih); 04.12.12 (DVD+BD Verkauf)
: Ascot Elite Home Entertainment
: Australien
Unsere Wertung
4.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
1 vote
6.0

Swerve (2011)

Swerve (2)Schlägt man das Wort „Swerve“ im Wörterbuch nach, findet man eine Legion Bedeutungen, angefangen mit der direkten Übersetzung, die so viel wie „schlingern“ oder „Schlangenlinien fahren“ bedeutet, aber auch „eine Abweichung von der Wahrheit“ bedeuten kann.

Beides passt zum Film, wobei dieser mit einem tödlichen Schlingern beginnt, wodurch ein Drogendealer samt Auto im Graben landet und seinen Kopf verliert. Der Koffer voller Geld fällt dem ehrlichen Colin vor die Füße, der zufällig vorbeikommt und die Kohle beim örtlichen Sheriff abgibt. Doch der hat mit dem Koffer andere Pläne.
Als Colin die Frau des Sheriffs kennen lernt, eine Femme Fatale die unter ihrem gewalttätigen Mann leidet und ein brutaler Drogenfahnder ins Geschehen eingreift, gerät alles zunehmend aus dem Ruder.

Dass SWERVE kein lupenreiner Horror sein würde, war im Vorfeld absehbar, die Frage war eher, wie der Film als Psychothriller oder Film Noir im australischen Outback funktionieren würde.
Die Antwort: Na ja…

Swerve (1)

Will man Vergleiche zu anderen Filmen suchen, kommen Werke wie RED ROCK WEST oder U-TURN in den Sinn, bei letzterem war es sogar ebenfalls ein defekter Kühlerschlauch, der den Helden an der Weiterfahrt hinderte. Auch SWERVE wartet mit einer Dreiecks-, Vierecks-, X-Ecks-Geschichte auf und Autor/Regisseur scheint in letzter Zeit öfter mal bei Tarantino oder den Coen-Brüdern vorbeigeschaut zu haben.

Swerve (3)

Grundsätzlich macht er auch nichts verkehrt, mischt einige Morde mit etwas Action, einer Prise Wüstenerotik und der Frage wem man eigentlich trauen kann. Das ist alles handwerklich sauber umgesetzt und die Figuren tun selten etwas, dass nicht auch nachvollziehbar wäre, trotzdem will der Funke nicht wirklich überspringen. Zum einen hat man diese Elemente eben in anderen Filmen schon gesehen, zum anderen fehlt das gewisse Etwas. Weder hat SWERVE die abgefahrenen Dialoge eines Tarantinos noch die coolen Charaktere, die einen Coen-Film ausmachen.

Swerve (4)

Dadurch fehlt dem Streifen leider auch weitestgehend jener schwarze Humor, der hier wunderbar gepasst hätte und auch absurde Kills sucht man (vielleicht mit einer Ausnahme) vergebens.

Für einen Kurzbesuch macht man mit SWERVE nicht viel verkehrt, dies ist aber ein typischer Alzheimer-Streifen, der schnell wieder in Vergessenheit gerät und für Freunde von härterem Stoff ohnehin nur bedingt zu empfehlen ist.

Swerve (2011), 6.0 out of 10 based on 1 rating

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar