Storage 24 (5)

Storage 24 (2011)

: Noel Clarke, Colin O'Donoghue, Antonia Campbell-Hughes
: Johannes Roberts
: Noel Clarke, Davie Fairbanks, Marc Small
: ca. 83 min
: ab 16
: 25.10.2012 (DVD+BD)
: Universal
: Großbritannien
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
3.3

Storage 24 (2011)

Was verbindet Area 51, Hangar 18 und STORAGE 24? Neben der Aneinanderreihung von Wort und Zahl vor allem die Verbindung zu Außerirdischen.
Was verbindet F, ROADKILL und STORAGE 24? Der gemeinsame Regisseur Johannes Roberts.
War F ein brutaler und ernsthafter Film, der seine Spannung aus dunklen Schulfluren zog, konnte man bei ROADKILL eher über gutgelauntes (aber nicht minder brutales) Monsterfilmchen sprechen, das man entweder augenzwinkernd betrachtete oder gleich in den Eimer trat.
STORAGE 24 ist gewissermaßen ein Hybrid aus den beiden Vorgängern.
Eine Gruppe Menschen, die in einem dunklen Gebäude einem Gegner ausgesetzt ist, der von fast überall her auftauchen kann, was das Rezept für F und ist auch das Rezept für STORAGE 24.

Als ein Flugzeug über London abstürzt, rechnen die Bürger mit einem Unfall, vielleicht mit einem Terroranschlag, aber sicher nicht mit einer außerirdischen Bedrohung. Doch ein großes Alien verschlägt es in ein Selbstlagerhaus, wo es sich über die anwesenden Menschen hermacht.
Von ausgefeilter oder origineller Story braucht man hier nicht zu reden, das soll aber nicht zwingend als Kritik verstanden werden, denn Außerirdische, die sich durch Gänge, Schächte und Leitungen zwängen und Appetit auf Menschenfleisch haben, gibt es in vielen qualitativen Varianten.

Das hier gezeigte hat vieles von prominenten Vorgängern übernommen. Das Gesicht mit PREDATOR-Krallen ausgestattet, kriecht es auch gerne mal in ALIEN-Manier die Decke entlang.
Trotzdem wirkt die Optik manchmal etwas künstlich, was sich mit schnelleren Schnitten und einem geschickten Spiel aus Licht und Schatten wohl hätte vermeiden lassen. Immerhin sieht das Vieh größtenteils handgemacht aus und weist keine unnötigen Pixel-Pickel auf.

Da Drehbuchautor (auch Produzent und Hauptdarsteller) Noel Clarke wohl bemerkte, dass sich mit diesen Waffen noch keine Schlacht gewinnen lässt, wurde die Handlung um eine Dreiecksromanze erweitert, wie man sie sonst nur in SAT1-Zweiteilern mit Heino Ferch findet. Die zeigt den unglücklichen Charlie, der seine Ex-Freundin in besagtem Lagerhaus trifft. Dumm nur, dass der Nebenbuhler auch dabei ist.
Dumm auch, dass es die Protagonisten nicht schaffen, ihr Geplänkel auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sondern zwischen Fliehen, Verbarrikadieren und Sterben auch noch Zeit finden ihre Beziehung zu diskutieren.
Dass man in einen vergleichbaren Film eine persönliche Ebene einfließen lassen kann, zeigte Roberts mit F, hier gelingt das nicht glaubhaft.

Der ebenfalls enthaltene britische Humor, versteckt sich meist im Detail, wirkt aber ebenfalls immer dann deplatziert wenn er dicker aufgetragen wird.

Im Kontrast zu diesen romantischen und lustigen Anleihen stehen die Augenblicke in denen das Monster sich seine Beute in den düsteren Gängen zwischen den Lagercontainern sucht. Hier macht man keine Gefangenen und beißt kraftvoll zu.

In Summe lässt sich STORAGE 24 entweder als Low Budget – Version des aktuellen ATTACK THE BLOCK einordnen oder als weitere Verbeugung Roberts vor Klassikern wie ALIEN(S), DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT und Konsorten.

Schlecht ist der Film nicht, gut aber auch nicht.

Storage 24 (2011), 3.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Tschinderassa
    22 Mai 2013, 8:36 pm

    Schade um die 83 Minuten

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