Spiderhole Cover

Spiderhole (2010)

: Amy Noble, Emma Griffiths Malin, George Maguire
: Daniel Simpson
: Daniel Simpson
: 78 min.
: 18
: 24.02.2012
: Ion NewMedia
: Irland
Unsere Wertung
4.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
4 votes
2.0

Spiderhole (2010)

SPIDERHOLE stammt aus Irland. Dort findet der Umgang  mit Geistern und Fabelwesen traditionell ungezwungen statt, doch damit hat der Film gar nichts am Hut. Viel lieber will man sich mit den großen Namen des Folterfilms wie SAW und HOSTEL messen. Das kündigt zumindest das DVD-Cover an und tatsächlich erinnert die eine oder andere Szene an die Vorbilder, dazu aber später mehr.

Bevor die Aderpresse zum Einsatz kommt folgen wir Zoe und ihren Freunden, die sich als Hausbesetzer versuchen und sich in einer großen, heruntergekommen Villa einnisten.
Ist am ersten Abend die Freude über die gewonnene Freiheit noch groß, folgt schon am nächsten Morgen die Ernüchterung. Alle Fenster und Türen sind plötzlich verschlossen und zwar von innen. Gleichzeitig ist das Werkzeug verschwunden und niemand anderes weiß, wo die vier sind.
Spielt einer von ihnen den anderen einen bösen Streich oder ist noch jemand im Haus?

Auch wenn das Thema Hausbesetzung unverbraucht scheint, ist es doch nur der austauschbare Aufhänger für alles was folgt. Wir wissen, dass in Pornos der Klempner nicht da ist um ein (Wasser-)Rohr zu verlegen und wir wissen, dass diese sauberen Kids kaum in einer solchen Bruchbude wohnen wollten. Andererseits sind neue Ansätze heutzutage überall schwer zu finden und eine gute Inszenierung kann über manchen Logikfehler hinweghelfen. Da fehlt es Regie- und Autoren-Debütant Daniel Simpson aber an Erfahrung.
Es wird viel geheult, durcheinander geredet und geflucht, nachvollziehbare Aktionen lassen die Protagonisten aber vermissen. Dass die Helden blutverschmierte Wäsche finden und nicht frühzeitig das Weite suchen, spricht ebenso gegen ihre Intelligenz wie gegen die Intelligenz des gewieften Fallenstellers, der die Blutlappen einfach herumliegen lässt.

Anfangs schafft es SPIDERHOLE durch das marode Haus eine gruslige Atmosphäre aufzubauen, diese weicht aber schnell einer paranoiden Stimmung und einer hübschen Portion Gewalt. Mitunter wird wie in HOSTEL ein Auge entfernt und wie in SAW ein Bein abgesägt. Aber da eine Kopie das Original selten schlägt, ist SPIDERHOLE weder so klug wie SAW noch so roh wie HOSTEL.

Was man den Filmemachern nicht anlasten kann, den deutschen Genuss aber kaum steigert, ist eine holprige Synchronisation , die sich letztlich aber zu holprigem Schauspiel und holprigem Gesamteindruck gesellt.

Spiderhole (2010), 2.0 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. sheep
    24 Mrz 2012, 4:54 pm

    Auch wenn der Film wohl nicht das gelbe vom ei zu sein scheint…. fände ich es doch gaaaaaaaaaaaaaaanz nett, wenn bei der review nicht gespoilert wird. . . sollte ich den film nämlich und trotz nicht besonders rosig klingender review den film ansehen wollen, möchte ich nicht vorher schon wissen ob beine abgetrennt und augen entfernt werden. Danke, danke 😀

  2. Mick
    24 Mrz 2012, 6:19 pm

    @sheep: Ehrlich gesagt war mir nicht bewusst, dass das Aufdecken dieser Geheimnisse überhaupt als spoilern verstanden werden könnte, ich kann dir aber versichern, dass du mit der Kenntnis genauso viel Spaß haben wirst, da beide Szenen völlig austauschbar sind und nichts am Plot ändern.

  3. sheep
    25 Mrz 2012, 12:17 pm

    @mick….. spoilern ist dann ja doch für jeden etwas anderes und hierbei ging es ja auch nicht um einen wesentlichen handlungsstrang (oder doch!?) egal…… und ja, die beiden szenen sind austauschbar und offen gestanden (nachdem ich den film jetzt gesehen habe) auch völlig für den PO! Auch sonst lohnt der Film nicht! es sei denn, jemand sieht so eine art film dieses genres zum ersten mal. alten hasen zucken hier höchstens ab und an die mundwinkel zum gähnen nach oben!! Wie zur hölle kommt es immer wieder zu solchen synchronisationen????

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