Special: Die 10 besten Backwood-Filme
Es wurde geschrien, es wurde gelitten, es wurde geheult und geflucht…kurzum, es war der Horror.
Nein, die Rede ist nicht von den Filmen, die wir euch gleich ans Herz legen wollen, sondern von den Redaktionssitzungen und den dazugehörigen Debatten, die dazu dienten DIE 10 BESTEN BACKWOOD – FILME zu orten.
Wir haben es uns nicht leicht gemacht und das begann schon mit der Frage, wo Backwood – Filme anfangen und wo sie aufhören.
Eine klare Defintion findet sich selten und selbst auf dem schier allwissenden Wikipedia existiert kein eigener Beitrag, sondern nur eine kurze Bemerkung im Thema Slasherfilm:
„In dieser Filmgattung dreht sich die Handlung um eine Gruppe Stadtbewohner, die in der Provinz in die Fänge unzivilisierter Hinterwälder geraten…“
Der ein oder andere mag das Feld noch enger abstecken, wir wollten euch in unserer Auswahl aber nicht 10x den gleichen Film präsentieren und haben euch hier einige sehenswerte Filme aus verschiedensten Epochen und Ländern zusammengetragen (in alphabetischer Reihenfolge).
BACKWOODS (Großbritannien, Spanien, Frankreich 2006)
Gary Oldman findet auf einem Jagdausflug mit seinen Freunden ein verwahrlostes Mädchen. Die Männer nehmen das Kind mit nach Hause, was sich als Fauxpass entpuppt, denn die degenerierte Sippe des Mädchens ist ihnen bereits auf den Fersen und setzt alles daran, die unliebsamen Zeugen zum Schweigen zu bringen.
Ein eher ruhiger Vertreter des Genres im Stile der 70er Jahre.

DELIVERANCE – BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (USA 1972)
Der Großvater des Backwood-Films. Auch mit fast 40 Jahren auf dem Buckel, geht vor allem die homosexuelle Vergewaltigungsszene an die Substanz. Mit Jon Voight und Burt Reynolds hochwertig besetzt.

EDEN LAKE (Großbritannien 2008)
Ein Paar stößt auf eine Bande von Kids und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod mitten im Wald. Böse, kompromisslos und mit Sicht auf heutige Jugendgewalt gar nicht weit vom realen Horror entfernt.

FRONTIER(S) (Frankreich, Schweiz 2007)
Ein abgeschiedenes Motel, Bankräuber auf der Flucht, Nazis, Menschenfresser und Schweineställe. Ein extremer Mix, der natürlich aus Frankreich kommt.

THE HILLS HAVE EYES (USA 2006)
Alexandre Aja hat mit diesem Film einen klassischen Backwood-Film in die Neuzeit geholt, böse, dreckig, Old-School, aber nicht verstaubt. Die Mutanten gehören zu den fiesesten Hinterwäldlern der Leinwandhistorie.

THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE (USA 1974 und 2003)
Während Tobe Hoopers Original von 1974 nicht nur Begründer des Backwoodslashers wie wir es heute kennen war, sondern zweifelsohne zu den Größen des gesamten Horrorgenres gehört und zahlreiche Anspielungen auf damalige gesellschaftliche und politische Probleme beinhaltet, setzt die Neuverfilmung von 2003 auf schicke Henkersoptik. Selten wurde im Nirgendwo ästhetischer gemetzelt.

TIMBER FALLS (USA 2006)
Ländliche Abgeschiedenheit, jedoch weit entfernt von einer “ländlichen Idylle. Paradebeispiel für das blutige Hinterwaldmärchen, gemacht aus Inzucht, religiösem Wahn und blutigem Psychoterror im “Namen des Herrn”. Sonntagsstaat statt Latzhose, aber dreckig wie ein Camping Ausflug in Haddonfield oder ein Kaffeekränzchen bei Mr. Vorheese.

TUCKER & DALE VS. EVIL (Kanada 2010)
Was SHAUN OF THE DEAD für den Zombiefilm war, ist TUCKER & DALE VS. EVIL für den Backwoodfilm: Altbekanntes Setting mit 2 Backwoods und ein paar Teenies, nur dass das Klischee auf den Kopf gestellt wird, mühelos, urkomisch, mit Herz und Blut.

WOLF CREEK (Australien 2005)
Australischer Stoff mit frischen, unbekannten Schauspielern, einer fast schon subtil erzählten Einleitung und dem umso schmerzhafteren Schlag in die Fresse, wenn der Killer die Daumenschrauben ansetzt und Menschen an die Wand nagelt oder aus nächster Nähe Schießübungen macht.

WRONG TURN (USA 2003)
Spannende, schnelle und monströse Menschenjagd durch den Wald. Fast schon zu detailliert blutig, aber auf alle Fälle ein wahrhaftiger Schocker.





