SPM (4)
Unsere Wertung
4.5
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5.0

Sorority Party Massacre

Manche Titel beschreiben ganz gut, was man von einem Film erwarten darf und SORORITY PARTY MASSACRE ist tatsächlich eine blutige Studentenparty, nicht mehr und nicht weniger.
Nachdem die Tochter seines Vorgesetzten verschwindet, macht sich der gewalttätige Detective Watts aus der Großstadt auf ins ländliche Grizzly Cove.

Dort stellt er nicht nur schnell fest, dass die lokalen Polizisten unfähig sind, sondern auch, dass seit vielen Jahren immer wieder Studentinnen verschwinden und die Gruppe hübscher Mädchen, die sich in der Stadt aufhalten und einer Studentinnen-Verbindung angehören, in großer Gefahr schwebt.

Die ersten Minuten des Films erinnern wohl nicht ganz unbeabsichtigt an SCREAM, statt nach dem favorisierten Horrorfilm wird hier aber nach der schrecklichsten Art zu sterben gefragt und im Laufe des Films auch mehr als einmal umgesetzt.
Zunächst lernen wir aber auf unterhaltsame Weise Detective Watts kennen, dessen berufliche Ausraster in rasanten Rückblenden gezeigt werden.
Das Spiel wiederholt sich später noch einmal zur Vorstellung der Studentinnen. Die Einspieler sind nett anzusehen, die Damen bleiben letztlich aber doch austauschbare Opfer ohne Wiedererkennungswert.

Nett anzusehen sind auch die Studentinnen selbst…oder hat jemand erwartet, dass es hier um innere Werte geht? Da wird in zu kurzen/engen Kleidungsstücken geräkelt oder sexuelle Anspielungen rausgehauen. Ein paar Brüste gibt es auch zu sehen und man wähnt sich nicht zuletzt wegen einiger platter Dialoge und dem Gastspiel von Ron Jeremy in einem Porno, letztlich bleibt SORORITY PARTY MASSACRE aber doch sehr züchtig und verspricht mehr, als er halten kann.

Das wiederum setzt sich in allen Belangen fort. Beginnt der Film noch vergleichsweise kreativ, stellt sich vor allem im Mittelteil belanglose Langeweile ein, bevor gegen Ende ziemlich jede Figur eine 180°-Wendung vollzieht.

So was kennt man aus klassischen Krimis und auch in SORORITY PARTY MASSACRE darf mitgeraten werden, wer den Mädchen und Kleinstadtbewohnern den Garaus macht, aufs richtige Ergebnis kommt man aber wohl nur aus Zufall. Ansonsten ist der Film ein handelsüblicher Slasher, von dem man nicht so recht weiß, aber er lustig ist, nur lustig sein möchte oder sich sogar ernst nimmt.

Auch wenn der rote „ab 18“-Papper auf dem Cover prangt, liegt dies offenbar an den vorhandenen Trailern oder dem Bonusmaterial, denn der Film selbst ist ungeschnitten „ab 16“ freigegeben. Das wundert nur teilweise, denn brutal geht es hier und da schon zu, meist aber doch abseits des Bildschirms.

Wie man den Film persönlich findet, könnte von Geschlecht, Blutalkohol und Hang zu Zoten abhängen.
Frauen, die sich die Beine nicht rasieren, werden SORORITY PARTY MASSACRE nicht mehr als 2 Punkte abgewinnen (einen davon, weil die Disc eine gute Frisbee ist). Männer in Bierlaune werden bei mindestens 5 Punkten einsteigen und pro geleertem Six-Pack einen Grund für einen weiteren Punkt finden.


Sorority Party Massacre, 5.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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