Shark Night (2)

Shark Night (2011)

Darsteller: Sara Paxton, Dustin Milligan, Chris Carmack
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: Jesse Studenberg, Will Hayes
Länge: 91 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 27.04.2012 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Universum Film GmbH
Land: USA
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
5 votes
3.6

Ist es Übertreibung zu behaupten, dass DER WEISSE HAI auch nach mehr als 35 Jahren noch das Maß der Dinge ist, wenn es um Gefahr aus dem Wasser geht?
Hunderte schickten sich seither an, ihre Haie, Oktopusse, Alligatoren, Piranhas und sonstiges Getier auf Badegäste loszulassen um den großen Weißen vom Thron zu stürzen.
Auch SHARK NIGHT ist ein Vertreter dieser Zunft und versuchte sein Glück im Kino in 3D.

Ein paar Collegekids wollen das Wochenende im entlegenen Strandhaus von Saras Eltern verbringen. Als einer der Jugendlichen nach einem Wakeboard-Unfall einen Arm verliert sieht es für die anderen zunächst wie ein tragischer Unfall aus. Schnell wollen ihn seine Freunde ins entfernte Krankenhaus bringen, müssen aber feststellen, dass das Gewässer voller Gefahren ist, Sara ein Geheimnis hat und ihnen nicht alle Einheimischen wohlgesonnen sind.

Um SHARK NIGHT zu mögen, sollte man mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen: Dieser Film wurde nicht gemacht, um tiefsinnig zu sein oder realistisch oder innovativ. Dieser Film wurde gemacht um Menschen zu unterhalten, die genau darauf pfeifen.
So kann man sich nach 5 Minuten denken, wer am Ende noch lebt und wer nicht. Die Figuren bleiben blass, ihre Körper sind hingegen gut gebräunt und knackig.
Auch ein Jahr nach TUCKER & DALE schreckt man nicht davor zurück die Collegekids beim Schnapskauf an der letzten Tanke in ein paar rotzige Rednecks laufen zu lassen und selbstverständlich findet man einen Grund, warum Handyempfang nicht zu haben ist.
Auf derartige Klischees sollte man sich einstellen, sie vielleicht sogar wertschätzen.

Auf der anderen Seite versucht man aus der alten Wolle einen neuen Pullover zu stricken und kombiniert den Schatten auf Saras Vergangenheit mit Backwood-Anleihen und Hai-Action. So werden die Versatzstücke in eine wüste Story gepresst, die (Achtung Spoiler) zwischen vergangener Liebe und Hai-Snuff endet.

 

Die Fische stehen logischerweise im Vordergrund und wir bekommen nicht nur viele, sondern auch viele verschiedene Arten zu Gesicht (ein Umstand über den man besser auch nicht lange nachdenkt).
Mechanische Attrappen und computeranimierte Fische halten sich etwa die Waage, in beiden Fällen wurde meist professionell gearbeitet. Das kann auch für die restliche Technik gesagt werden. Auch wenn die Effekte gegenüber PIRANHA, der ganz offensichtlich als Vorbild diente, weit weniger blutig ausfallen, ist die Umsetzung anständig.

Allerdings ist SHARK NIGHT-Regisseur David R. Ellis (FINAL DESTINATION 2&4, SNAKES ON A PLANE) nicht Alexandra Aja und wenn eine nicht weniger krude PIRANHA-Story dank etlicher Over-the-Top Momente zündete, gelingt das hier nur mit Abstrichen.

Daher kann sich DER WEISSE HAI entspannt zurücklehnen, er bleibt der größte Fisch im Wasser.

Shark Night (2011), 3.6 out of 10 based on 5 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | 26 Apr 2012 | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar

Bilder

Shark Night (4)
Shark Night (1)
Shark Night (2)
Shark Night (3)