Sector 7 (2)

Sector 7 (2011)

Darsteller: Ahn Sung-kee, Ha Ji-won, Oh Ji-ho, Park Chul-Min
Regie: Kim Ji-hoon
Drehbuch: Je-gyun Yun
Länge: 97 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 16.07.2012 (DVD+BD Verleih) 24.07.2012 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: MFA+ / Ascot Elite Home
Land: Südkorea
Unsere Wertung
3.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
1 vote
5.0

Man kann wohl behaupten, dass der Südkoreaner THE HOST ein kleiner Überraschungshit war und wie das mit Überraschungshits oft so ist, finden sich in der Regel rasch Nachahmer und auch wenn die Deepwater Horizon – Katastrophe und die generelle Energieproblematik fruchtbaren Boden für SECTOR 7 boten, bewegt sich der Film doch auch im Fahrwasser von THE HOST.

Dementsprechend haben wir es wieder mit einem koreanischen Creature Feature zu tun, das sich allerdings als Location eine Ölbohrinsel ausgesucht hat. Dort im Sector 7 erwartet man große Funde, steht dann aber kurz vor der Aufgabe. Nur die junge Cha will durchhalten und glaubt an die Mission. Als ihr Mentor eintrifft wendet sich das Blatt und bald sprudelt das schwarze Gold. Doch der Trupp hat am Meeresgrund noch etwas anderes gefunden: kleine brennbare Wesen, die eine Lösung für alle Energieprobleme sein könnten, wäre da nicht ein extrem großer und hungriger Vertreter dieser Spezies.

Wenn ihr wissen wollt, wohin all der Pathos geht, den Michael Bay in seinen Filmen nicht unterbringen kann, schaut euch die erste halbe Stunde des Films an. Hier werden Daumen in die Luft gereckt, gehighfived was das Zeug hält und Durchhalteparolen gewälzt. Im Falle von Cha könnte man denken, dass es nicht nur um ein paar Millionen Barrel Öl, sondern um ihr persönliches Seelenheil geht. Aber auf dieser Bohrinsel ist alles anders. Die gutgelaunten Flitzpiepen scheren sich nicht um Hierarchien; hier sind Ingenieure, Ärzte, Mechaniker und der Kapitän gleichberechtigt, weswegen es auch keinen kümmert, dass die Kollegen Motorradrennen (!) veranstalten, was nicht nur gefährlich erscheint (kein Helm), sondern auch unrealistisch und vor allem schlecht getrickst, denn ganz offensichtlich bewegt man sich vor einem Green Screen und die “Sonne” erzeugt mehrere Schatten in verschiedene Richtungen.

Da verwundert es, dass das Monster, das erst relativ spät in voller Größe auftaucht, doch anständig umgesetzt wurde. Zwar haben wir es eindeutig mit CGI zu tun, und etwas mehr Schatten hätte nicht geschadet, weswegen man sich leicht satt sieht, aber das Wesen aus dem THE THING-Remake war auch nicht besser animiert.

Apropos: THE THING, ALIEN und etwas ABYSS, sind natürlich Vergleiche, die sich aufdrängen, wobei sich SECTOR 7 keinesfalls auf Augenhöhe bewegt, sondern in etwa dort anzufinden ist, wo ältere Nachahmer a la DEEP STAR SIX rumlungern.

Es ist schwer zu sagen, ob SECTOR 7 ernst genommen werden will, da er zwar keinen Humor einsetzt, andererseits doch durch massives Overacting und einer mitunter comichaften Optik auffällt.
Als Zuschauer sollte man jedenfalls damit rechnen viele bekannte Elemente und einen gewissen Trash-Faktor anzutreffen.

Sector 7 (2011), 5.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | 13 Jul 2012 | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Philipp
    13 Jul 2012, 9:25 pm

    Unterhaltsam geschrieben! Ich fürchte der Film ist dann doch nicht unterhaltsam genug, um von mir gesehen zu werden…

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