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Ruhe in Frieden, H.R. Giger

 

GigerMit großer Trauer müssen wir heute berichten, dass H.R. Giger tot ist. Mit 74 Jahren verstarb der schweizer Künstler in Zürich an den Folgen eines Sturzes.

 

Wir als Horrorgemeinde, kennen Hansruedi Giger, kurz H.R. Giger natürlich für seine atemberaubenden Werke, die er unter anderem für berühmte Filme wie ALIEN oder auch SPECIES schuf.
Hansruedi wurde am 5. Feburar 1940 in Chur geboren und galt als Kind als scheu und eher zurückhaltend. Er wuchs in einer katholischen Familie auf. Diesen Einfluss kann man in seinen späteren Werken, seinen düsteren, albtraumhafen Kunstwerken, noch oft erkennen. 1962, nach Abschluss seines Abiturs, studierte Giger Innenarchitektur und Industriedesign. Bereits während dem Studium entstanden die ersten Werke, wie die Tuschezeichnung “Atomkinder“. Lange Zeit allerdings blieb er unentdeckt. Während er weiter in seinem erlernten Beruf des Innenarchitekt tätig blieb und auch Möbel kreierte, entstanden Werke wie “Koffer-Baby“, „Gebärmaschine“ oder „Astreunuchen“, mit denen er dann das erste Mal kommerziellen Erfolg verzeichnen konnte. Das Bild “Astreunuchen” z.B. zeigt ein großes Wesen, das auf einem gigantischen Stuhl sitzt. Das Wesen, das stark an das versteinerte Wesen, den “EasyRider”, im ersten ALIEN-Film erinnert. Tatsächlich war Regisseur Ridley Scott so beeindruckt von Gigers Buch “Necronomicon” aus dem Jahr 1977, dass er den Regisseur für ALIEN unter Vertrag nahem und ihn das ikonische Alien, den “Xenomorph“, entwerfen ließ.

 

Astreunuchen

 

Bereits ab 1968 arbeitete Giger schon komplett im Filmbereich als Szenen- und Kostümbildner. So auch für ALIEN (1979) und SPECIES (1995). Für ersteren erhielt er 1980 sogar einen Oscar im Bereich “beste visuelle Effekte“.

 

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Giger mit einem Alien-Ei, aus dem später der “Facehugger” schlüpft.

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SPECIES III

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutlich zuordnen kann man Gigers Kunst dem Surrealismus, der starke Einflüsse aus dem phantastischen Realismus bekommt. Der Begriff “Biomechanoiden” wurde durch Giger geprägt. Damit gemeint ist eine Verschmelzung von Technik, Mechanik und dem Kreatürlichen (sprich: Kreaturen). Gemischt hat er das oft mit morbiden, sexuellen Andeutungen.

 

Neben ALIEN und SPECIES wirkte er auch mit in POLTERGEIST II oder KONDOM DES GRAUENS. Seine Arbeit für  in DUNE wurde durch den Wechsel des Regisseurs gestrichen, wie auch sein Entwurf des Batmobils für BATMAN FOREVER.

 

Emerson, Lake & Palmers "Brain Salad Surgery"

Emerson, Lake & Palmers “Brain Salad Surgery”

Berühmte Musiker verwendeten Gigers Kunst für die Cover ihre Schallplatten und CDs, wie Emerson, Lake & Palmer auf Brain Salad Surgery oder drehten Musikvideos unter seinem Einfluss. Die Böhsen Onkelz, zum Beispiel, drehten für das Lied “Dunkler Ort” im H.R. Giger Museum in Gruyéres. Jonathan Davis, der Sänger der Band Korn, ließ sich von Giger eigens einen eigenen Mikroständer entwerfen.

 

Neben genannten Museum gibt es in Gigers Geburtstadt Chur übrigens auch ein Giger Bar, die komplett in seinem Stil gehalten ist.

 

Giger lebte und arbeitete in Zürich-Seebach, wo er gestern, dem 12. Mai 2014 den Folgen eines Sturzes erlag. Er wurde 74 Jahre alt. Seine Kunst wird unvergessen bleiben.

 

 

 

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Geschrieben von Rinn Gomory | Horror Heads

1 Kommentar

  1. Rudolf Schock
    30 Mai 2014, 5:08 pm

    R.I.P. Giger! Ich bin auch Airbrusher und Goger hat mich sehr inspiriert und in der Technik beeinflusst. Ich hab einen guten Teil meiner Jugend intensiv (im mal-technischen Sinne) mit seinen Bildern verbracht.

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