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Wound (2010)

: Kate O'Rourke, Te Kaea Beri, Campbell Cooley
: David Blyth
: ca. 72 min + 4 min
: ab 18
: 29.07.11 (DVD+BD)
: Ion NewMedia
: Neuseeland
Unsere Wertung
2.0
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8.0

Wound (2010)

Die Kombination „Horror“ und „Neuseeland“ ist für gewöhnlich ein Hinweis auf Filme von Peter Jackson. Mit WOUND kommt hingegen ein Film von der anderen Erdseite, der Jacksons Frühwerken in Thema graphische Gewalt in nichts nachsteht, dabei aber weit weniger eingänglich ist, als z.B. BAD TASTE oder BRAINDEAD.

Im Mittelpunkt stehen Susan und ihre Tochter Tanja. Während Tanja ihre Mutter sucht, ist diese der Ansicht ihre Tochter sei tot. Sie selbst ist dem Wahnsinn gefährlich nahe, ausgelöst durch die Vergewaltigungen durch ihren eigenen Vater. Oder ist Tanja tatsächlich tot?

WOUND ist ein Film, der mehr Fragen als Antworten liefert. Surreale Szenen reihen sich aneinander und auf eine lineare Erzählweise wird verzichtet.
Das alleine macht es dem Zuschauer nicht leicht einen Zugang zu finden, zumal es keinen echten Sympathieträger gibt, der uns durch den Film führt.

Des Öfteren werden als Vergleich mit WOUND die Filme David Lynchs bemüht, der sich ebenfalls im Abstrakten verliert und damit polarisiert. Im Falle von WOUND muss man sich hingegen fragen, ob alles was grotesk und bizarr ist, auch automatisch als Kunst zu deuten ist.

Eher ist das hier gezeigte ein Sammelsurium an Sexspielarten der härteren Gangart. Fetisch, SM, Bondage, Vergewaltigung und Inzest und nichts davon ist besonders einladend dargestellt.
Dazu werden wir Zeugen einer Kastration und einer eigenartigen Geburt, aber auch ganz „normaler“ Gewalt. All das schafft es durchaus den Zuschauer zu verstören, wirkt aber wie eine beliebige Aneinanderreihung. Viele Effekte sind zwar drastisch aber handwerklich unterdurchschnittlich.
Da die deutsche Version aber ohnehin um rund 4 Minuten kürzer sein wird, kann es sein, dass viele gar nicht in den Genuss dieser Szenen kommen.

Der Film erstrahlt im bekannten Indie-Look, d.h. gerne mit unpassender Beleuchtung und warum die Kamera immer wieder von der gewöhnlichen 3.-Person-Ansicht auf statische Überwachungskameras (die an ungewöhnlichen Orten angebracht sind) wechselt, erschließt sich nicht.

Fazit: Wer auf Blümchensex steht, sollte um den Film ohnehin einen weiten Bogen machen, interessant ist WOUND aber nur für diejenigen, die in jedem Farbklecks Kunst entdecken und sich gerne mal den Arsch versohlen lassen….

Wound (2010), 8.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. NiGhTmArE JuLiScHa
    11 Aug 2011, 8:56 pm

    Was für ein kranker Scheiss … aber ich glaube ich werde mir den film ansehe … wird bestimmt sehr interesant werden =)

  2. Ratte
    12 Aug 2011, 9:24 pm

    Einfach nur Schrott.

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