World Invasion: Battle Los Angeles (2011)

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Der Titel ist Programm: außerirdische Aggressoren haben sich wieder einmal dazu aufgerafft, die Erde kolonialisieren zu wollen.
Zu diesem Zweck schicken sie in einer groß angelegten Offensive ihre Bodentruppen als getarnten Meteoritenschwarm auf den blauen Planeten und machen in kürzester Zeit alles platt, was da kreucht und fleucht.
Die hastig zusammengewürfelte Resistánce, die aus dem kläglichen Rest des einst so umfangreichen Arsenals globalen Wettrüstens und den noch verbliebenen kämpfenden Truppen besteht, sieht sich einem gut organisierten und skrupellosen Feind gegenüber.

Los Angeles, eine der letzten noch einigermaßen intakten und operierenden Bastionen des angeschlagenen Militärapparates, wird zur letzten Hoffnung auf Widerstand. Dabei lautet die Devise: Rückzug? Zum Teufel!

Regisseur Johnathan Liebesman, der bisher Filme wie DER FLUCH VON DARKNESS FALLS, TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE BEGINNIG und EXPERIMENT KILLING ROOM realisierte, erzählt die Geschichte einer Alieninvasion aus der Sicht des Militärs, was den Film de Facto zu einem Kriegsfilm macht.
Die Tatsache, dass das Drehbuch aus der Feder von Christopher Bertolini (WEHRLOS – DIE TOCHTER DES GENERALS) stammt, der sich mit dem militärischen Alttag bestens auskennt, sorgt für die nötige Authentizität. Shane Black, der sich dagegen mit seinen Drehbüchern für Genrefilme im Actionbereich einen Namen machen konnte (LETHAL WEAPON, LAST BOY SCOUT), sorgt für die Blockbuster-tauglichen Adrenalinschübe und die unvermeidliche Portion Patriotismus, die amerikanische Kriegsfilme nun einmal automatisch dazu servieren.

Die Darsteller können allesamt überzeugen. Besonders Aaron Eckhart (THE DARK KNIGHT) „rockt das Set“ als alternder Marine, der seine Sinneskrise über einen gescheiterten Auftrag kompensiert, indem er im globalen Chaos aufblüht und die außerirdische Bedrohung quasi im Alleingang zurück ins All zu bomben gedenkt.
Michelle Rodriguez (MACHETE), Bridget Moynahan (I ROBOT), Ramon Rodriguez (DAS GESETZ DER EHRE) und Michael Peña (L.A. CRASH) machen ihre Sache sehr gut und überzeugen in ihren Rollen, die allerdings recht plakativ bleiben und sich im weiteren Verlauf kaum von ihren Stereotypen lösen oder diese weiterentwickeln können.

Alles in allem ist der Film also durchaus sehenswert und gut inszeniert. Durch die fast schon dokumentarische Kameraarbeit, die nicht ganz so schmutzig wirkt, wie ein typischer Found-Footage-Film, aber dennoch rauh und authentisch rüberkommen möchte, wird der Zuschauer auf durchaus mitreißende Art und Weise in das Geschehen einbezogen, sodass man sich fast wie ein Beteilgter vorkommt.
Das ist zum Teil sehr gut, da es das Geschehen auf der Leinwand zugänglicher macht und realistischer wirken lässt, beschränkt den Film jedoch auf die Bereiche und Geschehnisse, die Aaron Eckhart und seinem Evakuierungsteam vor die Linse kommen.

Zu Recht kann man bemängeln, dass W.I.B.O.L.A. nicht der groß angekündigte und von allen Seiten erhoffte Alien-Film geworden ist, sondern eher ein routiniert und spannend in Szene gesetzter Kriegsfilm, bei dem einige Alibialiens die Rolle der Aggressoren einnehmen.
Die außerirdische Technologie macht nicht unbedingt den Eindruck, Errungenschaft einer höher entwickelten Zivilisation zu sein, sondern wirkt, mit ihrem archaischen, an Dampfmaschinen erinnernden Look, eher an stotternde Ottomotoren veralteter Traktoren, doch gerade dieser Umstand fällt eher positiv auf. Die Raumschiffe und Waffen der Aliens haben nichts zu tun mit den durchgestylten Kampfjets und Raumstationen von STARGATE oder BABYLON 5 und wirken so bodenständiger und glaubwürdiger.

Fazit: Insgesamt wirkt W.I.B.O.L.A. wie ein Mix aus BAND OF BROTHERS, INDEPENDANCE DAY und DISTRICT 9, hält jedoch immer den Action- und Patriotismuslevel auf „Stirb-langsam-Niveau“ und punktet eher mit dreckig gefilmten Kampfszenen und der mit der Keule vermittelten Botschaft eines Steven-Seagal-Films, als mit schleimig grinsenden Aliens mit ausfahrbaren Gebissen oder coolen Laserkanonen.
Wer den relativ hohen Anteil an Patritoismus verschmerzen und realistisch inszenierten Kriegsfilmen etwas abgewinnen kann, sollte WORLD INVASION: BATTLE OF LOS ANGELES nicht verpassen!

World Invasion: Battle Los Angeles (2011), 6.5 out of 10 based on 2 ratings

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8 Kommentare

  1. firstmattheo on

    Klingt gut. Der Trailer hat mir gefallen falls es ins Kino nicht reicht, klappt es auf DVD.

  2. ericVOnsperic on

    ABsolut nicht zu empfehlen, weder diese mekrwürdig positive REview als auch der FIlm .

  3. Geht gar nich der film. Das review erst recht nich, aber der schreibt eh nur kake, seit der hier schreibt ist Nivau geunken ohen ende.

  4. Was hat World Invasion: Battle Los Angeles überhaupt hier zu suchen?
    Wo soll da bitte schön „Horror“ enthalten sein?

    Langsam verkümmert die Seite hier immer mehr zur allgemeinen „Kino-Vorstellung“, anstatt weiterhin eine Webseite über Horrorfilme zu bleiben….

    Zum Film…
    ABSOLUTER SCHWACHSINN !!!!
    Allein die Vergleiche zu District 9 und Independence Day sind eine Beleidigung für die beiden genannten Filme.
    Diese sind um Welten (!!!) besser, als W.I.B.L.A.

    Sorry, an den Poster hier.
    Aber ich denke, du hast dir hier die falsche Seite zum reviewen ausgesucht.
    THEMA WEIT VERFEHLT !

  5. Was haben dann RISE OF THE PLANET OF THE APES, COWBOY VS. ALIENS, NUDE NUNS WITH BIG GUNS, HOBO WITH A SHOTGUN und all die anderen Filme, bei denen Horrornerds wie Du keinen Ständer kriegen hier verloren?

    Sorry an den Kommentator, aber rumpissen kann jeder. Machs erst ma besser!

    Und warum hat das bisher keine Sau gejuckt, als hier News zu W.I.B.L.A. oder ICH BIN NUMMER VIER kamen? Rumgerotze, sonst gar nix, Mr. Duo!

  6. Da muss ich mal dazwischen gehen 🙂

    @Duo: Bezüglich W.I.B.O.L.A. kann man geteilter Meinung sein. Der Film wurde jedoch auch schon als NEWS angekündigt. Die Auswahl lag also nicht bei mir, sondern wurde redaktionell getroffen. Diese Entscheidung allein auf mich zurückzuführen oder mich zum „Rücktritt“ aufzufordern, finde ich daher überzogen.

    @Maxen: Sicher, es wurden in der Vergangenheit nicht ausschließlich Horrorfilme reviewt, aber genau da liegt der Fokus. Von „Rumgerotze“ zu sprechen finde ich trotzdem nicht in Ordnung. Jeder kann hier seine Meinung äußern, auch oder gerade wenn sie nicht der Meinung des Rezensenten entspricht.

  7. Pater Noster on

    Wer Assylum Produktionen mag der wird mit diesem Film auch noch klar kommen. Auch Zuschauer die sich zu solchen Anlässen gerne in Trankleidung einmummeln.
    Für alle anderen sei gesagt das es nach unten, ins Schlechte, kaum Grenzen gibt, wie dieser Film wieder mal beweist.

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