Wasting Away

Wasting Away (2007)

: Matt Davis, Julianna Robinson, Michael Grant Terry, Betsy Beutler
: Matthew Kohnen
: Matthew Kohnen, Sean Kohnen
: ca. 84 min
: ab 16
: 11.03.2010 (DVD+BD)
: MIG / EuroVideo
: USA
Unsere Wertung
5.5
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5.5

Wasting Away (2007)

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie sich ein Zombie fühlt? Wie er seine Umgebung und sich selbst wahrnimmt? Was ihn antreibt?
Diesen menschheitsbewegenden Fragen geht dieser Film nach.

Dass Mike seinen Freunden Tim, Cindy und Vanessa Bier-Softeis anbietet ist schon ekelhaft genug, dass darin aber auch ein vom Militär entwickelter Stoff enthalten ist, der sie in Zombies verwandelt ist Zuviel des Guten. Die einzigen, die von ihrer eigenen Verwandlung nichts mitbekommen sind die vier selbst. Stattdessen wundern sie sich über die anderen Menschen, die sich plötzlich viel zu schnell bewegen und ihnen feindselig gegenübertreten. Der Umstand, dass die Neu-Zombies fortan schmerzfrei sind, lässt sich für sie nur so deuten: Sie sind Supersoldaten.

Wasting Away wählt einen neuen Ansatz in einem Genre, das in den letzten Jahren zwar viele sehenswerte Filme hervorbrachte, aber leider auch viele billig produzierte und einfallslose Rohrkrepierer. Dabei wechselt die Sichtweise immer wieder zwischen der der Zombies (bunt) und der der Menschen (schwarz-weiß) hin und her.

Während sich unsere Protagonisten nur bedingt über ihre neue Vorliebe für Gehirne und den spontanen Verlust von ganzen Hautlappen wundern, ist für sie alles beim alten. Für alle anderen sind sie stöhnende, wankende Gestalten, deren Gesichtsfarbe ins grünliche tendiert…Zombies eben.

Das erste Drittel des Films ist grandios. Schon das Menü der DVD ist im Comic-Stil schick gemacht und mit nettem Soundtrack versehen. Der Film selbst und die Darsteller kommen frisch daher und erinnern doch an die Horrorkomödien der 80er, allen voran „Return Of The Living Dead“.
Leider verspielt Wasting Away diesen Kredit spätestens in der zweiten Hälfte wieder, denn dort wird nichts mehr Neues geboten. Die Gags wiederholen sich, die Lovestory zwischen zwei unserer Helden ist weder lustig noch spannend und am Ende kommt auch noch jede Menge Pathos ins Spiel, was dann zu viel der 80er Jahre ist.

Wenn man sich als Zuschauer selbst ein paar Bier-Softeis gönnt, kann man Wasting Away sicher als Partyspaß genießen, trotzdem lässt sich nur schwer verbergen, dass hier fahrlässig ein potentieller Kultfilm durch eine schwache zweite Halbzeit zunichte gemacht wurde.

Erste Halbzeit: 9 Punkte
Zweite Halbzeit: 4 Punkte
Gesamt: 5,5 Punkte

Wasting Away (2007), 5.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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