Train

Train (2008)

: Thora Birch, Gideon Emery
: Gideon Raff
: Gideon Raff
: ca. 84 min
: ab 18
: 10.09.2010 (DVD+BD)
: Sunfilm
: USA
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
2.3

Train (2008)

„Krank wie Saw, Hart wie Hostel, Blutig wie Rec“ verspricht das Cover von Train vollmundig.
Wer sich mit den Großen vergleicht, muss sich auch gefallen lassen, dass der Zuschauer das Gleiche macht. Saw, Hostel und Rec würde ich im Durchschnitt mit mehr als 8 Sternen bewerten und es sei vorweggenommen, dass sich Train an diese Messlatte die Zähne ausbeißt.

Aber schauen wir uns mal an, wie krank, hart und blutig der Film ist:
Krank wie Saw – Zunächst mal hat Train nicht viel mit den abgefahrenen Ideen und Überraschungen von Saw gemein, sondern ist ein recht straight erzählter Streifen, in dem einige junge Menschen auf den falschen Zug nehmen, in dem Organhändler ihr Unwesen treiben.
Hart wie Hostel – Hostel ist ohne jeden Zweifel das große Vorbild von Train. War der Schauplatz für Hostel noch die Slowakei, hat man diesmal gleich den Zug nach Russland genommen. Wieder haben wir es mit jungen partywütigen Amerikanern zu tun, die nicht in einem Stück nach Hause zurückkehren.
Blutig wie Rec – Und hier sind wir beim eigentlichen Problem. Es wird gesägt, geschnitten und zertrennt…aber leider bleibt dem Zuschauer das vorenthalten, weil das Messer nicht von den Übeltätern im Film sondern von der Zensur geführt wurde. Über 6 Minuten hat man entfernt und das ist genug um den Streifen zu entstellen. Ich kann damit leben, auf übertrieben harte Momente zu verzichten, aber wenn man sich als Zuschauer mehrfach fragt, ob man etwas verpasst hat und nicht mehr nachvollziehen kann, wie es zur aktuellen Szene kam, macht das keinen Spaß. Train ist theoretisch also wirklich hart und blutig, wurde aber für die mir vorliegende deutsche DVD-Fassung (immerhin noch FSK 18) böse ausgebremst. Besonders paradox: Einige der entfallenen Goreszenen, bekommt man in dem ebenfalls auf der DVD enthaltenen Making of doch noch zu Gesicht.

Was bleibt ist zwar kein Meisterwerk, aber ein anständiger Streifen.
Gut gelungen sind beispielsweise die vielen kleinen Szenen im Zug, in denen eine Reihe von Menschen vorgestellt werden, die unter einem Gebrechen leiden, wodurch dem Zuschauer klar wird, wen die wandelnden Ersatzteillager bedienen sollen: normale Menschen, die womöglich nicht einmal wissen, woher die Organe kommen, die aber sicher alles dafür tun würden, um ihr eigenes Leben zu verlängern oder auch nur zu verbessern.

Die schauspielerische Leistung geht insgesamt in Ordnung, wobei in einem Film wie Train natürlich nicht die große Klasse gefragt ist. Hauptdarstellerin ist Thora Birch, die als Kind/Jugendliche in bekannteren Filmen wie Das Kartell oder American Beauty auftrat, später aber auch häufiger in Horrorfilmen, wie The Hole oder Deadline zu finden war.

Wie bewertet man einen Gore-Film, dem fast alle Gore-Szenen genommen wurden?
Ich zücke 5,5 Punkte, in einer sinnvollen Schnitt-Fassung wäre aber sicher noch ein Stern mehr drin.

Train (2008), 2.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. HorrorKeven
    02 Nov 2010, 12:50 am

    Vom selben Macher wie von Hostel… wer den Film also mag wird diesen Film auch lieben, kommt eigentlich aufs gleich raus! Und ist nix neues im film vorhanden.
    Fand diesen Film nicht sehr aufregend!

  2. Hans
    20 Feb 2011, 1:24 pm

    Sicher ist im Film rein gar nichts neues enthalten und die Versprechungen auf dem Cover, werden nicht gehalten.
    Doch für einen kleinen Filmabend mit Freunde, schon geeignet.

  3. Colemarie
    30 Jan 2012, 1:38 pm

    Erinnert mich dunkel an Midnight Meat Train, der war auch nich gerade umwerfend ^^ Obs an den Zügen liegt? 😀

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