The Open Door (2008)

Der Film zeigt zu Beginn eine Familie, die gemeinsam zu Tisch sitzt. Die Stimmung wird von Angst bestimmt. Dann hebt der Vater eine Waffe und erschießt die Familie. Scheinbar bemerkt er erst jetzt, was er getan hat und richtet voller Entsetzen den Revolver gegen sich selbst.
Gleich darauf erfährt man, dass sich ähnliche Vorfälle in den letzten Vollmondnächten häuften.

Eine Erklärung, wie es zu den Gewalttaten kommt, liefert die Geschichte von Angelica. Als der Teenager die wichtigste Party des Jahres verpasst, weil ihre Eltern sie mit Hausarrest bestrafen und zudem Grund zur Sorge hat, dass ihr Freund sie betrügt, ruft sie in einer Radiosendung des Piratensenders THE OPEN DOOR an. Passenderweise wird nur in Vollmondnächten gesendet und Angelica wird gestattet eine Reihe von Wünschen zu formulieren.
Doch wie immer in Horrorfilmen, sollte man vorsichtig sein, was man sich wünscht.

Im Falle von THE OPEN DOOR sollte man von Anfang an dazu sagen, dass vor allem Freunde von 80er-Jahre Filmen Gefallen finden könnten. Damals schienen alle Filme in Südkalifornien zu spielen, Menschen wohnten in Vororten und Highschool-Geschichten mit den üblichen Figuren gehörten irgendwie dazu. Wer diese Zutaten mag, aber auf die modischen Fauxpas auf der damaligen Zeit verzichten kann, liegt zunächst richtig.

Leider passiert nach dem anfänglichen Blutbad lange Zeit nichts mehr, was den Film auch nur annähernd als Horrorfilm klassifiziert. Stattdessen erfährt man viel von Angelica, die ein hübsches, aber unscheinbares Mädchen ist und wie sie mit der Situation umgeht, während einer Party zuhause sitzen zu müssen, und ihren Freunden, die vom muskelbepackten Proleten zum blonden Gift alle Stereotypen bedienen.

Erst als Angelica mit THE OPEN DOOR Kontakt aufnimmt und damit eine unheilvolle Kraft beschwört, die sich auf dunkle Weise ihrer Sorgen annimmt, tut sich etwas und zum Ende hin kommt nicht nur Action auf, sondern es wird auch mit allerlei Haushalts- und Gartenutensilien Blut vergossen.

Fehlendes Budget ist dem Film an allen Ecken anzusehen und so ist nie ganz klar, ob man bewusst auf 80er-Charme setzt oder die Effekte aus Kostengründen nicht anders realisierbar waren.
Man erkennt beispielsweise nur an ein paar milchigen Kontaktlinsen, dass die von Angelica aktivierte Macht von einem ihrer Freunde Besitz ergriffen hat und die Idee, dass der Radiosender unter 99,9 (also eine umgedrehte 666) zu finden ist, hat seit 25 Jahren sicher niemand mehr angefasst.
Auch wenn man im Zweifel zugunsten des Angeklagten urteilt (was ich gerne tun will), ist THE OPEN DOOR kein Highlight, sondern reicht maximal für einen kompromissvollen DVD-Abend, wenn man sich nicht einigen kann, ob man lieber BEVERLY HILLS 90210 oder einen Horrorfilm sehen möchte.

[xrr rating=4.5/10]

Facts

Darsteller Catherine Georges, Sarah Christine Smith
Regie Doc Duhame
Drehbuch Doc Duhame
Länge ca. 93 min
FSK ab 18
Veröffentlichung Verkauf: 13.01.11
Verleih: bereits veröffentlicht
Verleih/Vertrieb Sunfilm / Tiberius
Sonstiges
The Open Door (2008), 2.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Colemarie
    28 Jan 2012, 9:36 pm

    ein merkwürdiger Film…

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