The New Daughter

The New Daughter (2010)

: Kevin Costner, Ivana Baquero
: Luis Bardejo
: John Conolly, John Travis
: ca. 104 min
: ab 16
: 07.01.2011
: Universum
: USA
Unsere Wertung
5.5
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User Score:
1 vote
4.0

The New Daughter (2010)

Kevin Costner spielt in The New Daughter einen Vater, der mit seinen beiden Kindern Sam und Louisa (Ivana Baquero aus Pans Labyrinth) in ein Haus aufs Land zieht. Als seine Tochter eine indianische Begräbnisstätte nahe dem Haus findet, ist sie davon fasziniert und besucht diese immer wieder. Bald verändert sich das Mädchen.

Kevin Costner ist natürlich ein großer Name und so kann der Zuschauer davon ausgehen, dass er keine minderwertige Produktion vorgesetzt bekommt. Costner ist aber auch jemand, der in seiner langen Karriere kaum Erfahrungen im Horror-Genre vorweisen kann (der Mystery-Thriller „Im Zeichen der Libelle“ ist diesbezüglich vielleicht noch am ehesten zu erwähnen) und man muss befürchten, dass die hohe Gage des Superstars dafür sorgt, dass man die Härte eines Horrorfilms einer kommerzielleren Ausrichtung opfert.

Tatsächlich beginnt THE NEW DAUGHTER familienfreundlich. Das Haus wirkt einladend, die Kamera präsentiert angenehm warme Bilder.
Doch neben ein paar normalen Problemen wie Anfeindungen auf der neuen Schule erwartet die Familie bald noch andere Sorgen. Dies beginnt mit einem alten Gewehr, das Sam findet, reicht über den Tod der Familienkatze und auch dass Louisa schlammverschmiert von dem eigenartigen Grabhügel zurückkommt ist nur die Spitze des Eisbergs.

Achtung leichte SPOILER: Ein paar Hinweise auf das Geheimnis der Begräbnisstätte werden durch Sams Ameisenfarm gegeben, die wiederholt auftaucht. Dennoch ist die Wandlung vom eher hintergründigen Familienhorror zum Creature-Feature nicht leicht nachzuvollziehen. SPOILERENDE

Costner spielt wie meist einen netten Menschen, hier konkret einen überforderten Vater, der nach der Trennung von seiner Frau versucht in seiner neuen Rolle zu bestehen. Das wirkt durchaus glaubwürdig, man fragt sich aber, ob sein Charakter überhaupt bemerkt, dass Louisa echte Probleme hat oder er ihr Verhalten als ganz normale pubertäre Phase deutet.

THE NEW DAUGHTER basiert auf einer Kurzgeschichte von John Connolly und man fragt sich unwillkürlich, ob Connolly Stephen Kings FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE auf dem Nachttisch liegen hatte, als er seine Story schrieb. Vieles in THE NEW DAUGHTER erinnert an Kings Buch: die Familie, die in ein Haus auf dem Lande zieht, die indianische Begräbnisstätte nahe des Hauses, die tote Katze, die Wiederholung der Ereignisse…
Was THE NEW DAUGHTER jedoch fehlt, ist die Garstigkeit, die King seiner Geschichte mit auf den Weg gab.

Der Film versucht es jedem Recht zu machen. Das hat zur Konsequenz, dass er sich leicht sehen lässt: weder wird man sich angewidert abwenden, noch muss man eine Szene mehrfach sehen um sie zu verstehen. Spannende / Gruslige Momente gibt es immer wieder und handwerklich kann man nicht meckern.
Was jedoch fehlt ist Seele und so ist THE NEW DAUGHTER am Ende doch nur Durchschnitt und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

The New Daughter (2010), 4.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

4 Kommentare

  1. HorrorKeven
    31 Dez 2010, 1:10 am

    Der Ganze Film läuft eher gelangweilt herab! Die beste Scene, ist die SchlussScene, dabei bleibt es auch nur mit dieser einen guten Scene im Film! Zum Schluss kommt man ein wenig ins Gruseln, aber der Film ist, wie gesagt nur am Durchschnitt und überzeugt nicht von Gutem Maße!

  2. SheDevil
    03 Jan 2011, 7:50 am

    der film war von vorne bis hinten eine einzige öde schmonzette

    dazu kommt auch noch das er vom setting her total billig war, die geschichte ohne wirkliche höhepunkte daher kam und das ende sowohl plump als auch vorhersehbar war…igitt!!!

  3. Colemarie
    30 Jan 2012, 12:51 pm

    Merkwürdiger Film…armer Costner kam lange nichmehr in den Genuss einen guten Film abzuliefern unddieser machts nicht wirklich besser.Das Ganze Szenario wirkt wie bereits invielen Filmen teilweise gesehen. Ich würde jetzt nich sagen er ist schlecht,mankann ihn sich angucken, sollte aber keine zu großen Erwartungen haben

  4. horrorfreundin
    30 Jan 2012, 1:19 pm

    ein paar vereinzelte zuckmomente waren die wohl einzigen highlights in diesem film. das ist einer jener filme, die man gesehen hat und ne woche später nicht mehr weiß, worum es ging. schlechtes zeichen!

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