The Hole (1)

The Hole (2009)

Darsteller: Chris Massoglia, Haley Bennett, Nathan Gambl
Regie: Joe Dante
Drehbuch: Mark L. Smith
Länge: 88 min.
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 07.06.11 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite Home
Land: USA
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
7.7

Wes Craven ist zurück, John Landis ist zurück, John Carpenter ist zurück und mit THE HOLE meldet sich auch Joe Dante (GREMLINS, THE HOWLING) zurück.
In Dantes Filmen war früher relativ viel Humor zu finden, während sich die Handlung gerne mit den dunklen Abenteuern befasst, die sich in amerikanischen Vororten und Kleinstädten erleben lassen, und das sind auch exakt die Bausteine für THE HOLE.

Nachdem die geschiedene Mutter Susan mit Teenagersohn Dale und dem jüngeren Lucas in ein neues Haus zieht, entdecken die beiden zusammen mit Nachbarin Julie eine Falltür im Boden des Kellers.
Da verschlossene Türen Neugierde wecken, sind die zahlreichen Vorhängeschlösser schnell geknackt und ein scheinbar bodenloses dunkles Loch ist freigelegt.
Das Friedrich Nietzsche – Zitat „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein“ ist hier wörtlich zu nehmen. Während die drei Jugendlichen nicht recht wissen, was es mit diesem Loch auf sich hat, scheint aus der Finsternis etwas in sie hineinzublicken und bald manifestieren sich ihre schlimmsten Ängste.

Neben den erwähnten Zutaten erhält THE HOLE eine große Portion 80er-Jahre-Flair; nicht nur weil die Kulisse „Nette Nachbarschaft“ damals oft genutzt wurde, sondern auch weil das vorliegende Werk direkt an Momente aus POLTERGEIST oder THE GATE erinnert.
Überraschenderweise bemüht man sich aber nicht zu sehr jenen Zeitgeist einzufangen, sondern es scheint für Dante einfach ein natürlicher Vorgang zu sein, weswegen sich Altes mit Neuem organisch vermischt.
Das Gleiche lässt sich über die Hintergrundgeschichte sagen, die anfangs vermeintlich keine Rolle spielt, dann nebenbei erzählt wird und zum Ende hin mehr Beachtung erhält. Der Rest der Handlung ist ohnehin simpel gehalten, deswegen aber nicht weniger effektiv.

Woher dieses seltsame Loch im Boden kommt, bleibt trotz eines Kurzauftritts von Bruce Dern (MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN), der den verrückten ehemaligen Hausbesitzer spielt, unklar. Allerdings hat man als Zuschauer auch gar nicht das Gefühl dies unbedingt wissen zu müssen.
Angenehm zu sehen ist auch, dass niemand versucht neue Härtegrade zu definieren. Stattdessen schafft der Film es zwar immer wieder wohligen Grusel aufzubauen, nimmt sich dann aber zurück und lässt einer humorvollen Szene den Vortritt.

Die schauspielerische Leistung der 3 jungen Hauptdarsteller geht zwar insgesamt in Ordnung, man muss aber sagen, dass die Konfrontation der größten eigenen Angst bei den meisten Menschen wohl mehr Panik verursachen würde, als wir es im Film erleben.
Über die Effekte kann man sicher streiten: Während auch hier vieles handgemacht wurde und dementsprechend „Old-School“ wirkt, verlässt sich Dante im Finale auf angesagte Computertechnik, was nicht recht zum Gesamtbild passen will, aber daran liegen könnte, dass THE HOLE in 3D gedreht wurde und so für sich genommen schick aussieht.
Auch die Tatsache, dass sich jeder der Protagonisten seiner persönlichen Angst stellen muss, wodurch drei recht verschiedene Showdowns entstehen, ist Geschmackssache und wohl der schwächste Teil von THE HOLE.

Fazit: Wer Dantes frühe Werke und/oder 80er-Horror mag, sollte einen Blick in THE HOLE werfen.



The Hole (2009), 7.7 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | 11 Jun 2011 | Reviews (Filme)

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