SUCK (2010)

Vor einigen Tagen lag der Film SUCK, der ab 24. September über die Ladentheke geht, in meinem Postkasten. Gestern bin ich dazu gekommen, mir ihn anzuschauen und jetzt möchte ich ihn bewerten.

Suck ist eine Horrorkomödie und erzählt von einer jungen Rockband, die sich ironischer Weise “The Winners” nennt. Sie tourt durch die Staaten und versucht mit eher minderem Erfolg, groß rauszukommen. Die Gage für die Auftritte reicht der jungen Truppe aber grade mal für das nötigste. Einen Abend geht das einzige weibliche Mitglied, Jennifer, mit ihren Bekanntschaften, ohne den Rest der Band, feiern. Sie kommt verändert und ungewöhnlich aussehend zurück. Wie man schnell erfährt, ist sie in dieser Nacht ein Vampir geworden. Mit dieser Verwandlung kommt auch der Erfolg der Band. Nach und nach verwandeln sich die Mitglieder der Winners in Vampire, indem sie sich von Jennifer anstecken lassen. Relativ schnell kommt ihnen aber auch ein Vampirjäger namens Eddie Van Helsing auf die Schliche, der versucht die Blutsauger zu töten.

Horrorpilots Meinung: Minus

Suck soll eine Horrorkomödie sein. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen – ich habe mich weder geekelt, noch erschrocken oder gelacht. Suck ist ein Film den ich gerne in ein eigenes Genre stecken würde. In diesem Genre befindet sich bei mir unter anderem auch Wrong Turn 3. Allerdings gibts da noch einige Blutszenen, die in Suck zwar auch vorhanden sind (minimal), aber (leider) lächerlich gemacht werden, ohne lustig zu sein. In Suck wird einem Supermarkt-Kassierer mit einem Strohhalm in die Halsschlagader gestochen, durch den er dann “ausgetrunken” wird. Für Realisten schwer zu ertragen, lustig ist es meiner Meinung nach auch nicht. Ich habe den Film nicht alleine geguckt und bin deshalb auch der Meinung, dass es nicht an meinem Humor liegt, dass der Film so eine Bewertung von mir bekommt. Man wartet bei Suck eine halbe Stunde darauf, dass es endlich los geht und wenn man merkt, dass wir schon mitten drin sind, hofft man, dass er bald vorbei ist. Alles in allem wirkt der Film sehr Ideenlos. Ich hatte mir wesentlich mehr erhofft. Eventuell lockt der Name Alice Cooper ein wenig. Ich schließe auch nicht aus, dass der Film für Freunde der Rockmusik wesentlich besser ist, da man um diese Musik bei Suck nicht rum kommt. Ich finde die Musik nicht schlecht, habe aber weder Wissen über die Schauspieler, die ja auch in der Realität eine Rockband bilden, noch kenne ich mich mit dieser Musik aus.

Mehr als 2 Sterne kann und möchte ich dem Film nicht geben. Wer Suck nicht kennt hat nichts verpasst. Wenn von euch jemand den Film sieht und anders bewerten würde, lasst es mich wissen.

[xrr rating=2/10]

Micks Meinung: Plus

Einspruch Euer Ehren…
Zugegeben, nach den ersten 15 Minuten war ich ebenfalls der Meinung, dass den Machern von SUCK ordentlich der Arsch versohlt gehört.
Dass der dämliche deutsche Untertitel “Bis(s) zum Erfolg” offensichtlich an die TWILIGHT-Filme angelehnt ist, erweckt zudem einen falschen Eindruck, für den der Film selbst aber nichts kann.
Übrigens sollte man SUCK nicht mit BEILIGHT – BIS(S) ZUM ABENDBROT verwechseln. Diese fast zeitgleich erschienene Komödie ist tatsächlich eine TWILIGHT-Parodie.

Die anfangs zu sehende Plastikfledermaus, die zu einem dümmlich grinsenden Vampir wird, der auf ein Rock-Konzert marschiert und dabei aussieht, als hätte er sich mit der Couch gekämmt, wirkt mehr als lächerlich. Man merkt jedoch schnell, dass es bei SUCK nicht auf perfekte Effekte ankommt, sondern hier und da ganz bewußt über die Stränge geschlagen wird.
Im Gegensatz zum Kollegen mußte ich durchaus einige Male über den schwarzen Humor lachen, den der Film enthält, will aber zugestehen, dass SUCK vor allem für Fans von Rockmusik gemacht wurde.

Nicht nur, dass eine Band im Mittelpunkt steht und dementsprechend viel (gute) Musik zu hören ist, der ganze Film ist voller echter Musiker; neben Alice Cooper sind Moby, Henry Rollins, Iggy Pop und Alex Lifeson (Rush) in kleineren Rollen zu sehen. Verschiedene berühmte Plattencover wie Springsteens Born in the USA werden angedeutet und der Name des Vampirjägers Eddie Van Helsing erinnert wohl nicht zufällig auch an Eddie Van Halen. Die Rolle wurde übrigens von Malcolm McDowell (HALLOWEEN) gefüllt.

Ich empfand SUCK als kurzweiligen Spaß. Vielleicht nicht perfekt, aber ganz sicher mehr wert als 2 Sterne.

[xrr rating=7.5/10]

Trailer (leider auf Englisch):


Facts

Darsteller Malcolm McDowell, Iggy Pop, Alice Cooper, Rob Stefaniuk, Jessica Paré
Regisseur Robin Crumley, Jeff Rogers, Victoria Hirst
Drehbuch Rob Stefaniuk
Länge 86 min
FSK 16
Veröffentlichung 24.09.2010

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Horrorpilot | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar