Someons’s knocking at the door (2009)

Eins kann jetzt schon verraten werden: Der Titel hält was er verspricht. Es klopft tatsächlich jemand an die Tür und als ein Student, der sich gerade eine experimentelle Droge in den Arm gejagt hat, diese Tür öffnet, steht davor eine nackte Frau. Die Dame lässt sich nicht bitten und macht klar, warum sie hier ist.
Doch plötzlich kommt alles anders…

Sex, Drugs and (etwas) Rock & Roll ist es worum es in SOMEONE’S KNOCKING AT THE DOOR geht. Dass man den Studenten am nächsten Tag tot auffindet, ist dabei zunächst nicht stimmig, dass der Arme aber von einem gigantischen Penis zu Tode vergewaltigt wurde, ist aber genauso absurd wie passend.

In der Folge nimmt sich die Polizei der Sache an und erfährt, dass eine Gruppe von Medizinstudenten mit einer Droge experimentierte und sich zeitgleich mit der Akte des Serienmörder-Paars Wilma und John Hopper beschäftigte, das seine Opfer ebenfalls zu Tode penetrierte.
Sind die beiden Mörder zurückgekehrt, stehen die Freunde unter dem Einfluss der Droge?

Richtig schlau wird man aus SOMEONE’S KNOCKING AT THE DOOR lange Zeit nicht, was an verschiedenen Faktoren liegt. Zum einen scheint auch Regisseur/ Co-Autor Chad Ferrin gerne mal illegale Früchte zu naschen, weswegen der Film zuweilen auch für den Zuschauer an einen abgefahrenen Trip à la FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS erinnert (ohne aber dessen Genialität zu erreichen).
Dies wird noch unterstützt durch die deutsche Zensur, die einige deutliche Szenen dadurch entfremdet, dass sie sie beispielsweise nur in Rottönen zeigt. Trotz dieser Vorgehensweise wurde auch noch das Messer angesetzt und gegenüber der ungeschnittenen Fassung ca. 6 min Film entfernt, wodurch der Film noch mehr nach Drogenrausch aussieht, die Gewalt aber in den Hintergrund rückt.
Am Ende stellt sich der Sinn dann doch noch ein, wobei die Antworten sicher nicht nach jedermanns Geschmack sind.

Ein positiver Aspekt des Films ist die 70er-Jahre-Aufmachung. Ähnlich wie Rob Zombie lässt Ferrin den Film in der heutigen Zeit spielen, setzt aber die Optik der 70er ein.

Das schauspielerische Können der Darsteller stellt ein kleines Ungleichgewicht innerhalb des Films dar. Während sich die College-Kids weitestgehend aufs nette Aussehen beschränken, kommt immer dann Freude auf, wenn die beiden Polizisten ins Spiel kommen und ein paar trocken- und schwarzhumorige Akzente setzen.

Fazit: Der Film ist kein Meilenstein und für viele (vor allem in der geschnittenen deutschen Version) vermutlich nicht sehenswert. Dennoch fühlte ich mich persönlich recht gut unterhalten, vielleicht auch, weil SOMEONE’S KNOCKING AT THE DOOR streng genommen ein Slasher ist, der aber einige der üblichen Muster beiseitelässt.

[xrr rating=6/10]

Facts

Darsteller Noah Segan, Andrea Rueda,
Ezra Buzzington, Elina Maddison
Regie Chad Ferrin
Drehbuch Chad Ferrin, Rosie Roberts
Länge ca. 75 min
FSK ab 18
Veröffentlichung bereits veröffentlicht
Verleih/Vertrieb MIG
Sonstiges Stark geschnitten!

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. HorrorKeven
    06 Jan 2011, 8:44 am

    Und schon wieder ein Misslungener Film.
    Fand den Film nicht gut! Totaler Quatsch

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