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So finster die Nacht (2008)

: Lina Leandersson, Kare Hedebrant, Per Ragnar
: Tomas Alfredson
: John Ajvide Lindqvist
: ca. 110 min
: ab 16
: 23.12.08 (Kino)
: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
: Schweden
Unsere Wertung
9.0
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User Score:
10 votes
8.1

So finster die Nacht (2008)

Vampirfilme gibt es wie Sand am Meer. Entweder es sind Liebesgeschichten, in denen die Romantik genutzt wird oder es handelt sich um blutrünstige Vampire, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als Blut zu saugen. Doch gibt es auch Ausnahmen, die dem gewohntem Vampirfilm Konkurrenz machen. Eine dieser Ausnahmen ist SO FINSTER DIE NACHT, ein schwedischer Film von Tomas Alfredson, der auf dem gleichnamigen Buch von John Ajvide Lindqvist basiert.

In einem kleinen Vorort von Stockholm namens Blackeberg wohnt der zwölfjährige Oskar. In der Schule wird er aufs Gröbste gehänselt und hat niemandem, der bereit ist, ihm zu helfen. Leid von der mehr als qualvollen Erniedrigung malt sich Oskar Rachepläne aus. Doch er wagt es nicht, diese umzusetzen. Als er die geheimnisvolle Eli kennenlernt, hat er zum ersten Mal das Gefühl, akzeptiert und gemocht zu werden. Wunderlicherweise trägt Eli bei kältesten Temperaturen keine Winterbekleidung und taucht nur nach Sonnenuntergang auf. Schnell dämmert ihm das Eli ein Vampir ist und kann sich erst nach Langem daran gewöhnen. Der sensible Junge hat nichts anderes mehr im Kopf, als Zeit mit dem Vampirmädchen zu verbringen.
Als sie herausfindet, dass Oskar von seinen Mitschülern schikaniert wird, drängt sie ihn sich zu wehren und versichert ihm, dass sie ihn beschützen könne.

SO FINSTER DIE NACHT ist ein Film, der mit faszinierenden Landschaftsbildern Abwechslung zu den gewohnten amerikanischen Streifen bietet. Wo es sich in den USA großteils um Spezialeffekte dreht, verlassen sich die Schweden auf schöne Bilder, sinnliche Musik und gute Schauspieler.

Die Kulissen sind super ausgewählt. Eine verschneite und meist dunkle Gegend zeigt erdfarbene Wohnblöcke, die im Nachtlicht schnell mau wirken können. Solche Einfachheit macht diesen Film einzigartig. Dabei fällt auf das dieser Vampirfilm nicht in klassischen Schlössern oder Herrenhäusern spielt, sondern er spielt in einem heruntergekommenen, ungewöhnlichen und unsozialen Umfeld.
Die Schauspieler mussten bei minus 35 Grad Celsius konzentriert und professionell bleiben und haben dies perfekt gemeistert. Die Darsteller differenzieren sich von amerikanischen “Top”- Teenageschauspielern und zeigen richtige Schauspielkunst.

Die Musik, die fantastisch mit den einzelnen Szenen harmoniert, kommt auch nicht zu kurz.

SO FINSTER DIE NACHT ist eine Mischung aus Horror und Romanze. Und dazu lässt eine gewisse Dramatik den Film zu einem völlig besonderen und epischen Blockbuster entstehen. Für Cineasten ein passender Film.
Der Publikumsfavorit auf dem Fantasy Film Fest, bekam sogar nach kurzer Zeit ein Remake aus den USA. Dieser heißt LET ME IN und wurde vom Top-Regisseur Matt Reeves, der durch Cloverfield bekannt ist, produziert.

So finster die Nacht (2008), 8.1 out of 10 based on 10 ratings

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Geschrieben von Evan | Reviews (Filme)

6 Kommentare

  1. ericVOnsperic
    26 Apr 2011, 9:50 pm

    Absolut zu empfehlen dieser Film und hier spiegelt Review und Werung auch das potential des Filmes wieder. Nicht den billigen Ami Abklatsch gucken, sondern das Original aus Schweden 🙂

  2. Maxen
    27 Apr 2011, 12:26 am

    Weiß nich, mir is das alles zu hoch gelobt. Fand ihn jetz nich schlecht, aber soooo gut war er dann auch nich.

  3. Alex1979
    02 Mai 2011, 12:14 pm

    Ich finde die Bewertung angemessen. Das Review bringt es ebenfalls gut auf den Punkt: ein origineller und unaufdringlicher doch mitunter heftiger Vampirfilm, bei dem das Remake nicht ganz mithalten kann.

  4. Stan Beec
    08 Mai 2011, 12:59 am

    Süße Geschichte. Toller Film.

  5. Mario
    27 Jan 2012, 4:37 pm

    Erinnert mich immer wieder an “Salem´s Lot”

  6. Anna
    11 Jan 2013, 3:52 am

    Jey, klasse Bewertung 🙂 Wegen dieses Films wollte ich mit 17 aufs Fantasy Filmfest. Und durfte nicht.^^

    Um dem grausamen Twilight-Hype in meiner Klasse entgegenzuwirken hatte ich mir als alternative Vampirlektüre “So finster die Nacht” in Buchform von Lindqvist gekauft und in kurzer Zeit durchgelesen. Wer das Buch kennt, kennt auch die Schwierigkeiten, die sich beim Drehbuch ergeben haben müssen, denn das Buch hat äußerst schwierige Passagen, die alles andere als “süß” sind, und die sich nie und nimmer mit diesem ernsten Grundton verfilmen lassen würden, wenn überhaupt.
    Dass man es trotzdem geschafft hat, die Geschichte wunderbar leinwandtauglich zu machen, sodass der Film den Fokus des Buches nicht verliert und trotzdem eine recht eigene Geschichte erzählt, hat mich extrem positiv überrascht.
    Noch dazu ist dabei ein wunderschöner, zu recht gefeierter Film entstanden, den man dann vielleicht tatsächlich auch als “süß” bezeichnen kann.^^

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