Shelter (2009)

3

SHELTER stammt aus der Feder von Michael Cooney. Den Namen muss man nicht kennen, wohl aber IDENTITÄT, dessen Drehbuch ebenfalls von ihm geschrieben wurde.
So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die erste Szene an den starken Vorgänger angelehnt ist. Generell spielt Psychologie wieder eine große Rolle, allerdings ist der Plot in SHELTER anders angelegt, als es in IDENTITÄT der Fall war.

Cara Harding (Juliane Moore) ist Psychologin, doch an gespaltene Persönlichkeiten glaubt sie nicht. Als sie auf einen Patienten trifft, der jedoch genau diese Symptome aufweist, gerät ihre Einstellung ins Wanken. Der junge Mann der – je nach anzutreffender Persönlichkeit – Adam oder David heißt ist farbenblind und Rollstuhlfahrer…oder auch nicht.
Cara geht Davids/Adams Vergangenheit auf den Grund und erfährt woher die Personen kommen, die er beherbergt.

Während IDENTITÄT als vermeintlich gewöhnlicher Slasher-Film beginnt und nicht nur mit einer genialen sondern auch psychologischen Auflösung endet, steigt SHELTER von Anfang an tief in die Psyche ein, nutzt hier oder dort sogar Fachbegriffe, die nicht unbedingt jedermann geläufig sind, wird dann aber übersinnlich. Ob man diese Wendung mag, muss jeder für sich entscheiden, zumindest wird man aber sanft übergeleitet und hat nicht den Eindruck einen völligen Stilbruch zu erleben.

Zuweilen kann leichte Verwirrung aufkommen, was nicht nur daran liegt, dass man nicht immer weiß, mit welcher der im Körper des Mannes vertretenen Persönlichkeiten man es gerade zu tun hat, sondern auch, weil uns die Geschichte lange im Unklaren lässt, worauf sie hinaus läuft. Eine gewisse Aufmerksamkeit sollte man SHELTER also entgegen bringen.

Neben Julianne Moore ist Jonathan Rhys Meyers als David/Adam in der Hauptrolle zu sehen. Beide liefern eine glaubwürdige Arbeit ab, wobei sich Myers natürlich durch multiple Rollen beweisen musste.
Auch wenn der Film die meiste Zeit mit Fragen um sich wirft und diese erst zum Ende hin beantwortet, ist SHELTER nicht langweilig, sondern appelliert an die Neugier des Zuschauers.
Eine stimmige Atmosphäre und einige beklemmende Momente, die hier und da in kleineren Schocks enden, tun ihr Übriges.

Fazit: SHELTER ist kein übler Film, den Wow-Effekt, den man bei IDENTITÄT erlebte, sucht man hier aber vergebens.

[xrr rating=7/10]


Facts

Darsteller Jonathan Rhys Meyers, Juliane Moore
Regie Mans Marlind, Björn Stein
Drehbuch Michael Cooney
Länge ca. 108 min (DVD) / ca. 113 min (Blue Ray)
FSK ab 16
Veröffentlichung bereits veröffentlicht
Verleih/Vertrieb Senator
Sonstiges Bonusmaterial: Interviews
Shelter (2009), 7.7 out of 10 based on 3 ratings

Ähnliche Beiträge:

Share.

About Author

3 Kommentare

  1. Diesen Film finde ich sehr gut! Und die Handlung des Filmes ist mal was neues. Mit den guten Schauspielern kann ja nix schief gehn ^^

  2. Auch diesen Film hab ich schon gesehen –> war spannend aber das Ende fand ich ziemlich doooof 😛 die Hauptdarsteller waren auch ziemlich gut und vorallem überzeugend aber bei Jonathan Rhys Meyers musste ich immer an den König von Die Tudors denken .. den „Stempel“ hat er jz wohl oben ^^

Leave A Reply

Finde uns auf Facebookschliessen
oeffnen