Scared

Scared (2005)

: Sumonrat Wattanaselarat, Wongthep Khunarattanrat, Amornpan Kongtrakarn
: Pakphum Wonjinda
: ca. 81 min
: ab 18
: 30.06.11 (DVD+BD)
: Eurovideo / Legend
: Thailand
Unsere Wertung
4.5
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Scared (2005)

Für die meisten Filme reicht ein Auto voller Teenager, manchmal ist es auch ein Van, aber SCARED karrt gleich eine ganze Busladung junger Menschen in die thailändische Wildnis und macht sich auch schnell daran zunächst den Bus, dann seine Insassen zu zershreddern.

Eine Gruppe Erstsemestler macht einen Ausflug in einen Nationalpark. Dort stößt man aufgrund eines Unwetters auf verschlossene Tore, doch ein hilfsbereiter Fremder kennt einen Schleichweg, der über eine wacklige und schmale Brücke führt, die prompt zusammenstürzt. Die Überlebenden bahnen sich ihren Weg durch die Natur und werden einer nach dem anderen Opfer brutaler Morde.


Im Grunde ist SCARED, der bereits aus dem Jahr 2005 stammt und kürzlich neu aufgelegt wurde, ein klassischer Slasher. Obwohl der Wald als Kulisse dient, sind Backwood-Elemente sonst nicht zu erkennen, wir lernen also keine schmutzigen, inzestuösen Landbewohner kennen. Auch Übersinnliches bleibt trotz einer kleinen Episode zu Beginn auf der Strecke. Dafür erinnert SCARED ab und zu an die FINAL DESTINATION – Filme, denn einige Tode geraten doch mächtig zufällig.

Dass sich Realismus und Originalität nicht immer verstehen ist bekannt und SCARED setzt eindeutig auf letzteres. Man sollte sich also nicht fragen, warum jemand beispielsweise den Kopf durch ein Loch in der Wand steckt, sondern genießen, dass der Killer schon auf der Gegenseite lauert.

Für die entsprechende Darstellung werden gleichermaßen CGI- und traditionelle Effekte bemüht, beides hat man jedoch schon besser gesehen. Das kann auch über die schauspielerische Leistung gesagt werden, die – eingebettet in platte Dialoge – keine Bäume ausreißt.

Zu guter Letzt wäre da noch die Rahmenhandlung, bzw. die Aufklärung warum hier ein Blutbad angerichtet wird. Das erfährt der Zuschauer erst am Ende und bleibt dann unzufrieden zurück, da sich auch rückblickend keine echten Hinweise auf die Lösung finden lassen. Womöglich hätte man den Gedanken einfach früher in die Handlung einbauen sollen.

Fazit: Hirn abschalten, das Drumherum ignorieren und einfach der Blutspur folgen.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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