resident-evil-afterlife-cover

Resident Evil: Afterlife (2010)

: Milla Jovovich, Ali Larter, Wentworth Miller, Sienna Guillory, Shawn Roberts, Spencer Locke, Boris Kodjoe, Kim Coates, Kacey Barnfield, Sergio Peris-Mencheta
: Paul W.S.Anderson
: Paul W.S.Anderson
: ca. 96 min
: ab 16
: 10.03.2011 (DVD & BD)
: Constantin
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
7 votes
7.3

Resident Evil: Afterlife (2010)

Heute befassen wir uns mit RESIDENT EVIL:AFTERLIFE, der 4. Teil der Resident Evil Filmreihe, der im September 2010 in den deutschen Kinos anlief. Das Drehbuch schrieb wie in allen Teilen zuvor Paul W.S. Anderson, die Regie führte er in diesem Teil ebenfalls.

Die Resident Evil Filmreihe ist für viele Leute ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite wird die Story der Spiele total verhunzt, auf der anderen Seite geht die Filmreihe auch ihren eigenen Weg, daher sollte man sich nicht nur an der Spielreihe orientieren, auch wenn die Filmreihe darauf basiert.

Zum Inhalt:
Nach den Ereignissen des 3. Teils (RESIDENT EVIL:EXTINCTION) will sich Alice nun mit ihren Klonen wie angekündigt an der Umbrella rächen, was sie letztendlich auch schafft, allerdings unter Einbußen ihrer “Superkräfte”, welche sie vom T-Virus erhielt. Mittels Flugzeug macht Sie sich danach auf den Weg nach “Arcadia”, der angeblich kontaminationsfreien Stadt in Alaska, wo sich auch Claire Redfield und ihr Anhang hin aufgemacht haben. Allerdings findet sie dort nichts außer einem Haufen von anderen Flugzeugen und Claire, welche recht mitgenommen aussieht und sich an nichts mehr erinnern kann aufgrund einer Apparatur an ihrer Brust. Was hat es also wirklich mit Arcadia auf sich und wo sind die restlichen Überlebenden? Das wird sich im Laufe des Films herausstellen…

Meine Meinung:
Im Vornherein möchte ich erwähnen, dass ich selbst ein Fan der kompletten Spielreihe bin und deswegen zunächst geschockt war, dass man die “Las Plagas” (Tentakelartige Viecher aus dem Mund der Zombies) und den T-Virus als ein und dasselbe darstellt, nein, noch schlimmer, die Las Plagas werden nichtmal als solche erwähnt. Von der anderen Seite betrachtet, hätte es aber mehr Arbeit erfordert, diese noch ins Drehbuch einzuarbeiten und deswegen nehm ich es einfach mal als gegeben hin, da Leute, die die Spielreihe nicht kennen, den Unterschied eh nicht bemerken würden.

Aber zum Film selber: Ein Großteil des Films findet im Gefängnis von Los Angeles statt (wo der ein oder andere Schauspieler aus Prison Break auch vorkommt), wo man Pläne schmiedet, wie man auf das Schiff, welches sich als wahres “Arcadia” entpumpt, kommt. Allerdings unter einem gewissen Zeitdruck, denn was wäre es für ein Horrorfilm, wenn die Zombies vor den Mauern nicht irgendeinen Weg finden würden, in das Gefängnis hineinzukommen?  Demzufolge wird unsere Gruppe von Überlebenden wie in allen 3 vorherigen Teilen stetig kleiner und die Situation spitzt sich im weiteren Verlauf des Films deutlich zu, so auch der Actionfaktor.

Ich persönlich muss sagen, dass der Horror seit dem 3. Teil bei weitem nachgelassen hat und die Action im Vordergrund steht, sprich Schießereien, unglaublich spektakuläre und vollkommen unlogische Moves und sehr gut gemachte Kampfszenen, hier sei gesagt, dass Wesker, der hier auch seinen Auftritt hat, seine Moves aus dem 5. Teil der Spielreihe ebenfalls beherrscht.

Schockmomente sind vorhanden, allerdings nichts, was sonderlich begeistert oder neu ist.
Spannend und fesselnd ist der Film jedoch allemal und für Fans ein Muss.

Um etwas genauer auf die Charaktere einzugehen: Wie erwähnt hat es Wesker endlich in den Film geschafft, allerdings höre ich über den Schauspieler geteilte Meinungen, dies kann jeder mit sich selbst vereinbaren. Auch wurde Chris Redfield in den Film integriert und sogar der Henker mit Riesenaxt (Resident Evil 5, das Spiel) hat einen nicht unbedeutenden Auftritt. Man erfährt zudem, was mit Jill Valentine passiert ist.

Jetzt zum negativen Teil, der Film ist überhäuft (theoretisch noch untertrieben) und ich meine wirklich ÜBERHÄUFT mit Logikfehlern. Soviele Logikfehler hab ich seit Langem nicht mehr gesehen.

Um ein paar Beispiele zu nennen (ACHTUNG SPOILER ENTHALTEN!):
Wie schaffen es die Zombies, sich durch meterdicken Beton ins Gefängnis zu buddeln? Wie können amerikanische Waffen nach einem etwas längerem Tauchgang noch einwandfrei schießen? Wieso parken die Flugzeuge in Alaska so dermaßen dicht beieinander? Die sind ganz bestimmt nicht so gelandet. Wenn der Henker in den Duschraum reinkommt, wieso dann nicht die anderen Zombies? Wieso lässt man das Loch, wo man weiß, dass da Zombies reinkamen, einfach unbewacht? Wie kann ein einfacher Mensch als Gegengewicht eines Flugzeugs dienen, damit es nicht abstürzt? (Das Kino inklusive mir hat sich damals kaputt gelacht) Wieso brennen die Häuser nach 4 Jahren einer Zombieinvasion immer noch? Wie kann Alice eigentlich mit ihrem Flugzeug hin und her fliegen, obwohl Treibstoff doch angeblich sehr sehr knapp bis gar nicht mehr vorhanden war?

Und eine Frage, die mich wirklich interessiert: Kann eine Schrotflinte tatsächlich Münzen verschießen?

SPOILER ENDE
Wenn man über all diese, nennen wir es mal “Mängel”, hinwegsieht, erwartet einen ein riesiges Actionspektakel, was in vielerlei Hinsicht erstaunlich viele Ähnlichkeiten mit MATRIX aufweist.

Trotz allem hat mich der Film gut unterhalten, ich fand ihn aber definitiv zu kurz, da hätte man noch dran werkeln sollen.

Insgesamt ist der Film mit 7 Sternen gut bedient.

 

Trailer im Anhang:

Resident Evil: Afterlife (2010), 7.3 out of 10 based on 7 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Nightmar3
    10 Mrz 2011, 3:22 pm

    Mal wieder ein sehr zutreffender Review,

    Ich war nie ein Fan der Spiele, der einzige Grund warum ich sie ab und an “angespielt” habe war der Horrorfaktor.
    Selbiger fehlt allerdings und da muss ich Marc vollkommen Recht geben meiner Meinung nach sogar schon nach dem 2ten Teil.
    Aus einem sehr guten Horrorfilm mit klasse Darstellern ist ein Sehr guter Actionfilm mit klasse Darstellern geworden,
    die Einordnung in die Rubrik “Horror” verdient der Film nurnoch bedingt durch die Zombiehorden und die verwüstete Welt, was jedoch der Unterhaltungsqualität dieser Filmreihe meiner Meinung nach keinen Abbruch tut.

    Egal ob der Erste oder der Letzte, alle Filme waren von der Inszenierung her Klasse und konnten mich für über ihre gesamte Laufzeit hinweg komplett einnehmen.

    Fazit: ich persönlich hätte ihn ein wenig besser bewertet, denn für 7 ist er zu spannend(à mon avis), doch jeder hat seine eigenen Bewertungsmaßstäbe was Horrorfilme angeht 😉

    Lg, Marc

Schreibe ein Kommentar