red mist

Red Mist (2008)

: Arielle Kebbel, Andrew Lee Potts, Alex Wyndham
: Paddy Breathnach
: Spence Wright
: ca. 81 min
: ab 18
: 21.10.2012 (DVD)
: I-On New Media
: Großbritannien
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
2 votes
1.5

Red Mist (2008)

Red Mist spielt ein gefährliches Spiel, dass darin besteht, dem Zuschauer eine viertel Stunde lang mit allen Mitteln klar zu machen, dass man besser mal wieder ein Brettspiel spielt, ein Buch liest oder einfach schlafen geht.
Hat man dieses Tief überstanden zeigt einem der Film, dass ein vorzeitiges Abschalten ein Fehler gewesen wäre.

Kenneth ist ein Außenseiter. Nach einer traumatischen Kindheit arbeitet er als eine Art Hausmeister im Krankenhaus. Er wäre gerne wie die Gruppe angehender Ärzte, die er dort ebenfalls beschäftigt ist, doch die verspotten ihn nur. Als Kenneth einen von ihnen beim Diebstahl von Medikamenten filmt, nehmen ihn die Studenten zum Schein in ihrer Mitte auf, doch noch am selben Abend geschieht ein Unglück und Kenneth liegt im Koma…

Eine Optik, die selbst für ein Krankenhaus zu steril ist, schablonenhafte Charaktere und platte Dialoge, die mit einer fragwürdigen Synchronisation einhergehen. Kenneth gibt einen Außenseiter, der wohl Stephen Kings „Carrie“ zum Vorbild nimmt, gleichzeitig darum bemüht ist diese zu überbieten. Die Darstellung des schüchternen, offenbar geistig zurückgebliebenen Stotterers, der sich selbst Verletzungen beibringt, wirkt überladen. Dem stehen die Studenten, die sich eher wie High School Rowdys, als angehende Mediziner aufführen, in nichts nach.
Dass man das alles in einen engen Zeitrahmen presst, anstatt der Geschichte etwas Platz zum entwickeln zu lassen, ist auch nicht von Vorteil.

Dann passiert das Unerwartete: Als Kenneth im Koma liegt, will ihm Catherine, die so etwas wie die gute Seele der bösen Studenten ist, helfen und injiziert ihm eine neuartige Mischung von Medikamenten, die seine Hirnströme stimuliert. Dadurch gelingt es Kenneth vom Krankenbett die Kontrolle über andere Menschen zu übernehmen, die er für seine Rache nutzt.
Das eigentlich unerwartete liegt aber darin, dass der Film erheblich an Qualität zulegt und sich fortan gleichermaßen düster, brutal und einfallsreich präsentiert.

Auch wenn Oberbösewicht Sean nach wie vor oberflächlich agiert und sein Tod reichlich konstruiert wirkt, lässt sich ansonsten nicht viel Meckern. Das liegt vor allem daran, dass nicht nur die Morde unterschiedlich ablaufen, sondern auch die menschlichen Werkzeuge denen sich Kenneth bedient stets anders vorgehen.
Anfangs werden wir als Zuschauer Zeugen des Geschehens und sind dabei den Studenten immer einen Schritt voraus. Dies soll sich jedoch im Laufe des Films ändern, wo uns die Handlung irgendwann „überholt“.

Fazit: Auch wenn „Red Mist“ das Zeug zum Klassiker fehlt, sollte man den Beginn des Films aussitzen und den Rest genießen.

Red Mist (2008), 1.5 out of 10 based on 2 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar