Primal

Primal (2011)

: Krew Boylan, Lindsay Farris, Rebekah Foord
: Josh Reed
: 80 min
: ab 18
: 25.08.11 (DVD+BD Verleih) 22.09.11 (DVD+BD Verkauf)
: Anolis Entertainment / Sony Pictures
: Australien
Unsere Wertung
6.5
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2 votes
6.5

Primal (2011)

Seit dem RTL-Dschungelcamp dürfte jedem klar sein, dass sich im australischen Busch jede Menge degenerierte Halbaffen herumtreiben.
Dieser Dschungel ist auch der Handlungsort von PRIMAL und wird von 6 jungen Menschen aufgesucht, die nach Höhlenmalereien suchen. Dort angekommen bekommen sie es nicht nur mit kunststofffressenden Käfern zu tun, sondern müssen auch zusehen wie sich eine ihrer Freundinnen in ein blutrünstiges Wesen verwandelt. Nun gilt es zu entscheiden, ob das Heil in der Flucht oder im Gegenangriff besteht.

Die Quelle der Gefahr wird im Film nicht weiter erklärt, versteht sich aber dennoch von selbst. Etwas Altes, Primitives und Gefährliches ist am Werke, das muss reichen.
Primitiv sind auch die üblich stereotypen Charaktere, bei denen der Zuschauer zunächst auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Da geht es um F-Wörter und andere Einfallslosigkeiten und wir ahnen bereits, dass die Dame, der Schimpfwörter nur schwer über die Lippen kommen, später fluchen wird wie ein Bierkutscher.

Wer die holprige Anreise unbeschadet übersteht, wird aber mit einem kurzweiligen Aufenthalt entlohnt, wie man ihn sich auf RTL mal wünschen würde. Nach einem Bad im blutegelverseuchten Tümpel erlebt Mel eine schreckliche Fiebernacht, verliert all ihre (menschlichen) Zähne und richtet sich gegen ihre Freunde.

Neu ist dieser Einfall freilich nicht; fast jeder Vampir- und Zombiefilm stellt einen Protagonisten vor die Herausforderung mit der Verwandlung eines Freundes umzugehen. Die Variation liegt hier darin, dass man sich für das Thema recht viel Zeit nimmt und zudem der Rückzug kaum möglich wäre, der Angriff gefahrvoll ist und Abwarten nur in der Nähe eines Feuers Sicherheit verspricht.
So entsteht zwischen den 5 verbliebenen Freunden und Mel – unterstützt durch andere Gefahren – ein Katz- und Maus – Spiel, das natürlich blutig endet, denn Mel hat nicht nur neue rasierklingenscharfe Zähne, sondern auch katzenartige Fähigkeiten.

Was die optische Umsetzung dieser Fähigkeiten und anderer Effekte auf dem Bildschirm angeht, versteht es das Team um Regisseur Josh Reed meist gut, die eigenen Möglichkeiten richtig einzuschätzen. Schnelle Schnitte und notfalls etwas Dunkelheit können die ein oder andere handwerkliche Unsicherheit kaschieren und an verschiedenen Stellen lässt sich etwas Originalität ausmachen.

Fazit: PRIMAL stellt sich auf ein bewährtes Grundgerüst, probiert aber von dort ein paar nette Dinge aus. Manches misslingt, manches gefällt, und am Ende bleiben 80 unterhaltsame Minuten.

Primal (2011), 6.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Märy Cherry
    21 Aug 2011, 6:26 pm

    Zum Ende hin wird der Film immer lächerlicher und hätte mir eig. mehr erwartet – da dachte wohl mal wieder einer – mehr ist mehr ^^ und in der englischen Fassung ist er sowieso kaum zu ertragen, da dieser “England” Akzent zunehmend unerträglicher wird.

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