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Prey (2010)

: Grégoire Colin, François Levantal, Fred Ulysse
: Antoine Blossier
: 76 min
: ab 16
: 23.09.11
: Universum / Senator
: Frankreich
Unsere Wertung
6.0
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6.0

Prey (2010)

In Asterix-Comics stehen sie auf der täglichen Speisekarte, wer in ländlichen Gebieten wohnt sieht hier und dort ihre Spuren und tut gut daran, ihnen aus dem Weg zu gehen. Die Rede ist von Wildschweinen, die in diesem französischen Streifen zunächst gejagt werden, dann aber den Spieß umdrehen.

Nathan besucht mit seiner Frau Claire deren Familie auf dem Land. Dort gibt es nicht nur die Zukunft des Paares zu klären, das zwischen privatem Glück und Karriere steht, sondern auch einen Angriff durch ein Wildschwein. Gemeinsam mit einigen männlichen Familienmitgliedern geht der unerfahrene Nathan auf die Jagd. Wie sich zeigt, gestaltet sich diese gefährlicher als angenommen.

Wichtiges Detail im Film ist, dass Claire im familieneigenen Chemieunternehmen weiterarbeiten soll. Man könnte an dieser Stelle vor Spoilern warnen, aber jeder der PREY sieht, wird aufgrund der zahlreichen Andeutungen und ähnlich gelagerten Werken schnell eine Verbindung zwischen Chemikalien und großen, gefährlichen Wildschweinen herstellen, lange bevor die vier Jäger das tun.
Der Ökohorror erinnert an Filme wie DIE PROPHEZEIUNG. Die Botschaft ist entsprechend: Auch wenn die Gefahr von den Wildschweinen ausgeht, sind die Menschen die größeren Drecksäue.

Regie-Debütant und Co-Autor Antoine Blossier arbeitet mit bescheidenen Mitteln. Sein Cast besteht aus gerade einmal sechs Schauspielern und ansonsten zeigt er nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Der Wald wird nicht mit einer Armada aus Scheinwerfern ausgeleuchtet; wenn hier Nacht ist, ist es auch dunkel. So dunkel, dass in Kombination mit einer wackligen Kamera manchmal fast schon etwas zu wenig zu sehen ist.
Man wartet vergebens darauf eines der Wildschweine in voller Pracht erleben zu dürfen, sondern bekommt stets nur einen kurzen Blick geschenkt. Das ist aber allemal geschickter als ein stümperhaftes Stoffschwein minutenlang in die Kamera zu halten.

Es ist nicht so, dass ein Film dieser Art grandiose Schauspieler verlangt, trotzdem wird hier anständig gespielt und so durchschaubar die Geschichte von Anfang an sein mag, wird das Ganze doch stimmig vorgetragen. Eines passt sowieso wie in nahezu jedem französischen Horrorfilm: Dreck und Schmutz sind glaubhaft.
Allzu blutig wird es indes nicht, aber ein paar Schocks und gelegentliche Ekel-Einlagen bringt PREY mit sich.

Zwar gehört PREY nicht wie die kürzlich vorgestellten HUSK und PROWL zu den After Dark Originals, steht mit diesen aber  etwa auf einer Stufe. Keine unnötige Tiefe, wenig was den Film zu einem „Original“ machen könnte, das man immer wieder sehen will; dafür aber kurzweilige Unterhaltung die keinem weh tut.

Prey (2010), 6.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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