Pigs

Pigs – Slaughter Farm (2008)

: Kevin Oestenstad, Allison Batty
: Tony Swansey
: Dennis Doornbos, Tony Swansey
: ca. 79 min
: ab 18
: 24.09.2010
: Epix Media AG
: USA
Unsere Wertung
4.0
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2 votes
8.0

Pigs – Slaughter Farm (2008)

Ein Blick auf das Cover verrät alles: In diesem Film bekommen wir es mit mutierten Schweinen zu tun, genauer gesagt, Menschen mit Schweinekopf.
Ich will ehrlich sein: Mich hat das beängstigt. Nicht, weil ich Menschen mit Schweinekopf per se beängstigend finde (ich komme vom Land), sondern weil ich mich fragte, wie man daraus einen vernünftigen Horrorfilm machen will.

Oft liegt es an unserer Erwartungshaltung, ob wir einen Film gut oder schlecht finden. Ich habe mir also vorgenommen möglichst wenig zu erwarten, nicht an George Orwells „Farm der Tiere“ zu denken und mich über jede positive Überraschung zu freuen.

Das gelingt zunächst auch: Man sieht wie ein Mann auf einer einsamen Landstraße über sein liegen gebliebenes Auto und sein Handy ohne Empfang schimpft und trotz dieser Klischees wirkt die Szenerie bedrohlich. Unnötig zu erwähnen, dass der Arme das Ende des Films nicht überlebt.

Von dort an folgen wir einer offensichtlich nur mäßig erfolgreichen Rock-Band, die zusammen mit zwei Groupies auf dem Weg zu einem Konzert sind und mit ihrem Van in derselben Gegend liegen bleiben.
Schnell entsteht Streit, man trennt sich und gerät in die Fänge des Schweinefarmers (der aber eben in diesem Fall keine Schweine hält, sondern selbst eins ist).

Lobenswert ist die karge, herbstlich-winterliche Landschaft, die zuweilen an die Szenerie von „Fargo“ erinnert und zu einer insgesamt bösartigen Atmosphäre hätte beigetragen können, wenn man das gewollt / gekonnt hätte.
Andererseits wäre der Film mit ein paar Gags ohnehin besser auf der lustigen Schiene gefahren, doch leider nimmt sich Pigs dafür zu ernst und so schimmert nur dann (unfreiwillige) Komik durch, wenn die schweinsnasigen Killer ins Bild kommen.

Immerhin will man dem Film eine tiefere Bedeutung geben, indem zunächst das Thema Vegetarier gegen Fleischesser ins Spiel gebracht wird und später natürlich die Menschen selbst im Pferch gehalten werden. Ob Fleischesser deswegen ihre Einstellung ändern und fortan nur noch Obst und Gemüse essen, darf jedoch bezweifelt werden. Dafür sind die Schlachtszenen letztlich nicht drastisch und die Darsteller nicht sympathisch genug.

Man sieht Pigs das fehlende Budget an. Eine wacklige Kamera, schlechte Schnitte, langweilige Dialoge, miese Effekte etc. Da es sich um eine Indie-Produktion handelt, gibt es dafür Verständnis, deswegen aber nicht mehr Sterne. Abgesehen von den ungewöhnlichen Bösewichtern, bietet der Film zudem nichts Neues. Durch Militärversuche entstandene Mutanten, herumhängende Leichenteile, Embryos in Gurkengläsern und einmal mehr die Erkenntnis, dass man auf dem Land schnell zum Schweinefutter wird.

Pigs - Slaughter Farm (2008), 8.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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