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Perkins’ 14 (2009)

: Patrick O'Kane, Richard Brake
: Craig Singer
: Jeremy Donaldson, Lane Shadgett
: ca. 91 min
: ab 18
: Savoy Film / Sunfilm
: USA
Unsere Wertung
8.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
6.7

Perkins’ 14 (2009)

Dwayne Hopper ist Sheriff der kleinen Stadt Stone Cove. Seit sein Sohn Kyle zusammen mit 13 anderen Kindern vor 10 Jahren spurlos verschwand ist sein Leben nicht mehr das Gleiche.
Als er in einer Nachtschicht auf dem Polizeirevier den Apotheker Ronald Perkins in einer Zelle findet, wächst in Hopper langsam der Verdacht, dass Perkins der Entführer der Kinder sein könnte.
Als der Sheriff einen Kollegen in Perkins Haus schickt, findet der tatsächlich ein Verlies in dem die Kinder über Jahre hinweg gefangen gehalten und zu unmenschlichen Experimenten missbraucht wurden. Doch die Kinder sind mittlerweile zu brutalen Bestien geworden und als die Käfige geöffnet werden, erwartet die Stadt ein Blutbad.

Der Film beginnt ruhig, stellt die Charaktere in Ruhe vor und gibt ihnen etwas mehr Background, als dies in ähnlichen Werken der Fall ist. Zunächst erhalten wir einen Einblick in Hoppers Leben, lernen seine Familie kennen und erahnen, dass seine Ehe in Scherben liegt.
Als sich Hopper mit Perkins beschäftigt wirkt dieser bedrohlich, aber man erwartet eher eine Serienmörder-Story als den Zombiefilm, der letzten Endes entsteht.
Erst in der zweiten Filmhälfte drückt Regisseur Craig Singer richtig aufs Gas und bedient Freunde von Splatter- und Goreszenen. Gleichzeitig schafft er es dem Film genügend Atmosphäre zu geben und geizt auch mit Schocks nicht.

Schon mit „Dark Ride“ zeigte Singer gute Momente und setzt dies nun konsequent fort. Obwohl sowohl dem Vorgänger als auch Perkins‘ 14 anzusehen ist, dass das Geld knapp war, wurde hier nicht an den falschen Enden gespart.

Bemerkenswert ist die Leistung von Perkins-Darsteller Richard Brake, der als Nebendarsteller bereits in großen Produktionen wie „Unterwegs nach Cold Mountain“ oder „Batman begins“ zu sehen war und hier einen sinisteren Psychopathen gibt, der sich vor bekannteren Bösewichtern der Filmgeschichte nicht zu verstecken braucht und innerhalb des Films gerne noch mehr Aufmerksam hätte bekommen können.

Die bekommen in der zweiten Hälfte stattdessen die zombieähnlichen Wesen, wobei es sich eben nicht um Untote sondern um jahrelang misshandelte Menschen handelt, die vor Wut kochen.
Am ehesten kann ein Vergleich zu „28 Days Later“ gezogen werden, was auch der melancholische Score unterstreicht, der ebenfalls an das Vorbild erinnert.

Ein roter Faden, der sich durch den gesamten Film zieht, ist der Wunsch des Sheriffs, seinen Sohn wiederzusehen. Nachdem er anfangs davon ausgehen muss, dass Kyle lange tot ist, trifft er ihn später als wütendes Monster wieder, kann ihn aber nicht töten, so dass sich die beiden am Ende noch einmal treffen.

Perkins‘ 14 mag nicht perfekt sein, vielleicht wurde bei 28 Days Later geklaut und womöglich erinnert die Darstellung des Ronald Perkins an Hannibal Lecter, aber in der Summe bleibt ein Film, der hoffen lässt, dass Craig Singer bald ein neues Projekt anvertraut wird.

Perkins' 14 (2009), 6.7 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. thomas
    13 Nov 2010, 11:45 pm

    8 von 10?

    welchen film habt ihr gesehen? der ist totaler schrott – miserable schauspieler, dramaturgie und dialoge aus dem kindergarten. also ne…

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