PARANORMAL INVESTIGATIONS (2)

Paranormal Investigations (2007)

: Patti Tindall, Lindsay Page
: Sean Tretta
: 101 min
: ab 18
: 13.10.11 (BD) 22.01.10 (DVD)
: MIG
: USA
Unsere Wertung
3.0
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4.8

Paranormal Investigations (2007)

Wenn ein Film das Wort „Paranormal“ im Titel trägt, deutet er oft an, dass er gerne so wäre wie die Erfolgsreihe PARANORMAL ACTVITY. Zwar nennt sich der vorliegende Film im Original DEATH OF A GHOST HUNTER, in Deutschland wählte man aber den ebenfalls englischen Titel PARANORMAL INVESTIGATIONS. Grundsätzlich nicht verkehrt, denn es geht um paranormale Ermittlungen, stilistisch fühlt man sich aber nur selten an PARANORMAL ACTIVITY erinnert.

Die Geisterjägerin Carter Simms wird vom Besitzer eines Hauses, in dem sich vor Jahren einige blutige Morde zutrugen, damit beauftragt nach paranormalen Erscheinungen zu suchen. Ihr zur Seite stehen ein Kameramann, eine Journalistin, sowie die junge Christin Mary Young.

Die Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Den Beteiligten (und dem Zuschauer) ist schnell klar, dass es in dem Haus tatsächlich spukt. Egal, ob es ein Stuhl ist, der in POLTERGEIST-Manier durch den Raum fährt, eigenartige Audioaufnahmen oder Schemen, die die Überwachungskameras einfangen, es wird einiges geboten.
Gleichzeitig zeigen sich auch in der Einigkeit der Geisterjäger Risse…

Was in geschriebenen Worten womöglich noch ganz vielversprechend klingt, ist auf dem Bildschirm dünn wie ein Topmodel.
Zwar ist die Story in der Tat passabel, die Umsetzung ist weit unter Durchschnitt. Am Budget dürfte das ja nicht gelegen haben, denn bekanntermaßen entstand auch PARANORMAL ACTIVITY für ein Taschengeld, ist dabei aber ungleich effektiver.

ACHTUNG KLEINERE SPOILER:
Diese Spoilerwarnung darf jeder ignorieren, der mehr als 3 Horrorfilme gesehen hat und somit von der ersten Minute an weiß, dass die fromme Mary Young nicht alle Latten am Zaun hat. Im Film tut man hingegen bewusst geheimnisvoll und lässt die Verwirrte gewähren, ohne dass jemand so recht weiß, was sie überhaupt beitragen soll.
Warum man in einem mit Elektrizität ausgestatteten Haus mit Taschenlampen durch die dunklen Räume schleicht oder warum Carter mühselig irgendwelche kryptischen Tonaufnahmen auswertet obwohl gleichzeitig eindeutige und bahnbrechende Beweisvideos vorliegen, sind nur einige weitere  Beispiele für diverse unlogische oder vorhersehbare Augenblicke, die sich zusammen mit schlechtem Schauspiel zu uns gesellen.

PARANORMAL INVESTIGATIONS mag sich zunächst nicht festlegen, mit welcher Kameraansicht er vorgehen will. So erleben wir einen Mix aus der „normalen“ Dritte-Person-Sicht, einigen Überwachungskameras und Ego-Ansicht. Das ist soweit noch keine Kritik, doch ist insbesondere der eingeschränkte Winkel der subjektiven Kamera sonst immer für Spannung und einen Schock gut. Hier wartet man darauf vergebens und wird stattdessen mit billigen Effekten bestraft, die kaum Grusel versprühen.

Ob Ähnlichkeiten zu einigen Filmen (eine Szene erinnert an CARRIE; zwei Zitate verweisen direkt auf DER EXORZIST und BLAIR WITCH PROJECT) die Angelegenheit auf- oder abwerten mag jeder selbst entscheiden, die wacklige Übersetzung und asynchrone Lippenbewegungen der deutschen Fassung tun es sicher nicht.

Die FSK 18 – Freigabe bleibt lange das größte Rätsel des Films, wird aber zum Ende hin zumindest halbwegs gerechtfertigt.

PARANORMAL INVESTIGATIONS stammt aus dem Jahr 2007, wurde 2010 auf DVD veröffentlicht und ist seit kurzem auch auf BluRay zu haben. Wenn überhaupt – sollte man bei der günstigeren DVD bleiben, denn die höherwertige Disc kann die Low Budget – Qualität des Films nicht aufwerten.

Paranormal Investigations (2007), 4.8 out of 10 based on 6 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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