PARANORMAL ACTIVITY erzählte die Geschichte eines jungen Paares (Katie und Micah), das immer stärker werdenden Geistererscheinungen im eigenen Zuhause ausgesetzt ist und diese filmen. PARANORMAL ACTIVITY 2 erzählte die etwa zeitgleich angesetzte Geschichte der Familie von Katies Schwester, die unter ähnlichen Vorfällen zu leiden hatte.
PARANORMAL ACTIVITY: TOKYO NIGHT versteht sich selbst als Sequel des ersten Films, entstand aber vermutlich als inoffizieller Ableger.
Handlungsort ist – man mag es sich denken – Japan. Dorthin kehrt die junge Haruka nach einem schweren Verkehrsunfall in den USA zurück und ist für einige Monate auf einen Rollstuhl angewiesen. Da ihr Vater oft auf Geschäftsreise ist, muss ihr Bruder Koichi sie pflegen.
Schon bald ereignen sich nachts seltsame Dinge in Harukas Umgebung und Koichi beginnt ihr Zimmer mit einer Kamera zu überwachen.
Nachdem sich anfangs „nur“ Gegenstände bewegen und Türen alleine zuschlagen, sind bald auf den nächtlichen Überwachungsaufnahmen Schritte zu hören und schließlich wird Haruka körperlich angegriffen. Eine Freundin, die Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen kann, ist hilflos und ein herbeigerufener Exorzist bringt nur kurzfristig Linderung.
Das klingt in der Tat bekannt und die Abläufe erinnern gewaltig an PARANORMAL ACTIVITY.
Fast könnte man denken, dass dies das fernöstliche Remake des US-Kassenhits ist, dass man es aber doch mit einer Fortsetzung zu tun hat, erschließt sich erst in zwei relativ kleinen Szenen, die die Verbindung zur Vorgeschichte herstellen. Das liefert zwar einen gewissen „Aha“-Effekt, ändert den Gesamteindruck von TOKYO NIGHT aber nur geringfügig.
Gefilmt wird – auch das kennt man – abwechselnd mit der wackligen Handkamera Koichis, der natürlich in den gewöhnlichsten und ungewöhnlichsten Situationen zur Kamera greift, und statischen Überwachungskameras, die den Schlaf der Geschwister überwachen. Hierbei kommt wieder der Zeitraffer zum Einsatz, der bis zu den ereignisreicheren Schlafphasen vorspringt.
Dennoch bleibt diese Art von Aufnahmen natürlich Geschmackssache. Alles was man an PARANORMAL ACTIVITY kritisieren mochte, gilt auch hier. Wer die US-Variante nicht mochte wird durch die TOKYO NIGHT sicher nicht zum Fan der Reihe, aber selbst wer PARANORMAL ACTIVITY für gut befand sollte sich darüber im Klaren sein, dass der größte Unterschied darin besteht, dass hier mit Stäbchen gegessen wird.
Die Entwicklungen, die sich durch PARANORMAL ACTIVITY 2 ergaben, werden in TOKYO NIGHT übrigens ausgespart und es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich im bald erscheinenden PARANORMAL ACTIVITY 3 ein Bezug zum japanischen Film entdecken lassen wird.
Fazit: Nur für große Found Footage / PARANORMAL ACTIVITY – Fans, die kein Output verpassen wollen.











01 Aug 2011, 9:40 am
hab den auch vor kurzem gesehen und muss sagen, der steht seinen amerikanischen versionen in nichts nach!
07 Aug 2011, 6:34 pm
Mir fällt bei dem Film nur eine Sache ein: DAS IS ALLES NUR GEKLAUT …. EYYYOOO EYYYOOO xD