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Paintball (2009)

Darsteller: Brendan Mackey, Jennifer Matter
Regie: Daniel Benmayor
Drehbuch: Mario Schoendorff
Länge: ca. 93 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 10.12.2010 (DVD)
Verleih/Vertrieb: Universum Film
Land: Spanien
Unsere Wertung
4.0
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User Score:
1 vote
5.0

Ausnahmen bestätigen die Regel: Nachdem ich letzte Woche einen Lobgesang auf spanische Horrorfilme angestimmt habe, zeigt „Paintball“, dass man auch auf der iberischen Halbinsel nicht nur Volltreffer landet.

Aber der Reihe nach: Bei „Paintball“ ist der Name Programm und startet mit einer einander unbekannten Gruppe Menschen, die im Wald zu einem ausgiebigem Paintball-Spiel abgesetzt werden. Doch dort wird von einem Unbekannten nicht nur mit scharfer Munition geschossen, sondern auch allerlei andere Fallen zum Einsatz gebracht, die die Anzahl der Teilnehmer schnell auf überschaubare Größe schrumpfen lassen.

Der Film bietet viel Action und die Truppe gerät früh unter Beschuss, wobei die Kamera professionell wacklig an Ego-Shooter erinnert. Paintball-Kämpfe bieten aber nur dann Nervenkitzel, wenn man selbst beteiligt ist, so dass eine Verschärfung der Spielregeln durchaus Sinn ergäbe, wäre das Ganze nur ein wenig überraschender.
So erinnert die blutige Entwicklung einer vergleichbar harmlosen Freizeitaktivität an Werke wie Severance (Motivationsseminar) oder Headhunter (Survival-Weekend).
Man gibt sich leidlich Mühe, die Protagonisten eines besonders originellen Todes sterben zu lassen, aber auch das ist man natürlich von ähnlichen Filmen gewohnt.

Interessant ist die Optik die sich durch das Wärme-Visier des Killers ergibt und nicht nur an verschiedenen Stellen mehr zeigt, als zu erwarten wäre, sondern auch die Morde in einem ungewöhnlichen Licht präsentiert.
Dass ein Jäger Menschen die mit vergleichsweise harmlosen Waffen ausgestattet sind, durch den Wald hetzt, weist wiederum Parallelen zu „Predator“ auf, was aber verzeihbar ist.

Nicht so leicht zu entschuldigen ist das grobe Fehlverhalten der Überlebenden, die irgendwann verstehen, dass es um Leben und Tod geht, sich aber trotzdem regelkonform von Station zu Station kämpfen um ein paar nützliche Gimmicks aufzulesen, wahrscheinlicher aber dort nicht lebend anzukommen.

Spannung kommt selten auf und Sympathien zu den Figuren lassen sich nur schwer aufbauen, da diese nicht nur unscharf gezeichnet sind, sondern hinter der Paintball-üblichen Maskerade auch noch schwer auseinanderzuhalten sind.

Achtung Spoiler:
Die Gruppe von Menschen, die sich das Spektakel über Kameras und hinter Glasscheiben anschauen und auch organisieren, sind  wohl die größte Überraschung…wirken aber dennoch fehl am Platz.
Spoilerende.

Erkenntnise:
-Paintball hat ein paar nette Augenblicke, aber nicht viele.
-Nicht jeder spanische Horrorfilm hat die Qualität von Rec, Buried oder Darkness.

Paintball (2009), 5.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | 20 Nov 2010 | Reviews (Filme)

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