Mothers Day Cover

Mother’s Day (2010)

Darsteller: Jaime King, Rebecca De Mornay
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Scott Milam
Länge: ca. 108 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 09.06.11 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Kinowelt
Land: USA
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
4 votes
7.3

MOTHER‘S DAY (MUTTERTAG) gab es bereits 1980. Dieser Film kann also als Remake betrachtet werden, weißt dafür aber relativ wenige Parallelen auf. Während das (später beschlagnahmte) Original in der Rape & Revenge – Ecke angesiedelt war, setzt man 2011 lieber auf Elemente des Torture Porn.

Als ein Banküberfall der Brüder Izaak, Addley und Johnny Koffin in die Hose geht, suchen die 3 Unterschlupf im Haus ihrer Mutter. Da die Räuber nicht die hellsten Sterne am Firmament sind, ist ihnen entgangen, dass Mama das Haus inzwischen verkaufen musste und so platzen sie in eine kleine Party, deren Teilnehmer schnell als Geiseln genommen werden.
Während draußen ein Hurrikan heraufzieht, trifft schließlich auch die Mutter mit Schwester Lydia ein. Die Familie muss das Land verlassen, doch dafür benötigt sie Geld und die Kohle, die die Jungs nach Hause schickten, ging offenbar verloren, da Ma Koffin keinen Nachsendeantrag ausgefüllt hatte.

Eigentlich bietet diese lieblos zusammengestrickte Story bereits genügend Argumente, um die Stopp-Taste zu hämmern, natürlich will man aber sehen, wie sich die drei Killer durchschlagen. Johnny ist schwer verletzt, Addley scheint sich nur durch Fluchen, Schreien und Drohen zu artikulieren und alleine Izaak ist clever genug, die Mutter um Hilfe zu bitten.  Die konnte den Buben zwar nichts über den Umzug mitteilen, trifft aber in kürzester Zeit ein.
Gespielt wird die Dame von Rebecca de Mornay, deren Rolle ähnlich angelegt ist, wie in DIE HAND AN DER WIEGE. Mal die liebevolle Beschützerin, mal die eiskalte Psychopathin.
Unterdessen sind sich die im Keller eingesperrten Opfer auch nicht einig. Während einige auf Widerstand setzen, wollen andere lieber die Füße still halten, es tun sich menschliche Abgründe auf und aus Freunden werden Gegner. Was hier womöglich abwechslungsreich und spannend klingt,  ist leider auch reichlich zerfahren und unorganisiert.

Letztlich dient aber jede Aktion ohnehin nur dazu, um in selbstgefälliger Gewalt zu enden. Davon gibt es reichlich und sie ist gut in Szene gesetzt. Regisseur Darren Lynn Bousman durfte bereits verschiedene SAW-Teile inszenieren und der Schuster bleibt bei seinen Leisten. Es wird geschlitzt, geschossen, geschlagen, verbrannt und verbrüht. Man foltert, um an Informationen zu gelangen oder Menschen zu bestrafen. Zwei Freunde müssen sich gegenseitig verprügeln; der Gewinner verhindert, dass seine Freundin von Johnny vergewaltigt wird. Ja, Johnny, der im Sterben liegend die Couch der Hausherren vollblutet, hat Lust auf Sex. Mag sein, dass Männer Schweine sind, aber das ist schlichtweg lächerlich.
Hier und da wird der Ansatz eines verbalen Psycho-Duells eingestreut, kommt aber nie zum Abschluss, da vorher physische Brutalität die Oberhand zurückgewinnt.

Dass für MOTHER’S DAY Geld ausgegeben wurde (angeblich 11 Mio $) sieht man. Kamera und Effekte wirken professionell. Es wäre jedoch schön gewesen, wenn man noch ein paar Dollar für ein vernünftiges Drehbuch und glaubwürdigere Schauspieler ausgegeben hätte.

 


 


Mother's Day (2010), 7.3 out of 10 based on 4 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | 05 Mai 2011 | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. Sheri Moon
    05 Jun 2011, 1:49 pm

    Einerseits war die Mutter lieb und nett…andererseits eine kranke Psycho Frau:) Das Ende ist bitter…

Schreibe ein Kommentar

Bilder

Mother's Day
Mother's Day
Mother's Day
Mothers Day Cover
Mother's Day