May

May – Schneiderin des Todes (2002)

Darsteller: Angela Bettis, Anna Faris, Jeremy Sisto
Regie: Lucky Mckee
Drehbuch: Lucky McKee
Länge: ca. 93 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 23.09.03 (DVD)
Verleih/Vertrieb: Mc One
Land: USA
Unsere Wertung
9.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
6 votes
4.2

MAY – Schneiderin des Todes erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die immer wieder an dem Versuch scheitert, Freundschaften zu führen. Durch eine Behinderung ihres rechten Auges, fällt es ihr schon als Kind schwer Freunde zu finden. Daraufhin bekommt sie von ihrer Mutter eine beste Freundin in Form einer Puppe geschenkt. May entwickelt sich so zu einer einsamen, schrägen und unscheinbaren Person. Angela Bettis (SCAR 3D, THE WOMAN) beherrscht diese Rolle perfekt und genau diese Hingabe und Intensität mit der sie spielt macht diesen Film aus.

Nach einer Augenkorrektur scheint May aus ihrem Schatten zu treten und ihrem Ziel Freunde zu finden etwas näher zu kommen. Der Fokus der Handlung liegt auf den Charakteren und ihren Beziehungen zu May, dabei scheint jeder Einzelne selbst etwas verrückt zu sein oder zumindest einen Hang dafür zu haben. Die Misere beginnt, als diese Freundschaften ziemlich schnell wieder zerbrechen und May feststellen muss, das sie wohl nie einen für sich perfekten Freund finden wird. Eine dieser Personen, wird von der uns wohl allen aus den SCARY MOVIE Filmen bekannten Anna Faris gespielt. Leider kann sie in neuer Rolle als lesbische Arbeitskollegin, nicht wirklich überraschen.

Es wiederholen sich die selben Szenen immer wieder, was aber nie langweilig wird, da May uns jedes mal aufs neue überrascht. Die Handlungen spielen sich so immer wieder an den selben Orten ab und verzichtet völlig auf Einblicke in Landschaft oder Stadtszenario. Generell wird auf viel unnötigen Schnickschnack verzichtet. Auch kriegen wir kaum Menschen zu Gesicht, die keine direkte Rolle in Mays Leben spielen. May’s anfängliche Verrücktheit entwickelt sich immer mehr zu einem Wahnsinn. Der Zuschauer schwankt dabei immer zwischen Mitgefühl und Angst. Blut fließt allerdings erst gen Ende und dann auch nicht mehr als nötig. Trotzdem sind einige Szenen dabei, die beim zuschauen doch dem einem oder anderem weh tun werden. Wer aber auf ein Gemetzel hofft, wird enttäuscht werden.

Lucky McKee setzt dabei viel auf Symbolik, in der besonders May’s Puppe und der dazugehörige Glaskasten eine Rolle spielt. Man kann dem Film durchaus einen gesellschaftskritischen Charakter unterstellen, stehen doch die Akzeptanzlosigkeit und die daraus resultierende Einsamkeit deutlich im Vordergrund.
Wenn man für seine Freunde nicht perfekt sein kann, muss man sich seine Freunde perfekt machen. Zumindest ist das Mays Erkenntnis aus den Dingen. Was wir selber in dem Film sehen, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Fakt ist das sich MAY an großer Beliebtheit erfreut und sich einen großen Fankreis aufbauen konnte.

Fazit: MAY ist eine Interessante Mischung und lohnt sich angesehen zu werden.

May - Schneiderin des Todes (2002), 4.2 out of 10 based on 6 ratings

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Geschrieben von May | 22 Sep 2011 | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Colemarie
    18 Feb 2012, 4:07 pm

    fand den eher langweilig als interessant oder sehenswert. Die Darstellerin wirkte alles andere als hässlich weshalb ich anfangs den handlungsbogen nicht ganz nachvollziehen konnte….Zwar ist die etwas undurchsichtige, verrückte May gut gespielt aber die 9 Sterne versteh ich ganz ehrlich nicht wirklich, der is grademal 5 wert….

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