madness

Madness (2010)

: Anna Adolfsson, Victoria Bloom, Yohanna Idha
: Sonny Laguna, David Liljeblad, Tommy Wiklund
: Sonny Laguna, David Liljeblad, Tommy Wiklund
: 88 min.
: ab 18
: bereits erschienen (DVD)
: MIG
: Schweden
Unsere Wertung
2.0
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Madness (2010)

Mit MADNESS verhält es sich, wie mit den Fehlersuchbildern, die man manchmal aus Zeitschriften kennt: links ist das Original, rechts ein fast identisches Bild mit 10 kleinen Fehlern.
In der Welt des Backwood-Films gibt es relativ viele Bilder auf der rechten Seite, bei MADNESS hat man sich jedoch besondere Mühe gegeben.

Jenna und Tara sind auf dem Weg zu einem Cheerleading-Wettbewerb nach Minneapolis. An einer Tankstelle lernen sie Oliver und Chad kennen, die eine Wagenpanne haben.
Die vier fahren zusammen weiter, doch schon kurz darauf werden sie von einem anderen Wagen belästigt und landen im Graben.
Ein vermeintlicher Helfer lädt die Unfallopfer ein, aber der Bursche führt böses im Schilde.

Es ist schon verwunderlich, dass MADNESS in den USA spielen soll, aber Menschen, Landschaft und selbst die Fahrbahnmarkierung den Eindruck erwecken, man wäre in Schweden. Das ist auch das Produktionsland des Films und warum man nicht auch die Handlung in Skandinavien belassen hat um wenigstens einen Hauch von Eigenständigkeit zu behalten, bleibt wohl für immer ein Rätsel.

Immerhin ist man sehr bemüht, alles amerikanisch aussehen zu lassen und was ist amerikanischer als Cheerleader? So zwängen sich die beiden Damen schon vor Beginn der Filmhandlung in ihre Kostüme, auch wenn Minneapolis gemäß Drehbuch 150 Meilen entfernt ist.
An der Tankstelle im Nirgendwo wird dann auch prompt nochmals die Choreographie geprobt. Scheinbar sind Jenna und Tara die einzige Cheerleadertruppe, die zu zweit antritt.

Das Benzin zahlt man natürlich in US-Dollar, auch dann wenn im Hintergrund schwedische Wörter zu lesen sind.

Lustige Gesellen sind auch die Rednecks, die sich gerne im WildWest-Style ein Tuch über Mund und Nase binden…manchmal auch nicht…dann aber doch wieder.
An alle Psycho-Killer da draußen: Wenn ihr euer Opfer ohnehin töten wollt, müsst ihr euch nicht maskieren, es sei denn ihr rechnet mit eurem eigenen Unvermögen.
Apropos: Sehr schön ist die Szene, in der einer der Hillbillies Oliver aus dem Auto zerrt und um ihm Respekt einzuflößen einfach mal seine eigene Scheibe durchschießt.

Und dann sind da die Dialoge…Oh mein Gott…die Dialoge sind ein echtes Highlight.
Chad und Oliver an der Tanke:
-Schau mal die beiden heißen Girls da.
-Das sind nette Hühner, was?
-Ja, Männer mögen sowas.
Verehrte Damenwelt, ich entschuldige mich im Namen aller Männer für solche flachen Aussagen und bin der ehrlichen Ansicht, dass den beiden Recht geschieht was in der nächsten Stunde mit ihnen passiert.
Die beiden Damen sind jedoch keinen Deut besser und die Killer krächzen zudem ihre Texte heraus, dass man ihnen spontan ein Hustenbonbon reichen möchte.

Um Rahmenhandlung und Dialoge geht es in einem Film wie MADNESS aber ohnehin nicht. Es geht um Gewalt und die wird reichlich gezeigt. Nicht immer nachvollziehbar, nicht immer originell, aber insgesamt doch so wie man sie in es von anderen Low Budget – Hinterwäldler – Filmen kennt.

Gar nicht übel ist auch der Soundtrack, der recht gut zur jeweiligen Szene passt. Einziges Manko hier: Man hört immer wieder die gleichen beiden Lieder.
Das Bild ist wacklig und die Kameraführung wirkt laienhaft, was aber als Plus gedeutet werden sollte, da es zu Schmutz und Gewalt passt.

Auf einer neutralen Skala ist MADNESS dennoch ein schrecklicher Film, jedoch einer, der mich persönlich trotzdem großartig unterhalten hat. Ich musste ob der unfreiwilligen Komik mehrmals laut auflachen.
Ich gebe dem Film 2 Sterne, damit niemand auf die Idee kommt, man habe es hier mit Qualität zu tun, Freunde von grobem Unfug kann ich MADNESS jedoch empfehlen.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Marcel
    18 Feb 2011, 11:49 pm

    Völliger Schwachsinn. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

  2. El Tofu
    17 Sep 2011, 6:13 pm

    Was für ein Müll, auch als Trashfan nur schwer zu ertragen.

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