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Lake Placid 3 (2010)

: Colin Fergison, Yancy Butler, Kirsty Mitchell
: G.E. Furst
: David Reed
: ca. 91 min
: ab 16
: 11.11.2010 (DVD)
: Sony Pictures Home Entertainment
: USA
Unsere Wertung
5.0
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Lake Placid 3 (2010)

Es gab eine Zeit, in der Computer-Effekte eine Menge Geld kosteten und somit den Big Budget – Produktionen wie seinerzeit z.B. Jurassic Park vorbehalten waren.
Heutzutage nutzen auch Filmemacher mit kleinem Geldbeutel die Methode und machen leider zu oft aus der Tugend eine Not.
Auch 20 Jahre nach Jurassic Park brauchen Spielbergs Dinosaurier den Vergleich mit den animierten Krokodilen aus Lake Placid 3 nicht zu scheuen. Die Echsen wirken schlichtweg unecht (vor allem in Verbindung mit Wasser) und warum man sogar Kunstblut animiert, anstatt wenigstens echten Ketchup zu verspritzen, werde ich wohl nie verstehen.

Die Handlung setzt auf altbewährtes, aber wer will in einem dritten Teil schon Innovationen sehen? Letztlich wurde im Krokodil-/Alligator-Sektor wohl ohnehin schon das meiste gesagt und so besteht die größte Neuerung darin, dass man diesmal gleich eine ganze Reihe an Krokodilen auf Touristen und Einheimische loslässt, die dem Lake Placid zu nah kommen.
Hauptschuld an der Krokodilsplage trägt der junge Aaron, der die Tiere einige Jahre lang mit allerlei Leckereien aus der heimischen Küche füttert, bis sich diese irgendwann über Elche und Menschen hermachen. Die Handlung folgt neben Aaron und seiner Familie einer Gruppe Jägern, die von Mannsweib Reba angeführt werden. Unter ihnen ist auch ein Collegestudent, der gerne seine Freundin zurückgewinnen möchte, die wiederum mit anderen Studenten beim Baden ist.
Während einige der Charaktere erwartungsgemäß oberflächlich ausfallen, schaffen es ein paar der Schauspieler ihre Rolle tatsächlich mit Leben zu füllen.

Trotz der unterschiedlichen Personenkreise und Rahmenhandlungen stehen vor allem die Angriffe der Echsen im Mittelpunkt und davon gibt es viele. Nachdem die Tiere natürlich im See selbst ihr Unwesen treiben, sind sie irgendwann auch im Wald, in Häusern und sogar in Supermärkten anzutreffen.

Natürlich dürfen auch einige Klischees nicht fehlen. Dass man Handyempfang nur in harmlosen Momenten hat versteht sich von selbst und schon in den ersten Minuten wird ein Pärchen beim Sex verspeist. Voyeure kommen aber auch später noch auf ihre Kosten, daher ist es um die beiden nicht schade.

Aber halt…wer über diese Schwächen hinwegsehen kann, ist mit Lake Placid 3 gar nicht mal schlecht bedient, denn glücklicherweise versucht sich der Film nicht allzu ernst zu nehmen und kann vor allem in der ersten Hälfte mit einer anständigen Prise Humor und ein paar guten Einfällen aufwarten.

Alles in allem muss man Lake Placid 3 lassen, dass er für einen dritten Teil und TV-Produktion schlechter hätte ausfallen können und wirklich störend sind nur die Pixel-Krokos.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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