Julias Eye's

Julia’s Eyes (2010)

: Belén Rueda, Lluís Homar, Pablo Derqui
: Guillem Morales
: Guillem Morales
: ca. 122 min (DVD) / ca. 117 min (BD)
: ab 16
: 05.07.11 (DVD+BD Verleih) 04.08.11 (DVD+BD Verkauf)
: Kinowelt
Unsere Wertung
6.0
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User Score:
7 votes
6.9

Julia’s Eyes (2010)

Als Julias Schwester Sara sich das Leben nimmt, ist der Grund dafür scheinbar der fortschreitende Verlust ihrer Sehkraft. Julia leidet an der gleichen Krankheit und während sie Nachforschungen zu Saras mysteriösem Tod anstellt, muss sie nicht nur gegen drohende Blindheit, sondern auch gegen Lügen, Verrat und einen unsichtbaren Gegner ankämpfen.

Lange Zeit bleibt völlig unklar, woher die Bedrohung kommt, welches Spiel gespielt wird und natürlich wie alles enden wird. Während einiges auf übernatürliche Kräfte hindeutet, ist auch eine weltlichere Erklärung nicht auszuschließen.
Kurzum, wir sind als Zuschauer so blind wie Jul, da aber ein Film in völliger Dunkelheit wenig Sinn machen würde, spielt Regisseur Guillem Morales gekonnt mit hell und dunkel, Licht und Schatten, Sehkraft und Blindheit.Wenn Julia zeitweise nichts sehen kann, sehen auch wir die Gesichter ihrer Gesprächspartner nicht. Ihre Anfälle erleben wir aus ihrer Sicht und neben ihr lernen wir einige andere blinde Menschen kennen, selbst ein Hotel heißt -scheinbar unwichtig- Bella Vista (Schöne Aussicht).

Bemerkenswert ist eine Szene in der Julia in eine Gruppe von blinden Frauen gerät, die nichts von ihrer Anwesenheit wissen. In anderen starken Momenten kommen spitze Gegenstände Augäpfeln gefährlich nahe…oder zu nahe.

Nun muss man aber auch sagen, dass Julia scheinbar im Minutentakt vor ihrem Verfolger davonläuft (manchmal auch umgekehrt) und mal sehend, mal blind ist, ohne dass die Geschichte wirklich vorankommt. Dazu kommen Nebenkriegsschauplätze, wie die Rolle von Julia’s Mann, einem geheimnisvollem Schlüssel und einer (ebenfalls blinden) Nachbarin, die teilweise mehr verwirren, als dass sie weiterhelfen.
So leidet letztlich auch die anfangs gut aufgebaute Atmosphäre und die Idee eines unsichtbaren Fremden etwas.
Das Finale ist routiniert und passabel, aber nach dem langen Rätselraten hätte man sich doch etwas mehr Substanz gewünscht.

Nachdem wir in der Vergangenheit spanische Filme immer wieder so sehr loben konnten, dass man glauben musste die dortige Filmindustrie würde uns mit dicken Schecks füttern, muss man bei JULIA’S EYES ein paar Abstriche machen.
JULIA’S EYES ist zwar ein netter Psycho-Thriller, der aber hätte besser sein können. Die ca. 2 Stunden Laufzeit hätte man ohne nennenswerte Verluste auf 90 min. straffen können und damit vielleicht auch einige Logiklöcher gestopft.

Julia's Eyes (2010), 6.9 out of 10 based on 7 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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