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Insane (2010)

: Jacobsson Anton, Lars Bethke, Tommy Hall
: Anders Jacobsson, Tomas Sandquist
: Anders Jacobsson, Tomas Sandquist und andere
: ca. 87 min
: ab 18
: 10.03.11 (DVD+BD)
: MIG
: Schweden
Unsere Wertung
3.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
5 votes
5.6

Insane (2010)

Ein entlegenes Hotel mit einem einzelnen jungen, schüchternen Mann als Koch, Portier und Gepäckträger in Personalunion. Eine Frau auf der Durchreise. Ein Mord durch einen maskierten Fremden. Ein Polizist und die Schwester der Toten, die nach ihr suchen.

Wen diese Bestandteile an Hitchcocks PSYCHO erinnern, liegt natürlich völlig richtig, aber INSANE backt seinen Kuchen aus den gleichen Zutaten. Rund zwei Drittel des Films sind ein liebloser Abklatsch des großen Vorbildes.
Zwar haben wir es nicht mit Mrs. Bates zu tun, die Hotelgäste in der Dusche schlachtet, sondern einen Gasmaske tragenden Killer, aber die Parallelen sind auch dann nicht von der Hand zu weisen, wenn man beachtet, dass die Geschichte im Handyzeitalter spielt und es sich nicht um ein Motel sondern ein Hotel handelt.
Erst gegen Ende hin variieren die Macher das bekannte Thema insofern, als dass man noch einen weiteren Protagonisten ins Boot holt und das Finale völlig neu gestaltet. Da ist der Schaden aber längst angerichtet. Nicht enden wollende Katz- und Maus-Spielchen durch verlassene Hotelflure,  haben bis dahin ihren Tribut gefordert.

Dazu kommt, dass INSANE augenscheinlich mit kleinem Budget entstand, was an vielen Stellen zu bemerken ist. Die schauspielerische Leistung ist zwar keine Katastrophe, aber auch hier wird man das Gefühl des Déjà-Vus nicht los.
Immerhin, wer auf deutlichere Bilder steht, als sie Hitchcock seinerzeit benutzte, wird mit einigen netten Goreszenen beglückt

INSANE stammt aus Schweden, verleugnet aber die eigene Herkunft, indem er amerikanische Namen benutzt. Das alleine ist nicht negativ zu bewerten, verwundert aber. Statt zumindest die lokalen Eigenheiten für sich zu nutzen, liefert man damit den kreativen Offenbarungseid.
Wunderlich ist auch, dass man für einen amateurhaft wirkenden Film ohne relevante Eigenständigkeit 2 Regisseure und 6 Drehbuchautoren verschliss.

Sollte jemand mit PSYCHO nicht vertraut sein, täte er gut daran, dies nachzuholen. Notfalls reicht auch das Remake von Gus Van Sant (1998). Nur um INSANE macht man besser einen Bogen.

PS: Nicht Bestandteil der Bewertung des Films, aber Zeichen einer gewissen Lustlosigkeit, ist das auf der DVD enthaltene Making-of…in schwedischer Sprache. Keine Übersetzung, keine Untertitel.

Insane (2010), 5.6 out of 10 based on 5 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. TeKnoBoy
    28 Mrz 2011, 8:44 pm

    Ziemlich langweilig der Film!

  2. HorrorKeven
    01 Apr 2011, 10:09 pm

    Also der Film ist an sich zimlich schlecht! Es ist schon eine gute Story vorhanden, weshalb der allein lebende Koch die Morde begeht! 1-2 Scenen sind auch grandios im Film wie, und auf welche weise man die Morde sieht! Die Kamera perspektiven sind oft gut, dabei mit einem kleinen gruselfaktor! Aber der Film ist einfach nur sehr schlecht umgesetzt, ich fühlte mich oft sehr gelangweilt! Ich hab ihn mir angesehen da ich mir fast jeden Horrorfilm reinziehe, also wenn ihr ihn euch ansehen wollt, nicht entäuscht sein nachher dass es nix war!

  3. NiGhTmArE JuLiScHa
    20 Mai 2011, 8:35 pm

    OMG was für ein film echt schlecht gemacht da habe ich schon 1000 mal bessere horror filme gesehen -.-“

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