Infestation (2009)

Wem lästige Käfer, Mücken und Fliegen im Herbst und Winter fehlen, bekommt mit Infestation eine Vollbedienung. Es ist jedoch dringend zu empfehlen Insektenspray und Fliegenklatschen gegen automatische Feuerwaffen einzutauschen.

Cooper ist ein mittelmäßiger Typ in einem mittelmäßigen Job in einer mittelmäßigen Stadt. Gerade will ihn seine Chefin feuern, als ein schriller, alles lähmender Ton erklingt und er sich -offenbar Tage später- in einer Art Kokon eingesponnen wiederfindet. Kaum gelingt es ihm sich zu befreien, wird er auch schon von einem Riesenkäfer angegriffen. Cooper muss feststellen, dass eine gewaltige Armee von Insekten beinahe alle Menschen eingesponnen hat. Ihm gelingt es einige Mitstreiter zu befreien und zusammen wollen sie den Bunker seines Vaters erreichen.

Zu Infestation muss nicht viel mehr gesagt werden. Der Film ist eine gelungene Melange aus Action, Horror und Comedy. Zieht man „Starship Troopers“ als den Referenzfilm in Sachen „Große Käfer“ heran, so setzt Infestation etwas mehr auf die Lachmuskeln und hält sich mit der Feuerkraft etwas bedeckt. Hier gibt es aber auch keine geschulten Bug-Jäger sondern normale Menschen, die sich gegen nicht-normale Insekten zur Wehr setzen.

Der Film kommt ohne viel Schnörkel aus, so dass auch die Figuren Platz eingeräumt bekommen, wobei man natürlich in einer Horror-Komödie keine tiefen Charakterstudien erwarten sollte.

Im Prinzip bekommt man genau das geboten, was man erwartet: der Trupp der Überlebenden wird im Laufe des Films dezimiert, der Rest muss sich durch eine ganze Reihe Schlachten prügeln, schießen und sprengen und selbstverständlich erwartet uns auch eine besonders fiese Insektenart.
Trotzdem wirkt Infestation nie langweilig oder überflüssig sondern bietet einfach kurzweilige Unterhaltung von Anfang bis Ende.

Apropos Ende: Gegen ein Ende, dass einige Fragezeichen offen lässt und die Möglichkeit zu einem Sequel lässt, ist nichts zu sagen. Dass man aber als Zuschauer schon in Abspannnähe wähnt, dann nochmal Spannung aufkommt, nur um jetzt doch den Abspann zu starten, ist weniger gut gelungen.

Die Handlung des Film soll in den USA spielen, gedreht wurde aber in Sofia, Bulgarien, was auf ein schmales Budget hinweist. Dafür können sich die Effekte, die größtenteils sicher am Computer entstanden, aber sehen lassen.
Realistisch gesehen wird sich in 10 Jahren kaum jemand mehr an Infestation erinnern, wer aber für anderthalb Stunden Spaß zu haben ist, sollte hier einschalten.

 

Infestation (2009), 6.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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