I come with the rain

I come with the rain (2008)

: Josh Hartnett, Byung Hun-Lee
: Anh Hun Tran
: Anh Hun Tran
: ca. 109 min
: ab 16
: 19.08.11 (DVD+BD)
: Ascot Elite Home
: Frankreich, Spanien, Irland, Großbritannien, Hong Kong
Unsere Wertung
5.5
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3 votes
5.3

I come with the rain (2008)

Josh Hartnett wird, wohl aufgrund seines adretten Äußerens und der Tatsache, dass er in der Popcorn-Schmonzette PEARL HARBOR zu sehen war, als (Horror-)Schauspieler oft nicht für voll genommen.
Dabei hat der inzwischen 33-jährige seine Karriere mit Filmen wie HALLOWEEN H20 und THE FACULTY begonnen und war immer wieder vielseitig in teilweise ungewöhnlichen Produktionen à la SIN CITY, BLACK HAWK DOWN und LUCKY NUMBER SLEVIN zu sehen.
Auch als Hauptdarsteller in I COME WITH THE RAIN wird sich Hartnett nicht nachsagen lassen müssen, auf ausgetrampelten Pfaden zu wandern.

Er spielt darin den ehemaligen Polizisten Kline, der vom abartigen Serienmörder Hasford fast umgebracht wurde.
Inzwischen arbeitet Kline als privater Ermittler und soll Shitao, den Sohn eines reichen Mannes, der zuletzt auf den Philippinen gesehen wurde, nach Hause bringen.
Schnell stellt sich heraus, dass Shitao vermutlich tot ist. Doch dann führt eine Spur nach Hong Kong.

Es ist nicht leicht über I COME WITH THE RAIN zu sprechen, ohne zu viel zu verraten.
Es ist aber auch nicht unbedingt leicht, I COME WITH THE RAIN überhaupt zu folgen.
Parallele Handlungsstränge, dazu häufige Rückblicke auf Klines früheres Leben machen es dem Zuschauer nicht eben einfach.
Ein langsamer Aufbau, lange Pausen in Dialogen, ein hypnotischer Soundtrack, dann aber auch brutale Eruptionen…

Detektiv Kline ist während seiner Zeit in Hong Kong vor allem eines: ein Zeuge. Er erlebt wie der Zuschauer die Ereignisse mit, greift aber nur selten ein. Stattdessen wird er immer wieder von der Vergangenheit gequält, die er noch nicht verarbeitet hat.
Trotzdem gelingt es ihm scheinbar problemlos Shitao in dem 7-Millionen-Moloch durch eine zufällige Begegnung aufzuspüren. Hong Kong verkommt im Film zum Dorf. Man kennt sich, begegnet scheinbar fast automatisch immer wieder den gleichen Menschen.

Andererseits fangen die Kameras die Stadtgebiete als die riesige Metropole ein, die sie sind. In schönen Bildern scheut man dabei auch vor Hässlichkeiten nicht zurück und gerade diese Kontraste sind es dann auch, die I COME WITH THE RAIN ausmachen.
Es geht um Leben und Tod, Gut und Böse.
Der Beobachter erhält Einblick in die Machenschaften von Gangster Su (Byung Hun-Lee, I SAW THE DEVIL) der vereinzelt Gewalt walten lässt, die schon über die FSK 16 – Freigabe des Films hinausgeht, aber auch in das Leben des seltsamen Fremden, der in einer Baracke außerhalb der Stadt wohnt und ungewöhnliche positive Fähigkeiten zu haben scheint und Sus drogensüchtiger Freundin hilft clean zu werden.

I COME WITH THE RAIN ist ein wahrlich internationales Projekt. Frankreich, Spanien, Irland, Großbritannien und Hong Kong waren an der Produktion beteiligt. Die Hauptdarsteller sind ein Koreaner, ein Amerikaner, ein Japaner und eine Vietnamesin.  Gedreht wurde u.a. auf den Philippinen.
Was wie der Turmbau zu Babel anmutet, erklärt wohl auch, warum der Film mehr als einmal für Verwirrung sorgt.

Vereinfacht gesagt ist I COME WITH THE RAIN ein Gangsterfilm mit fantastischen Elementen, aber nur wer keine Angst vor sperrigem Stoff hat, sollte sich hier herantrauen.

I come with the rain (2008), 5.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. kai
    23 Aug 2011, 11:47 am

    Popcorn Kino ist das wirklich nicht, ein weniger pathetisches Ende hätte dem Film sicher gut getan.
    Ansonsten hat er mir doch recht gut gefallen, jedoch manchmal zu schleichend.

  2. monoton3000
    23 Aug 2011, 12:22 pm

    einer der schlechtesten filme die ich in der letzten zeit gesehen habe.

  3. monoton3000
    23 Aug 2011, 12:25 pm

    einer der schlechtesten filme die ich in der letzten zeit gesehen habe. langweilige story, schauspielerisches talent sucht man vergebens(obwohl die schauspieler in anderen filmen glänzen) und ein fades ende.

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