Hybrid 3D (2010)

Es ist kaum möglich über Horror-Autos zu sprechen ohne CHRISTINE zu erwähnen, die wohl bekannteste Killer-Karosse; erfunden von Stephen King, verfilmt von John Carpenter. Trotz einiger anderer Filme in diesem Bereich, wie den ebenfalls von King stammenden TRUCKS oder Spielbergs Debut DUELL, kommt der Hybride um den er hier geht CHRISTINE, die nicht nur selbständig fuhr, sondern sich auch selbst die Dellen ausbeulte, am nächsten.
HYBRID steht natürlich nicht wie im normalen Leben für ein Fahrzeug, das mit Elektrokraft und Benzin angetrieben wird, sondern eine Mischung aus Monster und Auto.

So kann sich das Wesen auf vier Reifen nach Belieben in einen rostigen Pickup oder einen schicken Sportflitzer verwandeln und damit Autonarren wie eine Venusfliegenfalle anlocken. Denn wer einmal einsteigt, steigt kaum wieder aus.
Als der führerlose Wagen nach einem Unfall in der Tiefgarage der Polizei abgestellt wird, stellen einige Mechaniker fest, dass mit dem Gefährt etwas nicht stimmt. Doch da sind schon alle Ausgänge verriegelt und das Auto begibt sich auf die Jagd.

Obwohl das Horrorautogenre noch recht unverbraucht ist, erwarten uns hier keine großen Überraschungen. Zwar ist die Idee, das Monsterauto mit einer Art Tintenfisch zu vergleichen, der sich seiner Umgebung fast nach Belieben anpassen kann, nicht uninteressant, ansonsten fühlt man sich beim Katz- und Mausspiel in dunklen Gängen aber eher an PREDATOR und ALIEN erinnert, ohne je deren Qualität zu erreichen. Vor allem die Tarnfähigkeiten, Geräusche und das Jagdverhalten schreien nach PREDATOR und ein daraus bekanntes Zitat („Wenn es blutet, kann man es auch töten“) wird sogar fast 1:1 in HYBRID untergebracht.

Über einen Wagen mit Eigenleben scheint man sich indes nicht weiter zu wundern. Stattdessen überlegt die Mechanikertruppe im Film, wie man Kapital aus der der Maschine schlagen kann.
Wer hier Heldin ist, ist spätestens klar, wenn Mechanikerin Tilda zu Beginn des Films auf ein Auto verzichtet und stattdessen Motorrad fährt.

Nicht wenige Horrorfans dürften sich vom FSK 12 – Aufkleber auf der Hülle abschrecken lassen, man muss aber sagen, dass ein FSK „ab 16“ ebenso gerechtfertigt wäre. Zwar spart man sich große Blutfontänen und derbe Schockmomente, ein Kinderfilm ist HYBRID aber nicht. Vielleicht war dieser böse Bruder von Knight Rider den Jugendwächtern aber auch einfach zu abwegig, um ihn als echte Bedrohung einzustufen.
Selbiges lässt sich auch für die Handlung sagen. Egal wie böse das Auto ist, es unterliegt immer noch der Straßenverkehrsordnung und kann sich nicht etwa durch Luftschächte anschleichen.
Die Computereffekte tun ihr Übriges um das Gezeigte künstlich wirken zu lassen. Immerhin will diese Herangehensweise aber zum technisch-maschinellen Thema passen.
An dieser Stelle sei gesagt, dass die 3D-Effekte aufgrund der Sichtung auf DVD von uns nicht bewertet werden können.

Fazit: So spannend wie das monatliche ADAC-Heft. Nur für Schrauber geeignet.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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