House of Terror

House of Terror (2008)

: Reynaldo Rosales, Heidi Dippold, Michael Madsen
: Robby Henson
: Rob Green
: ca. 99 min
: ab 16
: 18.02.11 (DVD)
: MIG
Unsere Wertung
3.5
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House of Terror (2008)

Was tut man, wenn man nicht so richtig weiß, welche Art von Film man drehen möchte?
Man versucht einfach es jedem Recht zu machen und wirft möglichst viele Sub-Genre des Horrors in einen Topf. Heraus kommt dann ein Film wie HOUSE OF TERROR.

Jack und Stephanie sind auf dem Weg zu einem Eheberater, als ihr Auto in der Wildnis Alabamas liegen bleibt. Sie suchen Unterschlupf in einem Hotel, wo bereits ein anderes Paar mit dem gleichen Problem untergekommen ist.
Betrieben wird das Etablissement von einer befremdlichen Familie, doch der Schrecken nimmt erst so richtig seinen Lauf, als ein Fremder namens Tin Man von ihnen verlangt, dass einer der 4 Gäste bis zum Morgen sterben muss.

Schreckliche Visionen, ein Geistermädchen, Schuldgefühle, Satanisten, das Haus, die Familie, der Fremde… alles kommt zusammen und ergibt einen Cocktail aus Haunted House – Story, Backwood – Film und Slasher – Streifen.
Insofern ist HOUSE OF TERROR für Grusel – Rookies durchaus geeignet um auf die Schnelle eine grobe Orientierung in der Disziplin des Horrors zu erhalten. Schlaflose Nächte dürften aber auch ungeübte Zuschauer nicht erwarten.

Dabei sorgt eine schummrige Ausleuchtung durchaus für Atmosphäre. Klassische Sound – Elemente wie ein Gewitter und ein allgegenwärtiger Score tun ihr Übriges. Jedoch ist es gerade die Musik, die als teilweise fahrige Sound – Collage früher oder später zu nerven beginnt.

Schauspielerisch reißt zwar niemand Bäume aus, fällt aber auch nicht unangenehm auf. Prominentester Name ist wohl Michael Madsen den man z.B. aus KILL BILL oder SIN CITY kennt.
Leslie Easterbrook und Bill Moseley, die hier Mutter und Sohn spielen, waren auch Bestandteil der Firefly – Familie in THE DEVIL’S REJECTS.

Für ein Stirnrunzeln sorgen platte Dialoge wie „Das Licht besiegt die Finsternis“ oder die eigenartigen „Regeln“ des Tin Man.
Auch die Effekte können keine Begeisterungsstürme erzeugen. Es herrscht CGI wohin man schaut.
Greift der Film tatsächlich einmal auf „handgemachte“ Maskerade zurück (wie z.B das leichenhaft geschminkte Mädchen) ist das aber auch nicht überzeugender.

HOUSE OF TERROR basiert auf dem Roman HOUSE von Frank Peretti und Ted Dekker.
Wie von verschiedenen Seiten zu hören ist, soll das Buch viele christliche Aspekte enthalten und sehr lesenswert sein, nicht zuletzt deswegen, weil es hilft die Wirren des Films zu entknoten.
Da aber kaum jemand mit dem Roman vertraut sind dürfte, folgen wir den Protagonisten durch eine reizüberflutete Film – Nacht, die religiöse Bezüge nur in Ansätzen erkennen lässt.

Wenn der Morgen naht, hinterlässt HOUSE OF TERROR den Eindruck, dass weniger mal wieder mehr gewesen wäre.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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